Streckenprofil und Route Tour de France 2026 - Alpe d'Huez auf Etappe 19 und 20; 8 Bergetappen und Montmarte-Kopfsteinpflaste

Radsport
Donnerstag, 18 Juni 2026 um 11:30
Profile TourDeFrance2026stage20
Die Tour de France 2026 findet vom 04. bis 26.07.2026 statt. Über 21 Etappen hinweg erwartet das Peloton Berge, Sprintetappen, Kopfsteinpflaster sowie Mannschafts- und Einzelzeitfahren. Wir blicken auf alle Etappen und ihre offiziellen Profile – inklusive Anstiege wie Alpe d’Huez, Col du Galibier und Plateau de Solaison.
Diese Ausgabe bietet ein Mannschaftszeitfahren sowie ein Einzelzeitfahren auf den Etappen 1 bzw. 16 und testet die Fahrer deutlich gegen die Uhr – die Gesamtwertung wird nicht nur in den Bergen entschieden. Der Grand Départ steigt in Barcelona, Etappen 2 und 3 enden an kurzen Anstiegen, wo kleine Abstände und explosive Finals zu erwarten sind.
Sieben Etappen sind sehr wahrscheinlich Massensprints (5, 7, 8, 11, 12 und 17). Auch die Ziele in Foix (4) und Paris (21) könnten im Sprint entschieden werden, obwohl unterwegs Anstiege warten.
Etappen 9 und 13 sind für Ausreißer maßgeschneidert. In beiden ersten Wochen bieten hügelige Profile goldene Chancen.
Die Bergetappen umfassen einen Pyrenäen-Tag (6) mit Bergankunft in Gavarnie-Gèdre nach dem Col du Tourmalet; Le Lioran (10) im Zentralmassiv nach kurzen, steilen Rampen sowie Le Markstein (14) nach mehreren Vogesen-Anstiegen. Damit sind alle drei Gebirgszüge vertreten, ehe es in die Alpen geht.
In den Alpen wartet die Bergankunft am Plateau de Solaison (15), die am Ende der zweiten Woche große Abstände reißen kann. In der Schlusswoche folgt eine Bergankunft in Orcières-Merlette (18), bevor zweimal die Alpe d’Huez ansteht. Auf Etappe 19 ist der Anstieg der Tageshöhepunkt. Etappe 20 wird ein kolossaler Hochgebirgstag, unter anderem über den Col du Galibier, und endet erneut in der Ski-Station – diesmal nach dem Anstieg über den Col de la Sarenne.
EtappeDistanz (km)StartZielStartzeit (CET)Zeit im Ziel (CET)
1 (MZF) 19,7 Barcelona Barcelona 17:05 19:15
2 182 Tarragona Barcelona 13:45 17:25
3 196 Granollers Les Angles 12:10 16:55
4 182 Carcassonne Foix 13:10 17:25
5 158 Lannemezan Pau 14:05 17:35
6 186 Pau Gavarnie-Gèdre 12:25 17:30
7 175 Hagetmau Bordeaux 13:15 17:15
8 182 Périgueux Bergerac 13:15 17:20
9 185 Malemort Ussel 13:35 17:45
10 167 Aurillac Le Lioran 13:10 17:10
11 161 Vichy Nevers 13:50 17:30
12 181 Circuit Nevers Magny-Cours Chalon-sur-Saône 13:30 17:30
13 205 Dole Belfort 13:00 17:45
14 184 Mulhouse Le Markstein Fellering 13:10 17:25
15 169 Champagnole Plateau de Solaison 13:10 17:40
16 (EZF) 26 Évian-les-Bains Thonon-les-Bains 13:00 17:50
17 169 Chambéry Voiron 13:20 17:18
18 171 Voiron Orcières-Merlette 12:35 17:10
19 130 Gap Alpe d'Huez 14:00 17:24
20 110 Le Bourg-d'Oisans Alpe d'Huez 11:20 16:10
21 132 Thoiry Paris (Champs-Élysées) 16:15 19:30

