Radsport-Ikone Eddy Merckx hat offen über die Herausforderungen seiner Genesung nach einer komplizierten Hüftoperation gesprochen. Im Gespräch mit Het Nieuwsblad schilderte der fünffache Tour-de-France-Sieger, wie eine seltene Komplikation seine Rehabilitation erheblich verzögerte.
"Im vergangenen Dezember wurde mir eine Titanprothese eingesetzt", erklärte Merckx. "Doch leider verband sie sich nicht wie erwartet mit dem Knochen."
Trotz regelmäßigen Trainings und intensiver Bemühungen blieben die erhofften Fortschritte aus. "Ich habe ständig trainiert, aber nichts hat sich verbessert", berichtete er ernüchtert. Erst nach eingehenden Untersuchungen stellten die Ärzte fest, dass es sich um eine extrem seltene Komplikation handelte.
"Der Arzt sagte mir, dass dies nur in vier von 10.000 Fällen passiert", so Merckx weiter.
Die Diagnose machte eine erneute, noch komplexere Operation erforderlich. "Diesmal wurde die Prothese zementiert", erklärte er. "Der Eingriff dauerte vier Stunden, aber schon am Sonntag spürte ich einen Unterschied. Ich stand auf, und alles fühlte sich sofort anders an."
Dieser Wendepunkt kam jedoch nach Monaten der Frustration. "Leider habe ich vier Monate meiner Rehabilitation verloren", resümierte Merckx. Nun bleibt zu hoffen, dass die belgische Radsport-Legende seine volle Kraft zurückgewinnt – und vielleicht bald wieder an der Strecke zu sehen sein wird.