Die Dwars door Vlaanderen findet am 2. April statt. Dieser belgische WorldTour-Klassiker ist das letzte Aufwärmrennen vor der Flandern-Rundfahrt – ein sehr wichtiger Test und ein Rennen, das viele der besten Klassikerfahrer der Welt auf die Probe stellt. Wir werfen einen Blick auf das bevorstehende Rennen.
Zwischen zwei historischen Radsportstädten, Roeselare und Waregem, findet 2025 die nächste Ausgabe der Dwars door Vlaanderen statt. Es ist ein großer Tag für die Klassikerspezialisten, besonders jetzt, da es ein WorldTour-Event ist. Es ist der einzige große Kopfsteinpflaster-Klassiker, bei dem die Ausdauer keine entscheidende Rolle spielt, da er nur 183,5 Kilometer lang ist. Dieses Rennen bietet Außenseitern und Sprintern die Möglichkeit, um den Sieg zu kämpfen, doch gleichzeitig müssen auch die Experten in Bestform sein.
Auf den letzten 120 Kilometern beginnt das hügelige Terrain. Die Anstiege sind nicht übermäßig schwer, können aber dennoch einigen Fahrern zusetzen und frühzeitige Attacken ermöglichen. Am Knokteberg (1 km; 7,6 %; noch 54 km bis zum Ziel) sollte die Action beginnen. Der mit Kopfsteinpflaster versehene Eikenberg (1,2 km; 5 %) wird ein weiterer Schlüsselmoment sein, da er der letzte Anstieg ist, der 38,5 km vor dem Ziel bewältigt werden muss.
Mit 28,5, 25, 22, 18 und 5 Kilometern verbleibender Distanz durchqueren die Fahrer fünf aufeinanderfolgende Sektoren, darunter ein kleiner Anstieg, der 9 Kilometer vor dem Ziel endet. Diese Abschnitte sind nicht extrem selektiv, doch Attacken können jederzeit erfolgen – besonders direkt nach den Kopfsteinpflastersektoren, da viele Fahrer Schwierigkeiten haben werden, sofort zu reagieren.
Die letzten 5 Kilometer sind flach. Da die Zielgerade nur 250 Meter lang ist, wird die Positionierung entscheidend sein, falls es zu einem Sprint kommt. Ein Angriff auf den letzten Metern könnte sich als erfolgversprechende Taktik erweisen, aber auch ein Massensprint ist durchaus möglich.
Das Wetter
Der starke Ostwind wird den ganzen Tag über zu spüren sein, was bedeutet, dass an mehreren Stellen das Feld auseinanderfallen könnte. Kollektive Stärke wird entscheidend sein. Ohne große Anstiege ist es definitiv ein Rennen für Attacken, und Taktik wird der Schlüssel sein. In den letzten 25 Kilometern wird meist Rückenwind herrschen, was die Angreifer stark begünstigt.
Die Positionierung war ein großes Problem für Wout van Aert, und obwohl Flandern und Roubaix seine Hauptziele sind, muss er hier etwas tun, um sich zumindest psychologisch zu stärken. Er braucht Selbstvertrauen und den Hunger nach der richtigen Position. In diesem Feld kann er angreifen und gewinnen, und es wird Druck auf ihn ausgeübt, dies zu tun. Sein Team kann mit Titelverteidiger Matteo Jorgenson definitiv gewinnen, während Tiesj Benoot eine weitere gute Option ist. Sie können mit Taktik spielen, aber es ist wahrscheinlich, dass van Aert früh die Initiative ergreifen will.
Die gleiche Taktik wie in Gent-Wevelgem: Mads Pedersen wird voll auf Angriff fahren. In seiner derzeitigen Form kann er den Unterschied ausmachen und möglicherweise solo gewinnen. Selbst in einem Sprint einer kleinen Gruppe gibt es nur wenige, die ihn schlagen können. Jasper Stuyven könnte als zusätzliche Angriffsoption dienen, während Jonathan Milan in einem Sprint eine starke Karte ist.
Juan Sebastián Molano ist eine Option für einen Sprint, aber dieses Team will und muss angreifen. Tim Wellens und Jhonatan Narváez werden an den Anstiegen versuchen, das Rennen auseinanderzuziehen und eine kleinere Gruppe zu formen. Falls das Rennen im flachen Finale noch offen ist, könnten Nils Politt und Mikkel Bjerg mit ihrer Kraft extrem gefährlich werden. Wenn sie gut positioniert sind, kann dieses Team das Rennen diktieren.
Philipsen hatte bei Gent-Wevelgem Pech mit einem Reifenschaden, als Mads Pedersen attackierte. Er scheint in Topform zu sein und könnte sogar an den Anstiegen mitgehen. Falls Kaden Groves nicht in Bestform ist, könnte das Team taktische Probleme bekommen.
Der Europameister wird es schwer haben, aber er hat viel Widerstandskraft. Falls er an den Anstiegen mithalten kann, hat er die Kraft, im Sprint um den Sieg zu kämpfen. Quick-Step hat mit Paul Magnier und Casper Pedersen weitere interessante Optionen.
Dieses Rennen ist perfekt für Solo-Attacken. INEOS Grenadiers ist ein Team, das in dieser Saison aggressiv gefahren ist und mit Joshua Tarling und Magnus Sheffield echte Siegchancen hat. Auch Fahrer wie Stefan Küng und Stefan Bissegger dürfen auf diesem Terrain nicht unterschätzt werden. Weitere potenzielle Podiumskandidaten sind:
Das Rennen wird nicht in einem klassischen Massensprint enden. Die Wetterbedingungen erschweren die Verfolgung, und mit den anwesenden Fahrern sind viele Attacken zu erwarten. Dennoch könnten einige Spitzenplätze durch einen Sprint entschieden werden. Starke Sprinter für diese Art von Rennen sind:
★★★ Mads Pedersen, Jasper Philipsen ★★ Matteo Jorgenson, Wout van Aert, Magnus Sheffield, Tim Wellens ★ Jonathan Milan, Jasper Stuyven, Tim Merlier, Joshua Tarling, Stefan Küng, Jordi Meeus, Søren Wærenskjold, Alexander Kristoff, Davide Ballerini, Biniam Girmay, Jhonatan Narváez, Nils Politt, Mikkel Bjerg, Kaden Groves
Tipp: Mads Pedersen
Wie? Sprint in kleinen Gruppen
Original: Rúben Silva
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— Dwars door Vlaanderen (@DwarsdrVlaander) March 28, 2025