Ally Wollaston gab zu, dass sie sich im Feld alles andere als wohl fühlte, bevor sie tief ging, um
die zweite Etappe der Women’s Tour Down Under zu gewinnen und dem Gesamtsieg sehr nahe zu kommen.
Die Fahrerin von FDJ United-Suez feierte in Paracombe den zweiten Sieg im zweiten Versuch, nachdem sie einen brutal aggressiven Tag bei extremer Hitze überstanden hatte und in den letzten Metern eines weiteren Schlussanstiegs noch an Noemi Ruegg vorbeizog.
Trotz der dominanten Ergebnisse erklärte Wollaston anschließend, dass der Tag mental und physisch sehr hart gewesen sei.
„Es fühlt sich großartig an. Ich habe mich wirklich nicht gut gefühlt. Ich habe gesagt, dass ich mich nicht gut fühle. Es war so schwer, nach vorne zu kommen. In den letzten 10 km passiert einfach etwas im Kopf, und plötzlich bin ich vorn – ich bin einfach so glücklich.“
Dem Team im Chaos vertrauen
FDJ United Suez musste erneut viel Defensivarbeit leisten, da die Angriffe schon am ersten Anstieg flogen und ein langer Solovorstoß von Wilma Aintila die Etappe zu verkomplizieren drohte. Amber Kraak übernahm einmal mehr einen Großteil der Nachführarbeit, um das Führungstrikot zu schützen.
Wollaston sagte, sie habe nur auf ihr Team vertrauen können und hoffen müssen, dass das Rennen wieder zusammenläuft. „Ich musste einfach voll an mein Team glauben bei so einer starken Ausreißergruppe. Die Mädels haben alles gegeben, und ich musste nur sitzen und hoffen, dass es zurückkommt.“
Nachdem Aintila schließlich gestellt war und keine späte Attacke mehr durchkam, entschied erneut ein bergauf Sprint die Etappe. Ruegg eröffnete, doch Wollaston hatte gerade genug übrig, um vorbeizuziehen und ihren zweiten Sieg in Folge zu holen.
Wollaston wurde am Schlussanstieg von Vorjahres-Gesamtsiegerin Ruegg hart gefordert
Die Neuseeländerin führt nun die Gesamtwertung und die Punktewertung vor der Schlussetappe an, die zweimal den Corkscrew-Anstieg enthält. „Ich freue mich auf morgen, gebe alles, was ich kann, und dann sehen wir, wie es läuft.“
Nach zwei Tagen mit Druck, Hitze und wiederholten Attacken geht Wollaston nicht nur als Gesamtführende in die letzte Etappe, sondern als die Fahrerin, die es nun für alle anderen zu schlagen gilt.