Profil Etappe 1 (MZF): Barcelona - Barcelona

Profil der 1. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 1 (MZF): Barcelona - Barcelona, 19,6 Kilometer
Der Auftakt in Barcelona ist ein 19 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren und wird früh Unterschiede setzen. Zunächst flach und technisch, vorbei an Barcelonas Wahrzeichen – mit Zwischenzeit an der Sagrada Família.
In den ersten 15 Kilometern werden die stärksten Motoren gefragt sein, um das Tempo auf dem flachen Terrain hochzuhalten. Der Schlussabschnitt ist wellig – typisch moderner MZF-Charakter.
Zwei kleine Anstiege warten, zuerst die „Côte de Montjuïc“ mit rund 1,5 Kilometern à 5% samt Zwischenzeit auf halber Höhe. Der Anstieg endet 2,6 Kilometer vor dem Ziel. Nach kurzer schneller Abfahrt folgt die letzte Rampe: 800 Meter mit 7% hinauf zum Olympiastadion – dort liegt die Ziellinie.

Profil Etappe 2: Tarragona - Barcelona

Profil der 2. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 2: Tarragona - Barcelona, 168,5 Kilometer
Etappe 2 startet in Tarragona und führt die Fahrer über 85 Kilometer entlang der katalanischen Küste. Am Stadtrand von Barcelona wartet die Côte de Begues – etwa 6 Kilometer bei 6%. Sie endet 74 Kilometer vor dem Ziel und ist der Auftakt zu einem anspruchsvollen Finale.
Eigentlich eine Etappe für Klassikerjäger, doch moderne GC-Fahrer zählen zu den besten Puncheuren. Damit wird auch Tag zwei für die Gesamtwertung wichtig.
In Barcelona folgt ein scheinbar vertrauter Rundkurs… oder doch nicht? Auf dem Papier ähnelt er stark dem Volta-a-Catalunya-Circuit, allerdings mit Unterschieden. Zwischen den Runden wird der „flache“ Abschnitt verlängert, was mehr Erholung zwischen den Anstiegen bringt und weiträumige Attacken weniger begünstigt.
Zudem beginnt der Anstieg zum Montjuïc-Schloss auf einer anderen Straße und wird dadurch härter. Statt nur der Schlussrampe wie bei der Katalonien-Rundfahrt sind es hier 1,6 Kilometer bei 9,3%.
Das ist relevant. Die letzten Rampen steigen bis 13%, aber das Warten darauf wird seltener. Positionskampf ist entscheidend, die ersten Serpentinen begünstigen Attacken und Gruppenrisse.
Der Hügel wird 27 und 15 Kilometer vor dem Ziel überquert. Insgesamt passieren die Fahrer den Schlusskurs dreimal. Auf der letzten Runde liegt die Kuppe nur 2,5 Kilometer vor dem Ziel. Es folgt eine sehr kurze, schnelle Abfahrt und dieselbe finale Rampe (leicht verkürzt): 600 Meter mit 5,5% – ein Ziel bergauf.

Profil Etappe 3: Granollers - Les Angles

Profil der 3. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 3: Granollers - Les Angles, 195,9 Kilometer
Kein Grund zur Freude für Sprinter: Die Rundfahrt verlässt Spanien und erreicht über die Pyrenäen Frankreich – mit der ersten Bergankunft. Keine Hochgebirgsetappe, aber ein Finale für Puncheure und Klassementfahrer. Die schnellen Männer freuen sich über einen frühen Zwischensprint, doch auf eine echte Siegchance müssen sie noch warten.
Ganz ausgeschlossen ist ein Überleben einzelner Sprinter nicht. Von Granollers geht es nordwärts Richtung Grenze. Drei Anstiege vor dem Finale prägen den Tag.
Zuerst der Col de Toses, 9,3 Kilometer bei 6,5%, Kuppe 68 Kilometer vor dem Ziel. Danach der Col du Calvaire mit 11,4 Kilometern à 4%, Ende 23 Kilometer vor dem Ziel. Nicht brutal, doch ohne ruhiges Tempo werden Sprinter abgehängt – auch wegen der Höhe um 1.800 Meter. Auf Toses warten im Schlussstück bis zu 9%.
12 Kilometer vor dem Ziel folgt eine kleine Kuppe, dann geht es zur ersten Bergankunft der Tour.
Die letzten 7 Kilometer steigen im Schnitt 3% an, ein sanfter Anstieg nach Les Angles; die finalen 1,7 Kilometer liegen bei 6,5%. Attacken bringen hier wenig, weil die Geschwindigkeiten hoch sind. Timing und Körnersparen für einen Sprint sind entscheidend.

