„Ich kann ein sehr vielseitiger Teamkollege sein“ – Vismas neuer französischer Neuzugang bereitet Tour-de-France-Unterstützung für Vingegaard und Van Aert vor

Radsport
Mittwoch, 14 Januar 2026 um 20:45
BrunoArmirail
Team Visma | Lease a Bike präsentierte für die Saison 2026 zwar keine großen Namen unter den neun Neuzugängen, dafür aber Qualität. Bruno Armirail war einer der Fahrer im Teamcamp, der offen über seine Ziele sprach: Er peilt die Tour de France mit dem Team an, wo er ein Schlüsselhelfer für Jonas Vingegaard sein soll.

Bruno Armirail bei Visma Lease a Bike – Helfer für Vingegaard 2026

„Ein Freund hat mich zum lokalen Verein in Bagnères-de-Bigorre mitgenommen, dort habe ich das Radfahren zum ersten Mal richtig ausprobiert. Ich habe mich in den Sport verliebt und schnell mit Rugby aufgehört, um weiter Rad zu fahren“, erzählte Armirail in einer Pressemitteilung über seine Anfänge. „Davor hatte ich kein Interesse am Radsport. Ich habe nicht einmal die Tour de France geschaut.“
Der Franzose entdeckte sein Talent auf dem Rad. Mit 1,90 Metern war er nie der reine Kletterer, kann für seine Statur aber stark bergauf fahren, in der Anmutung an Miguel Indurain. Er ist auf verschiedenstem Terrain einsetzbar, ausgewiesen als Zeitfahrspezialist (drei nationale Meistertitel) und Ausreißer mit großem Leistungsvermögen, der zugleich ordentlich klettert – nicht zuletzt dank seiner Jugend in den Pyrenäen. Nach vielen Jahren bei Groupama - FDJ und Decathlon CMA CGM stellt er sich einer neuen Herausforderung.
Eine davon ist Englisch lernen, denn erstmals fährt er in einem internationalen Team. Dennoch setzt die Mannschaft deutlich auf ihn. „Alle sind entspannt und sehr freundlich. Trotz meiner Schwierigkeiten mit Englisch kommen alle auf mich zu und helfen mir bei der Integration, sie unterstützen mich so gut wie möglich. Englisch zu lernen ist komplett neu für mich und von Grund auf nicht leicht, aber es läuft gut.“

Tour-de-France-Debüt und Fokus auf Rundfahrten

Armirail genoss bei seinen früheren Teams viel Freiheiten und trug vor drei Jahren nach einer erfolgreichen Flucht beim Giro d’Italia zwischenzeitlich Rosa, woran er sich gern erinnert. „Meine Freunde unter all den Fans bei der Tour de France zu sehen, ist großartig, aber der beste Moment meiner Karriere war der Giro d’Italia 2023, als ich das Leadertrikot übernahm und es ein paar Tage verteidigte. Das ist eine sehr schöne Erinnerung.“
Hier jedoch ist seine Rolle klar als Helfer definiert. „Der Teamgeist im Radsport ist mir sehr wichtig. Ich liebe es, meinen Kapitänen zu helfen, ihr bestes Niveau zu erreichen und das maximale Ergebnis zu holen. Gleichzeitig habe ich weiterhin eine große Leidenschaft für das Zeitfahren. Die akribische Suche nach Leistung in einer Disziplin, in der jedes Detail zählt, fasziniert mich.“
Er wird jedoch nicht irgendein Helfer sein: Armirail fährt in diesem Jahr Paris–Nizza, die Volta a Catalunya, Itzulia Basque Country, die Tour Auvergne - Rhône Alpes und die Tour de France. In Katalonien und bei der Tour startet er an der Seite von Jonas Vingegaard, und seine fixe Tour-Nominierung zeigt, wie sehr das Team auf seine Leistung vertraut.
„Ich bin nicht der beste Kletterer, aber ich komme über viele Anstiege gut drüber, und auch wenn ich nicht viele Zeitfahren gewinne, bin ich oft weit vorn platziert. Ich denke, ich kann ein sehr vielseitiger Teamkollege sein“, ergänzt er.
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