Ein klareres Frühform-Signal gibt es selten.
Jonas Vingegaard,
Remco Evenepoel und
Isaac del Toro werden im Februar voraussichtlich bei der
UAE Tour antreten – ein dreiseitiges Spitzen-Duell, bevor der europäische Frühling überhaupt richtig beginnt.
Das Männerrennen ist vom 16. bis 22.02. terminiert, die Organisatoren haben bestätigt, dass drei der meistdiskutierten Gesamtklassement-Figuren des Sports zu den Topnamen für den Start zählen. Damit erhält die
UAE Tour eine Strahlkraft, die im Februar kaum eine andere Rundfahrt erreicht, und sie wird sofort als mehr als nur ein Warmwetter-Auftakt gerahmt.
Für Vingegaard ist es eine frühe Standortbestimmung gegen einen weiteren Grand-Tour-Sieger in Evenepoel. Für Evenepoel ist es der erste große Etappenrennen-Test der neuen Saison. Für Del Toro ist es der nächste Schritt ins Rampenlicht, da er zunehmend in einem Atemzug mit den etablierten Anführern des Pelotons genannt wird.
Die Organisatoren spielen diesen Statuswechsel offensiv. Fabrizio D'Amico, Chief Operating Officer von RCS Sports and Events und Direktor der
UAE Tour,
sagte bei der offiziellen Präsentation: „Dieses Jahr markiert einen wichtigen Meilenstein, da die UAE Tour in der
UCI-Punkteskala aufgewertet wurde und nun auf einer Stufe mit den prestigeträchtigsten einwöchigen Etappenrennen der Welt steht.“
Eine Strecke für große Namen
Die Männerrunde 2026 ist so ausgelegt, dass sowohl Kletterer als auch komplette Klassementfahrer klare Möglichkeiten erhalten, das Gesamtklassement zu prägen.
Es gibt zwei Bergankünfte – eine am neuen Anstieg Jebel Mobrah und das traditionelle Finale am Jebel Hafeet – sowie ein Einzelzeitfahren auf der Al Hudayriyat Island. Rund 3.600 Höhenmeter verteilen sich vor allem auf die beiden Bergetappen, der Rest der Woche ist um sprintfreundliche Tage durch Wüsten- und Küstenstädte gebaut.
Jebel Mobrah gibt sein Debüt als Bergankunft auf Etappe drei, mit einem Schlussanstieg, der lange Abschnitte oberhalb zweistelliger Steigungsprozente bietet. Jebel Hafeet kehrt auf Etappe sechs als klassischer letzter Bergtest zurück, mit konstanten 8 bis 9 Prozent und späten Rampen, die das Rennen bereits oft entschieden haben.
Dazwischen bieten das Zeitfahren und die voraussichtlichen Sprintetappen Fahrern wie Evenepoel und Vingegaard unterschiedliche Hebel, um Zeit gutzumachen oder zu verteidigen, während Del Toro erneut daran gemessen wird, wie er einen Kurs meistert, der Konstanz verlangt und nicht nur einen einzigen explosiven Antritt.
Vom Winterauftakt zum Statement-Rennen
Die
UAE Tour wurde lange eher als Saisonauftakt mit gutem Wetter wahrgenommen denn als Rennen, das Form wirklich definiert. Das soll sich nun ändern.
H.E. Aref Al Awani, Generalsekretär des Abu Dhabi Sports Council, sagte: „Die
UAE Tour und die UAE Tour Women wachsen Jahr für Jahr an Bedeutung und bestätigen Abu Dhabi und die Vereinigten Arabischen Emirate als globalen Hub für Radsport auf Weltklasse-Niveau. Wir sind stolz darauf, die besten Fahrer der Welt erneut zu begrüßen und Rennen zu liefern, die unser Bekenntnis zu Exzellenz, Innovation und Nachhaltigkeit im Sport widerspiegeln.“
Mit Vingegaard, Evenepoel und Del Toro im erwarteten Aufgebot wirkt dieser Anspruch plötzlich greifbar. Statt eines sanften Jahresauftakts verspricht der Februar in der Wüste nun einen frühen Schlagabtausch, der prägen könnte, wie der Rest des Jahres 2026 gesehen wird, noch bevor er richtig begonnen hat.