Nächster Rückschlag für Visma 2026! Christophe Laporte sagt Le Samyn in letzter Minute ab

Radsport
Dienstag, 03 März 2026 um 11:12
Christophe Laporte
Christophe Laporte wird bei Le Samyn nicht starten – just an dem Tag, an dem Team Visma | Lease a Bike die holprige Eröffnungsphase von 2026 hinter sich lassen wollte.
Wout van Aerts lang erwartete Rückkehr ins Renngeschehen sollte die Schlagzeilen neu ausrichten. Stattdessen bestätigte das Team wenige Stunden vor dem belgischen Eintagesrennen über soziale Medien: „Leider wird Christophe Laporte nicht am Start von Le Samyn stehen. Er fühlt sich nicht zu 100% fit.“
Es ist kein dramatischer Rückzug. Kein bestätigter Sturz, keine schwere Verletzung. Im Kontext von Vismas ersten zwei Monaten der Saison wirkt es jedoch beklemmend vertraut.

Eine weitere Unterbrechung an einem Schlüsseltag

Laportes Ausfall ist relevant. Der Franzose zählt zu den verlässlichsten Klassikerspezialisten des Teams, schützt Van Aert tief im Finale und kann selbst selektive Sprints stark beenden. Auf einem Pflasterkurs wie Le Samyn ist diese Tiefe kein Luxus. Sie ist Teil der Statik.
Stattdessen steht Visma leichter als geplant am Start – an einem Tag, der ohnehin von Erwartungen beschwert ist.
Schon Van Aerts Rückkehr hat Gewicht. Sein Winter wurde durch einen Knöchelbruch mit anschließender Operation aus der Bahn geworfen, danach zwang ihn eine Krankheit zum Verzicht auf das Opening Weekend. Le Samyn sollte den sauberen Neustart markieren. Nun kommt selbst dieser mit einem Vorbehalt.

Eine Saison der unpassenden Rückschläge

Laportes kurzfristiges Fehlen fügt sich in ein Muster, das Vismas frühen 2026er-Kalender geprägt hat.
Jonas Vingegaards Aufbau wurde durch einen Trainingssturz in Spanien und anschließende Krankheit unterbrochen, was sein Saisondebüt verzögerte. Sepp Kuss musste die Tour of Oman krankheitsbedingt verlassen. Laporte selbst gab die Ruta del Sol nach einem Sturz auf. Matthew Brennan stürzte bei Omloop Het Nieuwsblad, setzte jedoch sofort eine Antwort bei Kuurne-Brussel-Kuurne.
Keines dieser Ereignisse definiert für sich allein eine Saison. Zusammen aber haben sie den Schwung in Schlüsselmomenten immer wieder gebrochen.
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Für ein Team, dessen jüngste Dominanz auf präziser Planung und kollektiver Stärke fußte, ist das Timing besonders schmerzhaft. Leadern fehlen zusammenhängende Vorbereitungsblöcke. Helfer verpassen wichtige Renntage. Die taktische Kohärenz wird früher als erwartet auf die Probe gestellt.
Le Samyn sollte von Van Aerts Comeback handeln. Das tut es weiterhin. Doch erneut steht Visma an einem belgischen Pflasterstart nicht mit dem klaren Plan, sondern mit Anpassungen an die Umstände.
Für sich genommen ist Laportes Unwohlsein klein. Im Kontext von 2026 verstärkt es eine Erzählung, die einfach nicht weichen will.
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