„Wir hätten ihn in den kommenden Tagen ganz sicher noch gebraucht“ – Jonas Vingegaard über den Ausfall eines Teamkollegen

Radsport
Mittwoch, 13 Mai 2026 um 18:15
Jonas Vingegaard
Etappe 5 des Giro d’Italia endet mit einem 6-Kilometer-Anstieg à 9 % nach Viggiano, an einem Tag mit starkem Regen und über 200 Kilometern im Sattel. Auf solchem Terrain kann die Gesamtwertung aufbrechen. Jonas Vingegaard rechnet fest damit.
„Es ist natürlich immer schön, auf Sieg zu fahren. Aber wir müssen abwarten, wie viele Fahrer in die Ausreißergruppe wollen, denn es könnte ein harter Tag werden, um das Rennen zu kontrollieren“, sagte er vor dem Start der 5. Etappe zu Het Nieuwsblad.

Vingegaard warnt vor Schlüssel-Etappe nach Viggiano bei Regen und 200 Kilometern

Der Däne wusste schon vor dem Start, dass die Etappe explosiv werden könnte. Traditionell prägt die erste Bergetappe des Giro ein intensiver Kampf um die Gruppe des Tages, während Fahrer Zeit gutmachen und dem Rosa Trikot nachjagen. Das Profil lädt zu aggressivem Racing ein, die heftigen Regenschauer in den ersten Rennstunden erhöhen die Schwierigkeit zusätzlich.
Visma startete die Etappe nur mit sieben Fahrern und hat seit dem Sturz auf Etappe 2 bereits einen Ausfall zu beklagen: „Ich fühle mich schon gut. Der Giro läuft für uns ordentlich, abgesehen vom Ausstieg von Wilco [Kelderman]. Wir hätten ihn in den nächsten Tagen definitiv noch gebraucht, das ist schade.“

Heute beginnt der echte Giro

Das Gipfelfinale am Blockhaus wird die Gesamtwertung zwar endgültig sprengen, doch schon zuvor könnten Abstände entstehen. Viel hängt davon ab, was Jonas Vingegaard auf dem Weg nach Potenza vorhat.
Greift der Visma-Kapitän nicht an, könnten seine konservative Fahrweise und Vismas mannschaftliche Stärke die Angriffe der Konkurrenz im Keim ersticken. Andernfalls würde ein Vorstoß Vingegaards das Rennen schon weit vor dem Ziel in die Luft jagen.
Er schildert zudem seine Sicht auf die bulgarische Grande Partenza und erwartet, dass das Rennen mit fortschreitenden Tagen an Schärfe gewinnt. „Die ersten vier Tage liefen ziemlich gut und waren für uns relativ ruhig. Zum Glück war ich immer sicher positioniert und kam ohne Sturz durch. Ab jetzt kann der echte Giro beginnen.“
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