Profil Etappe 4: Carcassonne - Foix

Profil der 4. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 4: Carcassonne - Foix, 181,9 Kilometer
Auch auf Etappe 4 haben die Sprinter wenig Glück: 2.700 Höhenmeter durch die Pyrenäen. Ein Sprint ist möglich, aber kaum ein klassischer Massensprint. Über 181 Kilometer beginnt der Tag flach, ideale Phase für eine Ausreißergruppe, bevor es bergauf geht.
Nach frühen Wellen folgt bei Kilometer 93 ein Zwischensprint, direkt vor den Hauptanstiegen. Diese sind wie am Vortag nicht extrem schwer, doch für Sprinter hart genug. Zuerst der Col de Coudons, über 10 Kilometer bei 5,5%, Ende 74 Kilometer vor dem Ziel. Es folgt kein Abfahrtstauchgang, vielmehr ein langes Hochplateau.
Danach der Col de Montségur, 6,9 Kilometer bei 6,6%, Ende 35 Kilometer vor dem Ziel. Manche Sprinter überleben, doch es gilt, Tempo und Teamkräfte zu balancieren – hochfahren, Abgehängte fernhalten und weitere Attacken neutralisieren.
Das ist heikel, denn bis Foix verlieren die Fahrer fast 700 Höhenmeter – es geht schnell. 12 Kilometer vor Schluss wartet zudem eine kleine Kuppe als möglicher Absprungpunkt.

Profil Etappe 5: Lannemezan - Pau

Profil der 5. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 5: Lannemezan - Pau, 158,3 Kilometer
Die erste echte Sprintchance führt flach nach Pau, einem Tour-Klassiker. Start ist in Lannemezan, auf dem Programm stehen 158 Kilometer. Ganz einfach wird es dennoch nicht.
Weite Teile sind bretteben, der Zwischensprint liegt 45 Kilometer vor Schluss. Danach wird das Terrain leicht wellig, kleine Anstiege schärfen die Positionskämpfe – und laden zu Attacken ein.
Bei 36, 31 und 26 Kilometern sind Profilhaken gesetzt. Die letzte, einzige kategorisierte Rampe misst 1 Kilometer bei knapp 9%. Nicht unterschätzen: Bei hohem Tempo fallen Sprinter, und die Zeit zur Reorganisation ist knapp.
Im Finale wartet eine flache Zielgerade in Pau, wo es auf der Place de Verdun zum Showdown der schnellen Männer kommt.

Profil Etappe 6: Pau - Gavarnie-Gèdre

Profil der 6. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 6: Pau - Gavarnie-Gèdre, 186,2 Kilometer
Etappe 6 ist der erste Hochgebirgstag und der einzige der ersten Woche. Tour-typisch beginnt die Etappe flach, um die Sprinter nicht zu früh zu strapazieren.
Erst nach 75 Kilometern – und dem Zwischensprint – geht es ernsthaft bergauf. Im Fokus steht das Schlussdrittel mit Col d’Aspin, Col du Tourmalet und dem Anstieg nach Gavarnie-Gèdre.
Zuerst 12 Kilometer bei 6,5% über den Aspin, Kuppe 68 Kilometer vor dem Ziel. Die klassische Kombination führt anschließend auf den mythischen Tourmalet – den meistbefahrenen Berg der Tour-Geschichte.
Sein Ruf gründet in der Härte: 17,1 Kilometer bei 7,3% von La Mongie. Konstante Steigung über große Länge und die Höhe – 2.115 Meter am Pass – machen ihn brutal.
Große Attacken sind hier am wahrscheinlichsten – und taktisch sinnvoll. Satellitenfahrer in der Gruppe des Tages können nach der Kuppe (39 Kilometer vor dem Ziel) helfen. Rund die Hälfte bis ins Ziel verläuft bergab – schnell.
In Luz-Saint-Sauveur biegt das Feld Richtung Gavarnie ab. Der Schlussanstieg misst insgesamt 18,7 Kilometer bei 3,7%. Auf solchen Prozenten sind Teamkollegen Gold wert; späte Attacken und Opportunisten haben Chancen, wenn nicht schon zuvor alles explodiert.
Für Grand-Tour-Spezialisten ist der Anstieg an sich nicht maximal schwer. Attacken sind möglich, die Steigung überschreitet jedoch selten 6–7%. Es ist eine „Talrampe“ – nahezu schnurgerade, ohne viele Angriffspunkte, und die Gegner bleiben stets im Blickfeld.

