Nur wenige Tage nachdem es als sicher galt, dass er das Rennen auslässt, hat
Mathieu van der Poel umgedacht und wird beim Cyclocross-Weltcup in Benidorm an den Start gehen.
Die Entscheidung wurde von seinem Team Alpecin-Premier Tech auf Instagram bestätigt. „Überraschung, Überraschung.
Mathieu van der Poel wird morgen in Benidorm doch starten. Nach einer starken Trainingswoche war der Drang zu Rennen einfach zu groß. Unser Weltmeister wird sein Führungstrikot im UCI Cyclocross World Cup verteidigen.“
Noch einen Tag zuvor klang es ganz anders. Van der Poel sollte Benidorm auslassen, um sich voll auf den weiteren Saisonaufbau zu konzentrieren. Dieser Plan ist nun verworfen – ersetzt durch einen klassischen Last-Minute-Schwenk, getragen vom Bauchgefühl statt langfristiger Planung.
Der späte Entschluss unterstreicht eine Seite Van der Poels, die Fans und Gegner gut kennen. Selbst wenn Training Priorität hat, ist der Wettkampftrieb nie weit weg. Eine gute Woche, ein Rennen um die Ecke – und die Versuchung war nicht mehr zu ignorieren.
Mehr als nur ein Trainingsrennen
Das ist kein lockerer Start und keine veredelte Trainingseinheit. Mit der Ankündigung, sein Führungstrikot zu verteidigen, macht Alpecin-Premier Tech klar: Van der Poel reist mit mehr als reinen Trainingsabsichten nach Benidorm.
Benidorm, ausgetragen im Stadtpark mit langen Schotterpassagen, gilt als trockenes, schnelles Rennen, in dem große Gruppen oft länger zusammenbleiben. Es unterscheidet sich stark von den schweren, schlammigen Duellen dieses Winters. Für Van der Poel ist das reizvoll und riskant zugleich, denn Positionierung und Reaktionsschnelligkeit zählen hier häufig mehr als pure Wattwerte.
Vom Ausfall zur Hauptrolle
Vor wenigen Tagen drehte sich bei der niederländischen Mannschaft alles um die Frage, wie sie ohne ihren größten Star zurechtkommt. Jetzt ist alles wieder auf Anfang.
Mit Van der Poel auf der Startliste wird Benidorm sofort ein anderes Rennen. Fahrer, die auf eine offene Konstellation gehofft hatten, sehen sich nun dem amtierenden Weltmeister gegenüber, der klar mit der Absicht fährt, seine Weltcup-Führung zu verteidigen.
Am Ende läuft alles auf eine einfache Wahrheit hinaus, treffend vom eigenen Team zusammengefasst. Nach einer starken Trainingswoche war der Drang zu Rennen einfach zu groß. Und im Cyclocross gilt: Wenn
Mathieu van der Poel dieses Kribbeln spürt, ändern sich Pläne.