Team Visma | Lease a Bike zeigte auf dem Weg zum Gesamtsieg beim Giro d’Italia 2026 mit Jonas Vingegaard keine Sekunde Schwäche. Die Dominanz wirkte umso beeindruckender, weil die Neuzugänge
Davide Piganzoli und
Tim Rex Schlüsselrollen übernahmen. Der Italiener gehörte in den Bergen zu den stärksten Fahrern und rückte sogar an die Seite von Sepp Kuss als Vingegaards wichtigster Helfer. Sein belgischer Teamkollege, der in den vergangenen drei Wochen sein Grand-Tour-Debüt gab, leistete unzählige Kilometer Führungsarbeit im frühen Teil der Bergetappen.
„Das Team hat mir die Chance gegeben zu zeigen, wozu ich fähig bin, besonders in den Bergen. Die Etappe zum Blockhaus war die erste, auf der ich für Jonas einen Unterschied machen konnte“, erinnert sich Piganzoli in
von Visma gesammelten Reaktionen | Lease a Bike nach dem Giro.
Piganzoli als Vingegaards Berg-Helfer und Gesamtrang 8
Die erste Bergprüfung der Ausgabe 2026 war mit über 240 Kilometern ein echter Test der Vorbereitung. Für Visma bot sich früh die Gelegenheit zu sehen, ob es ernsthafte Herausforderer für Jonas Vingegaards GC-Ambitionen geben würde. Für Piganzoli war es das Debüt im Visma-Bergzug, dem er mit spürbarem Respekt entgegentrat.
„Ich habe Sepp gebeten, nach mir zu fahren, damit er mir anschließend sagen kann, was ich beim nächsten Mal besser machen kann. Er meinte, ich sei sehr gut unterwegs und dass ich beim nächsten Mal besser nach ihm fahren sollte, weil er mich in dem Moment stärker einschätzte. Danach haben wir die Reihenfolge getauscht. Jonas war sehr zufrieden, und das Team auch. Das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben.“
Erst die nächste Bergetappe nach Corno alla Scale zeigte Piganzolis volles Potenzial: Der 23-Jährige sprang mit Thymen Arensman mit und wurde Etappendritter.
Danach lieferte er in den Schlüsselmomenten konstant ab und belegte am Ende
Gesamtrang acht, nur eine Minute vom Weißen Trikot entfernt:
„Ich hätte mir vorher nie ausgemalt, dass es so laufen würde. Ich war ganz nah dran, das Weiße Trikot mit nach Hause zu nehmen. Zuerst war ich etwas enttäuscht, es knapp verpasst zu haben, aber ich hätte nie gedacht, dass ich so nah drankomme. Ich bin dem Team sehr dankbar, dass ich in den letzten Etappen auf das Weiße fahren durfte.“
„Ich schätze es sehr, dass mir viele zu meiner Leistung gratuliert haben. Ich denke, ich habe in den vergangenen drei Wochen gezeigt, wozu ich fähig bin. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Giro.“
Der T-Rex
Tim Rex war bislang bei jeder Grand Tour, an der er teilgenommen hat, Teil eines Teamsiegs. Eins aus eins. Und der Neo-Profi spielte dabei eine entscheidende Rolle.
„So langsam sickert es durch, aber es hat gedauert. Für mich war es ein Giro, den ich nie in meinem Leben vergessen werde. Schon meine erste Grand Tour fahren zu dürfen, war sehr besonders, aber dass es so endet, macht es zehnmal besonderer. Es hat all meine Erwartungen übertroffen.“
Jonas Vingegaard auf dem Schluss-Podium des Giro d'Italia 2026
Rex wurde in den vergangenen drei Wochen auch durch sein „Schmerzgesicht“ bekannt, doch seine Fähigkeit, die eigenen Grenzen zu verschieben, löste ein überragender Kapitän wie Jonas Vingegaard aus, für den er alles gab.
„Es ist großartig, für jemanden wie Jonas zu arbeiten. Du weißt vorher, dass du für ihn Vollgas fährst, und wenn er es dann vollendet, ist das ein besonderes Gefühl. Als Team sind wir sehr stark gefahren. Wir konnten unseren Plan jeden Tag umsetzen.“