Profil Etappe 7: Hagetmau - Bordeaux

Profil der 7. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 7: Hagetmau - Bordeaux, 175,1 Kilometer
Raus aus den Pyrenäen, hinein nach Bordeaux – der „richtige“ Start der Tour für die Sprinter. Verdient nach den harten Tagen: Etappe 7 führt von Hagetmau nach Bordeaux.
Dem Profil ist nichts hinzuzufügen: Es gibt einen kategorisierten Hügel, der selbst reine Sprinter nicht schreckt. Er endet 38 Kilometer vor dem Ziel, der Zwischensprint liegt 55 Kilometer vor Schluss.
Eine klassische Überführungsetappe, fast vollständig nordwärts durch heiße, offene Ebenen – anfällig für Wind. Nach 175 Kilometern ist Bordeaux erreicht.
Das Finale führt am Fluss entlang, ohne technische Tücken – ein Tag für die Schnellsten in jeder Hinsicht.

Profil Etappe 8: Périgeux - Bergerac

Profil der 8. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 8: Périgeux - Bergerac, 180,4 Kilometer
Etappe 8 passt erneut den Sprintern. Nach einem sehr fordernden Tour-Auftakt erhalten die schnellen Männer zwei aufeinanderfolgende Chancen. Ein Massensprint ist hier nur schwer zu verhindern.
Der Zwischensprint liegt 58 Kilometer vor dem Ziel, davor und danach warten zwei kleine kategorisierte Wellen. Start in Périgeux, Ziel in Bergerac.
Das Finale ist nicht technisch, aber auch keine endlose Gerade. Es führt an der Innenstadt vorbei und endet in einem Park. Positionierung bleibt der Schlüssel.

Profil Etappe 9: Malemort - Ussel

Profil der 9. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 9: Malemort - Ussel, 185,9 Kilometer
Etappe 9 von Malemort nach Ussel ist ein Übergangstag der besonderen Art. Am zweiten Sonntag steuert das Peloton das Zentralmassiv an – ein Traumprofil für Ausreißer.
Explosiv: 185 Kilometer, 3.300 Höhenmeter, ohne einen großen Berg. Die welligen Straßen der Region sorgen oft für taktisch geprägte Finals – die Müdigkeit staut sich anders als auf Standardetappen.
Vom Start weg geht es leicht bergauf. Kategorisiert oder nicht – die 3–5%-Ramperei tut weh und gibt auch schweren Männern und Klassikerspezialisten Chancen gegen Kletterer.
Ein Feld zu kontrollieren ist hier schwer. GC-Fahrer könnten in die Gruppe des Tages rutschen, denn kein Team wird die komplette Etappe diktieren wollen. Viele Nebenhandlungen sind möglich.
Vier kategorisierte Anstiege stehen an. Entscheidend sind Suc au Mau (3,8 km; 7,7%; 80 km vor Ziel) und die Côte de la Croix du Pey (4,8 km; 6%; 56 km vor Ziel). Dort werden vorn die Kletterer aufs Tempo drücken, um zu selektieren und ihre Siegchancen zu erhöhen.
Die letzten 55 Kilometer sind ständiges Auf und Ab. Am Mont Bessou wartet eine kurze, aber steile Rampe (900 m bei 7%). Unterschiede ja, aber keine Gesamtdrehung der Etappe.
Nach Ende des langen Hochplateaus – 24 Kilometer vor dem Ziel – folgt eine Abfahrt, die entscheidend sein kann: Lücken wachsen, Ausreißer erholen sich – pünktlich für den letzten großen Effort.
Zwei weitere kleine Kuppen liegen innerhalb der letzten 15 Kilometer. Dann zählt, wer noch Beine und einen Sprint hat – und welche Taktik greift. Ein Sprint ist nicht unmöglich, aber eher unwahrscheinlich.

