„Es ist jedes Jahr Chaos … ich liebe es einfach“: Marianne Vos nennt Paris–Roubaix als ihr großes Ziel für 2026

Radsport
Mittwoch, 14 Januar 2026 um 11:45
MarianneVos
Für Marianne Vos war 2025 eine seltsam zufriedenstellende Saison. Die legendäre Fahrerin gewann nicht so oft wie in früheren Jahren, doch dank ihrer Teamkolleginnen, allen voran Pauline Ferrand-Prévot, durfte die 38-Jährige so viele schöne Siege feiern, dass es fast fühlte, als stünde sie selbst auf dem Podium. Nächstes Jahr lautet der Plan erneut, selbst so viel wie möglich zu gewinnen, doch die Niederländerin freut sich genauso, wenn ihre Teamkolleginnen wachsen und mit Unterstützung von Vos um die größten Rennen kämpfen.

Marianne Vos zwischen eigener Jagd und Teamglück – Fokus auf Roubaix

„Insgesamt war es eine sehr besondere Saison“, reflektiert Vos in einer saisonvorausblickenden Pressemitteilung. „Die Tour de France und Paris-Roubaix waren zwei große Ziele für uns. Beide Rennen zu gewinnen, darauf können wir unglaublich stolz sein. Vor ein paar Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, Teil eines Teams zu sein, das die Tour gewinnt. Selbst zu diesem Erfolg beitragen zu können, ist enorm befriedigend.“
„Wir sind mit dem Anspruch gestartet, auf dem Podium zu landen. Pauline wirkte während der gesamten Tour scharf und kam problemlos durch die ersten Tage. In den Bergetappen wussten wir nicht genau, was uns erwartet, aber wir waren überzeugt, dass sie bereit war. Dass sie die letzten beiden Etappen und die Gesamtwertung gewann, war der perfekte Abschluss einer fantastischen Tour.“
„Wir streben immer nach dem höchsten Niveau, und kommende Saison wird das nicht anders sein. Persönlich hoffe ich, meine Bestform zu erreichen und zum Teamerfolg beizutragen. Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden.“

Besonderer Fokus auf Roubaix

Vos wird ihre Saison mit mehreren Frühjahrsklassikern eröffnen. Strade Bianche, die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix sind fest in ihrem Kalender markiert. „Einen Klassiker zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes. Alle bereiten sich akribisch auf diese Rennen vor und wollen in Topform sein“, sagt Vos, die sich besonders auf Paris-Roubaix freut. „In Roubaix herrscht jedes Jahr Chaos. Ich liebe es, dort zu fahren.“
Trotz ihrer herausragenden Karriere fehlt Vos der Sieg bei Paris-Roubaix Femmes noch in der Palmares. Hätte es das Rennen schon vor einem Jahrzehnt gegeben, wäre das vielleicht längst anders. Die späte Einführung macht es jedoch umso kniffliger für Vos, die 2025 wie schon im Vorjahr Vierte wurde und bei der Premiere 2021 Zweite.
Nun gibt es im Team jedoch einen neuen Star, und Vos könnte in Roubaix erneut eine sekundäre Rolle einnehmen. Das scheint sie allerdings nicht zu stören. „Als Titelverteidigerinnen werden alle Augen auf uns gerichtet sein. Ehrlich gesagt, denke ich, dass Pauline mit Druck sehr gut umgeht. Er gehört zum Spitzensport. Man muss mit allen möglichen externen Faktoren umgehen können.“
„Pauline weiß genau, was sie will und was sie tun muss, um ihre Ziele zu erreichen. Ihre Fokussierung und Hingabe machen sie zu einem enormen Gewinn für das Team. Sie versteht sich mit allen und inspiriert die Leute, alles für sie zu geben. Ich fahre sehr gerne an ihrer Seite und hoffe, dass wir noch viele große Momente gemeinsam erleben.“
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