UAE Team Emirates - XRG reist ersatzgeschwächt zu
Strade Bianche, denn Tim Wellens hat sich das Schlüsselbein gebrochen; dennoch lässt sich für das sterrato-lastige Eintagesrennen kaum eine stärkere Aufstellung vorstellen. Titelverteidiger
Tadej Pogacar steht am Start und wird vom aufstrebenden
Isaac del Toro unterstützt.
Die Emiratis sind am Samstag in Siena der klare Topfavorit, zumal Pogacar als zweifacher Titelverteidiger anreist. Der Slowene peilt seinen vierten Sieg beim italienischen Klassiker an; zudem wird an diesem Donnerstag offiziell ein sterrato-Abschnitt am Colle Pinzuto seinen Namen tragen, nachdem er das Rennen bereits dreimal gewonnen hat.
Es ist Pogacars Saisondebüt; wie schon in der Vergangenheit bedeutet das aber keineswegs fehlende Form oder mangelnden Rennrhythmus. Er ist der klare Favorit. Als wohl einzige Fahrer, die ihm Paroli bieten können, gelten Tom Pidcock und Paul Seixas.
„Strade ist ein Rennen, mit dem ich unvergessliche Erinnerungen verbinde. Meine Bilanz dort ist ziemlich gut, und ich hoffe, am Samstag wieder in einer guten Position zu sein. Wir erwarten starke Konkurrenten, die Startliste ist bei diesen großen Rennen immer hochkarätig und das sollte es für die Fans spannend machen.“
„Es ist mein erstes Rennen der Saison, und ich hoffe auf einen guten Start. Bisher habe ich vom Sofa aus mitgefiebert, deshalb freue ich mich, endlich wieder selbst ins Geschehen einzugreifen und zu fahren. Das Team ist derzeit auf einer Erfolgswelle mit vielen Siegen, und wir hoffen, das in den nächsten Rennen fortzusetzen.“
UAE Team Emirates - XRG für Strade Bianche 2026
Pogacar bekommt auf den toskanischen Schotterstraßen Unterstützung von Isaac del Toro, dem Fahrer, der im Vorjahr die Giro d'Italia auf der „Mini-Strade-Bianche“-Etappe aufmischte. Ohne Pogacar wäre er selbst ein heißer Siegkandidat. Unter diesen Vorzeichen wohl ein Luxusdomestik – in einem Jahr, in dem beide gemeinsam die Tour de France bestreiten werden.
Dennoch kann Del Toro durchaus um das Podium kämpfen, denn UAE steht – trotz des Ausfalls von Tim Wellens, im Vorjahr Dritter – mit dem stärksten Kollektiv am Start.
Florian Vermeersch verpasste beim Omloop het Nieuwsblad das Podest nur knapp, nachdem er gemeinsam mit Mathieu van der Poel die siegbringende Attacke lancierte. Jan Christen präsentierte sich bei den Ardèche-Klassikern in starker Verfassung.
Felix Grosschartner, Kevin Vermaerke und Domen Novak komplettieren die Auswahl. Ihre Aufgabe: früh Tempoarbeit und das saubere Anfahren der Teamkapitäne in Richtung Monte Sante Marie – jenem Abschnitt, auf dem das Rennen historisch oft in seine Einzelteile zerfällt.
| Fahrer |
| Tadej Pogacar |
| Isaac del Toro |
| Jan Christen |
| Felix Grossschartner |
| Domen Novak |
| Florian Vermeersch |
| Kevin Vermaerke |