Profil Etappe 10: Aurillac - Le Lioran

Profil der 10. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 10: Aurillac - Le Lioran, 166,6 Kilometer
Am Nationalfeiertag geht es ins Zentralmassiv – kurz, steil, giftig. Hier wurde schon oft Geschichte geschrieben, zuletzt 2024 mit dem epischen Duell von Tadej Pogačar und Jonas Vingegaard im selben Finale.
Hügelig, aber deutlich härter als die Etappe zuvor, eher für Kletterer – und potenziell ein GC-Tag auf Terrain, das nicht jedem passt. 3.800 Höhenmeter, 3.600 Meter auf den letzten zwei Dritteln, dazu ein flacher Start. Das ergibt ein extrem intensives Finale, auch ohne extrem langen oder steilen Schlussberg.
Früh ein Zwischensprint, dann reiht sich Anstieg an Anstieg. Alle liegen zwischen 5 und 8% im Schnitt, sieben kategorisierte Berge auf weniger als 100 Kilometern: 3 km à 7,2%; 5,9 km à 6,7%; 3,1 km à 6,5%; 5,2 km à 5,3%…
Die Hauptaktion beginnt am Pas de Peyrol: 7,8 Kilometer bei 6,8%. Kuppe gut 30 Kilometer vor dem Ziel, nach einer harten Abfolge und direkt in eine Abfahrt, die nahtlos in die nächsten Rampen führt. Langster Effort des Tages, steil genug für explosive Attacken.
Die Abfahrt ist technisch und führt direkt in den Col de Perthus – den steilsten (und vielleicht härtesten) Anstieg des Tages. 4,4 Kilometer bei 8,5% sind brutal, besonders zu diesem Zeitpunkt. Kuppe 13 Kilometer vor dem Ziel.
Nach kurzer Abfahrt folgt die Kuppe Col de Font de Cère: 3,1 Kilometer à 5,8%, Ende nur 2,7 Kilometer vor dem Ziel. Der Blick auf Le Lioran ist frei – und es endet wie vor 24 Monaten: ein ansteigender Sprint, auf dem Pogačar und Vingegaard damals spurteten.

Profil Etappe 11: Vichy - Nevers

Profil der 11. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 11: Vichy - Nevers, 161,3 Kilometer
Ein ruhigerer Tag für das Peloton: keine Anstiege, klare Sprinttendenz. Start in Vichy, der Zwischensprint bereits nach 27 Kilometern. Über 161 Kilometer geht es nach Nevers.
Die Schlusskilometer enthalten leichte Kurven, aber nichts Technisches im Stadtzentrum. Das macht es sicherer. Für das Grüne Trikot ein wichtiger Tag.

Profil Etappe 12: Magny-Cours Circuit (Nevers) - Chalon-sur-Saône

Profil der 12. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 12: Magny-Cours Circuit (Nevers) - Chalon-sur-Saône, 179,1 Kilometer
Etappe 12 ist die nächste Chance für die Sprinter. Ein einfacher Tag ab Nevers – diesmal vom Rennkurs Magny-Cours. Früher Zwischensprint, wenig Schwierigkeiten.
Drei kategorisierte Hügel – nahezu Zwillinge: rund 2 Kilometer bei 4%. Der letzte endet 24 Kilometer vor dem Ziel und ist fürs Finale zu beachten, sollte reine Sprinter jedoch nicht ernsthaft gefährden.
Nach 179 Kilometern ist Chalon-sur-Saône erreicht. Der Kurs führt den ganzen Tag ostwärts, in der Stadt warten binnen der letzten 10 Kilometer einige fordernde Kurven. Ein angespanntes, sehr schnelles Finale mit frischen Beinen nach einem flachen Tag.

Profil Etappe 13: Dole - Belfort

Profil der 13. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 13: Dole - Belfort, 205,8 Kilometer
Es geht nordostwärts in Richtung Vogesen. Ein interessanter Tag, auf dem Papier für eine Ausreißergruppe, aber offen für verschiedene Fahrertypen. Start in Dole, längste Etappe der Tour – und die einzige über 200 Kilometer.
Dennoch wird sie schnell, denn weite Teile sind flach. Die ersten zwei Drittel bieten keine nennenswerte Schwierigkeit, keinen kategorisierten Anstieg und keinen Zwischensprint. Das Wesentliche konzentriert sich auf die letzten 75 Kilometer.
Den Auftakt macht der Col des Croix: 5,1 Kilometer bei 4,8%, Kuppe 48 Kilometer vor dem Ziel. Danach geht es südwärts zum Ballon d’Alsace. 8,9 Kilometer bei 6,9% – ein ernstzunehmender Berg.
Hart genug für GC-Attacken; wird er passiv gefahren, kann ein mittelgroßes Feld kontrolliert zur Sprintankunft kommen. Wenige passen ins Schema – daher werden viele die Flucht suchen. Kletterer und Puncheure haben im Ausreißerzug beste Karten.
Die Kuppe liegt 30 Kilometer vor dem Ziel, die Abfahrt misst rund 12 Kilometer. Die finalen 18 Kilometer sind flach, teils leicht bergab – die Geschwindigkeiten sind hoch, Verfolgung wird schwer. In Belfort sind Sprint, Ausreißersieg oder sogar GC-Scharmützel möglich.

Profil Etappe 14: Mulhouse - Le Markstein

Profil der 14. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 14: Mulhouse - Le Markstein, 155,3 Kilometer
Ein voller Bergtag in den Vogesen. Nur 155 Kilometer, aber es bleibt stets bergig, mit ungleichmäßigen Anstiegen und technischen Abfahrten. Tückisches Terrain zum Wiedereinstieg ins Hochgebirge.
Start in Mulhouse, ohne Einrollen. Gleich der Grand Ballon: insgesamt 21,5 Kilometer mit fast 5% im Schnitt – verfälscht durch ein Zwischengefälle. Die letzten 6 Kilometer durchschnittlich 8%; von dort ist die spätere Zielregion sichtbar, doch es folgt erst eine komplette Bergschleife.
Über Côl du Page und Ballon d’Alsace steigt die Müdigkeit, große Vorentscheidungen sind dort aber unwahrscheinlich. Nach einer Übergangsphase geht es in den Col du Haag.
Eine Neuerung – und potenzieller Schlüsselmoment. 11,2 Kilometer bei 7,3%, aber sehr ungleichmäßig. Zu Beginn und am Ende Passagen um 10%, dazwischen ein flaches Teilstück.
Die Kuppe liegt 6 Kilometer vor dem Ziel, anschließend führt ein kurzes Flachplateau direkt nach Le Markstein.

Profil Etappe 15: Champagnole - Plateau de Solaison

Profil der 15. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 15: Champagnole - Plateau de Solaison, 183,9 Kilometer
Ankunft in den Alpen – mit zwei enorm steilen, harten Anstiegen zum Ende der zweiten Woche. Entscheidungen fallen wohl erst am Schlussberg, das Potenzial ist dennoch groß.
183 Kilometer ab Champagnole, dazwischen mehrere Anstiege. Markant: der Col de la Croisette, 4,6 Kilometer bei 11%, Kuppe 50 Kilometer vor dem Ziel. Aufgrund der Etappencharakteristik wohl ohne Totalselektion, aber brandgefährlich. Kurz darauf schmerzt die Côte du Mont (2,1 km bei 8,3%) zusätzlich.
In Thuet beginnt der Schlussanstieg – zuletzt bei der Tour Auvergne befahren. 11,3 Kilometer bei 9%, einer der härtesten Gipfelziele der Rundfahrt. Steiler Auftakt, brutal selektiv, ein Berg für reine Kletterer – Verstecken unmöglich.

Profil Etappe 16 (EZF): Evian-les-Bains - Thonon-les-Bains

Profil der 16. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 16 (EZF): Evian-les-Bains - Thonon-les-Bains, 26,1 Kilometer
Das einzige Einzelzeitfahren – doch ohne Vorteil für reine Spezialisten. Die Organisatoren vermeiden 2026 flache Zeitfahrprüfungen: hügeliges MZF, nun ein hügeliges EZF. Kurz obendrein, also begrenzte Abstände.
Kein Bergzeitfahren, aber Start mit einem 10-Kilometer-Anstieg aus Évian-les-Bains. Die Côte de Larringes steigt im Schnitt 4,3%, mit Zwischenzeit an der Kuppe. Aufgrund der Geschwindigkeit bleibt Aerodynamik entscheidend.
Die Abfahrt ist sehr schnell und teils technisch. Auf dem Zeitfahrrad sind solche Straßen ungewohnt – Vorsicht ist geboten.
Wirklich flache 8 Kilometer gibt es erst in Thonon-les-Bains – auch die sind eher technisch, ohne lange Geraden zur Zeitkonsolidierung.

Profil Etappe 17: Chambéry - Voiron

Profil der 17. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 17: Chambéry - Voiron, 174,7 Kilometer
Etappe 17 startet in Chambéry, einer Alpenmetropole, und bietet ein interessantes Profil. Eigentlich ein Tag für Sprinter – vielleicht ihre letzte Chance –, doch die ersten 50 Kilometer klettern 900 Höhenmeter.
Drei kategorisierte Anstiege sind der Grund. Formiert sich die Gruppe früh, wird der Hauptberg – der 3,5 km lange Col des Prés – vielleicht entschärft. Er hat knapp 7% im Schnitt, und in Woche drei herrscht Eile, in die Flucht zu kommen.
Insgesamt kein harter Tag. Zieht vorn jedoch eine starke Gruppe weg, wird das Einholen schwer. Das Finale nach 174 Kilometern liegt in Voiron, wo im Vorjahr die Vuelta – damals aus Italien kommend – ein ähnliches Finish sah.
Diesmal etwas härter und leicht ansteigend. 2,5 Kilometer bei 4% enden gut 3 Kilometer vor dem Ziel. Für Ausreißer der Absprung, für Sprinter eine Hürde, für Angreifer eine Gelegenheit.
Die letzten Meter führen über eine leicht ansteigende Zielrampe – kein Sprint für reine Topspeedler, sondern für widerstandsfähige Finisher.

Profil Etappe 18: Voiron - Orcières-Merlette

Profil der 18. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 18: Voiron - Orcières-Merlette, 185,2 Kilometer
Etappe 18 eröffnet den finalen Bergblock – wohl ein Tag für die Ausreißer. Die GC-Fahrer sparen Kräfte, die Bergankunft in Orcières-Merlette ist nicht hart genug für große Abstände.
Kurzfassung: Start in Voiron, flacher Auftakt. Auf der Côte d’Engins flammen früh die Attacken auf: 11,4 Kilometer bei 5,4%, anschließend geht es weiter bergan – eine starke Gruppe sollte bis zur Kuppe stehen.
Danach reiht sich den ganzen Tag ein Wellenprofil aneinander. Voll in den Alpen, aber die ganz großen Berge werden umfahren. 185 Kilometer bis zur Bergankunft in Orcières-Merlette.
Der Schlussanstieg misst 7,1 Kilometer bei 6,7%. Angriffe sind möglich – ein „Mini-Alpe d’Huez“ mit vielen Kehren, die Tempowechsel begünstigen. Ein gleichmäßiges Tempo ist unwahrscheinlicher.

