„Wir haben nichts von Glasscherben oder Sabotage gehört“ – Le-Samyn-Organisatoren reagieren auf Behauptungen von Wout van Aert

Radsport
Mittwoch, 04 März 2026 um 14:00
HCf2-LLWQAAtPSk
Die Organisatoren von Le Samyn haben Spekulationen über Unstimmigkeiten hinter Wout van Aerts rennentscheidendem Defekt zurückgewiesen und betont, dass nach dem Rennen keinerlei Hinweise auf Sabotage zutage traten.
Van Aerts Comeback geriet tief im Finale aus den Fugen, als er innerhalb der letzten 10 Kilometer einen Plattfuß erlitt. Im Anschluss verwies der Belgier auf Glasscherben auf der Straße und stellte deren plötzliches Auftauchen auf einem Rundkurs, den das Feld bereits mehrfach absolviert hatte, als ungewöhnlich dar.
Rennleiter Ludwig De Winter erklärte, die Organisatoren hätten keinerlei Hinweise auf Unregelmäßigkeiten erhalten. „Wir haben nichts über Glasscherben oder Sabotage gehört“, sagte De Winter als Reaktion auf die Aussagen, in von Sporza wiedergegebenen Kommentaren.
Der Ex-Profi erläuterte, dass Rennleitung und lokale Behörden die Situation im Rahmen der üblichen Nachbereitung bereits geprüft hätten und zu keinem Anlass für Bedenken gekommen seien.
„Wir hatten bereits ein Debriefing mit Polizei und Sicherheitsdiensten, und es wurde nichts Verdächtiges gemeldet. Nach unserem Kenntnisstand gab es auf unserer Strecke weder einen Vorfall noch eine vorsätzliche Handlung.“

Organisatoren sehen „Rennzwischenfall“ statt Manipulation

De Winter räumte ein, dass Plattfüße bei einem Rennen wie Le Samyn nicht ungewöhnlich sind, zumal der Kurs wiederholte Passagen über Kopfsteinpflaster enthält.
„Bei einem Rennen wie der Ename Samyn Classic gibt es immer Defekte. Das war auch gestern so, vor allem auf oder direkt nach dem Pflaster. Ich denke, Wouts Platten war schlicht einem unglücklichen Zufall geschuldet.“
Er verwies zudem auf die Rennkonstellation als weiteres Argument gegen eine mögliche Einflussnahme. „Wenn es Sabotage gewesen wäre, hätte es wohl mehr als nur Van Aert getroffen.“
Stattdessen beschrieb De Winter den Vorfall als eines jener unvorhersehbaren Momente, die Rennen dieser Art oft prägen. „Es ist ein Rennzwischenfall, wie wir ihn recht häufig sehen, und für Wout persönlich besonders bitter.“

Respekt für Van Aert trotz unterschiedlicher Sicht

Obwohl er der Einschätzung widersprach, auf der Strecke sei etwas Ungewöhnliches passiert, vermied De Winter persönliche Kritik an Van Aert für das Aufwerfen dieser Möglichkeit.
„Vielleicht hat er etwas anderes wahrgenommen, doch diese Information hat uns jedenfalls nicht erreicht.“
Der Rennleiter betonte zudem seinen Respekt für den belgischen Star. „Ich bewundere persönlich sehr, wie er Rennen fährt und seine Beharrlichkeit. Seine Reaktion ändert daran gar nichts.“
Van Aerts Defekt nahm ihm letztlich die Chance, in die entscheidende Phase einzugreifen. Den Sieg holte Jordi Meeus, nachdem Vismas Teamkollege Per Strand Hagenes innerhalb des letzten Kilometers gestellt wurde.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading