EILMELDUNG | Tour-Aus für Florian Lipowitz: Deutscher kracht an Pogacars Beinahe-Sturzstelle mit der Schulter in die Bordsteinkante

Radsport
Dienstag, 21 Juli 2026 um 17:52
Deutsches Drama bei der Tour: Florian Lipowitz muss das Rennen verletzt aufgeben
Schreckmoment bei der Tour de France: Florian Lipowitz ist im Einzelzeitfahren der 16. Etappe schwer gestürzt. Der deutsche Hoffnungsträger verpasste in der technisch anspruchsvollen Abfahrt eine Kurve, wurde über sein Rad geschleudert und schlug hart auf dem Asphalt auf.
Inzwischen ist es offiziell: Lipowitz kann die Tour nicht fortsetzen.

Das Schicksal schlägt bei Lipowitz zu, während Pogacar die Kurve unbeschadet übersteht

Lipowitz landete nach einem Überschlag offenbar mit voller Wucht auf der Schulter. Anschließend blieb der Red-Bull-Bora-hansgrohe-Profi zunächst auf der Straße liegen. Wie schwer er sich verletzt hat, war unmittelbar nach dem Unfall noch nicht bekannt.
Mit hoher Geschwindigkeit fuhr Lipowitz in eine scharfe Rechtskurve, die auf die lange Gerade zum einige Kilometer entfernten Ziel führte. Doch kurz hinter dem Zebrastreifen, den er zunächst noch sicher passiert zu haben schien, nahm das Unheil seinen Lauf. Der Deutsche rutschte weg, schlitterte über den Asphalt und prallte mit der Schulter mit voller Wucht gegen die Bordsteinkante.
Der Red-Bull-Profi rappelte sich zwar schnell wieder auf, doch sofort war zu erkennen, dass die Schulter schwer getroffen worden war. Unter starken Schmerzen blieb ihm nichts anderes übrig, als das Auto des Tourarztes aufzusuchen.
Wenige Minuten später kam Tadej Pogacar an dieselbe Stelle. Sein Rad verlor sogar kurz den Kontakt zum Asphalt, dennoch konnte sich der Slowene auf dem Rad halten.
Es zeigt einmal mehr, wie nah Glück und Unglück im Radsport beieinanderliegen: Während der eine Fahrer mit unglaublichem Glück davonkommt, wird der andere vom Schicksal hart getroffen.
Video ansehen: Florian Lipowitz stürzt im Tour-Zeitfahren schwer
Das Video wird direkt auf Instagram geöffnet.

Lipowitz war auf starkem Kurs

Der Sturz ist besonders bitter, weil Lipowitz bis zu diesem Zeitpunkt ein starkes Zeitfahren gezeigt hatte. Am ersten Zwischenpunkt lag er lediglich zwei Sekunden hinter der damaligen Bestzeit von Mattias Skjelmose. Auch auf der Côte de Larringes gehörte der Deutsche zu den schnellsten Fahrern.
In der Gesamtwertung kämpft Lipowitz bei dieser Tour um eine Spitzenplatzierung. Das Zeitfahren sollte für ihn vor allem dazu dienen, den Schaden gegenüber Spezialisten wie Remco Evenepoel zu begrenzen und seine Position im Klassement zu verteidigen.
Stattdessen endete seine Fahrt in der Abfahrt mit einem heftigen Aufprall. Die Bilder ließen zunächst Schlimmes befürchten.

Sorge um den deutschen Tour-Star

Während Remco Evenepoel und Tadej Pogacar weiter um den Etappensieg kämpften, rückte das sportliche Ergebnis für Lipowitz in den Hintergrund. Entscheidend ist nun, ob der 25-Jährige seine Fahrt fortsetzen kann und welche Folgen der Sturz für seinen weiteren Tour-Verlauf hat.
Weitere Informationen zu seinem Gesundheitszustand lagen zunächst nicht vor.
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