Profil Etappe 19: Gap - Alpe d'Huez

Profil der 19. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 19: Gap - Alpe d'Huez, 127,9 Kilometer
Zurück auf der mythischen Alpe d’Huez – in voller Pracht. Nur 128 Kilometer, aber bergauf vom Start mit Col Bayard und kurz darauf Col du Noyer – zwei harte Anstiege in den ersten 25 Kilometern ab Gap.
Es folgt ein langes Tal, bevor es zur wohl berühmtesten Rampe des Radsports geht. Nach einem Zwischensprint in Le Périer (39 km vor Ziel) steht der Col d’Ornon an: 5,4 Kilometer bei 6,4%, Ende 28 Kilometer vor dem Ziel.
Das alles ist nur Vorspiel zum Höhepunkt: der Alpe d’Huez. 13,8 Kilometer im Schnitt 8,1%, ein Festival der Serpentinen und der Lautstärke. Hier fallen echte Unterschiede, am Ende einer kurzen Etappe sind massive W/kg-Leistungen zu erwarten.

Profil Etappe 20: Le Bourg d'Oisans - Alpe d'Huez

Profil der 20. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 20: Le Bourg d'Oisans - Alpe d'Huez, 170,9 Kilometer
Die Königsetappe. Nicht maximal lang, aber mit 5.600 Höhenmetern monströs. Die Organisatoren haben beim Alpenfinale keine Zurückhaltung gezeigt – es ist der mit Abstand schwerste Schlussakt.
Eine Etappe, die die Gesamtwertung noch einmal drehen kann: lange Berge, steile Rampen, große Höhe und ein Ziel an der mythischen Alpe d’Huez – diesmal über eine neue Seite.
Durchatmen ist kaum möglich. Nach 10 Kilometern beginnt der Col de la Croix de Fer: 24 Kilometer bei 5,2%. Viel Zeit bei rund 8%, unterbrochen von zwei Gefällestrecken, Passhöhe über 2.000 Meter.
Gleich zu Beginn eine Herausforderung – und es wird noch härter. Der Col du Galibier steht über seine schwerste Variante an – via Col du Télégraphe. Zuerst 11,9 Kilometer bei 7%, kurze Abfahrt.
Dann der eigentliche Galibier: 17,7 Kilometer bei 6,9%. Über weite Teile um 8%, bis auf 2.642 Meter Höhe. Brutal und sehr lang. In Woche drei kann man hier explodieren; am 20. Tag müssen die Beine perfekt sein – sonst ist alles vorher Erarbeitete in Gefahr.
Schon dort – 60 Kilometer vor dem Ziel – kann das Rennen zerfallen. Die Abfahrt ist sehr schnell, anschließend geht es zum Col de Sarenne.
2013 erstmals im Tour-Kontext, nun erstmals vor einem Etappenfinale bergauf. 12,8 Kilometer bei 7,3%, Passhöhe auf 1.999 Metern. Ein sehr harter Anstieg – vor allem wegen des Vorprogramms.
Von hier sind es noch 24 Kilometer. Nach der Abfahrt folgen wellige Kilometer, dann beginnt die Straße zur Alpe d’Huez. Gefahren werden die finalen 3,8 Kilometer – im Schnitt 6% –, ein passendes Finale für den Bergblock.

Profil Etappe 21: Thoiry Zoo Safari - Paris (Champs-Élysées)

Profil der 21. Etappe der Tour de France 2026
Etappe 21: Thoiry Zoo Safati - Paris (Champs-Élysées), 133 Kilometer
Am Schlusstag rollt das Rennen in Paris ein – traditionell spektakulär. Start ist im Thoiry Zoo Safari, dann geht es über die Pariser Vororte zum Finalkurs.
89 Kilometer vor dem Ziel wartet eine 700-Meter-Rampe mit 10%. Sie kann das Rennen öffnen und den Rennmodus zünden.
Spätestens beim Einrollen in Paris beginnt die Action. Ein Zwischensprint liegt knapp außerhalb der letzten 10 Kilometer. Danach folgen drei Runden über einen Kurs mit der kopfsteingepflasterten Butte Montmartre.
Der Kurs wurde angepasst, um die Chancen der Sprinter zu erhöhen. Der bei Olympia 2024 geadelte Kopfsteinpflaster-Anstieg hat seine Kuppe gut 10 Kilometer vor dem Ziel.
Hart genug für Unterschiede, schmal genug für Risse. Eine Attacke kann durchkommen, ein Sprint eines reduzierten Feldes ist möglich – aber nur mit sauberer Organisation in der Verfolgung.
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