Der Ruf nach mehr Sicherheit bei Radrennen ist in den letzten 12 Monaten laut und deutlich geworden, und sowohl die UCI als auch die Rennveranstalter tun ihr Bestes, um diesen Forderungen nachzukommen. Dennoch ist Sep Vanmarcke nicht sehr zufrieden mit der Entscheidung, den Kanarieberg von der Dwars doors Vlaanderen-Strecke zu entfernen, nur weil es im letzten Jahr zu einem Massensturz kam, in den unter anderem Wout Van Aert verwickelt war.
"Am Kanarieberg ist noch nie etwas passiert, was für das Rennen entscheidend war", sagte er bei Sporza Daily. Er glaubt, dass die Bedeutung dieses Sektors einfach übertrieben wird, während das Zentrum des Rennens woanders liegt: "Auf dem Oude Kwaremont war es das. Da muss man ganz vorne sein."
Was die Sicherheit angeht, so ist er mit der Arbeit der Organisatoren in Belgien zufrieden: "Der Radsport ist ein gefährlicher Sport und wir können stolz darauf sein, wie wir in unserem Land damit umgehen. Jedes Rennen hier ist extrem gut abgesichert. Davon können sie im Ausland etwas lernen. Aber bei dem Sturz in Dwars door Vlaanderen war es einfach eine Situation, in der das Rad angefasst wurde, und das wird wieder passieren", sagt Vanmarcke.
Anstatt die Strecken zu ändern, möchte der Belgier das Verhalten im Peloton und die Art und Weise, wie die Fahrer das Rennen angehen, hinterfragen. "Es ist zu einfach, von der Seitenlinie aus immer auf die Organisatoren zu schimpfen. Und es ist auch zu einfach, immer mit dem Finger auf die UCI zu zeigen", meint der ehemalige Podiumsplatzierte der Flandern-Rundfahrt.
"Ich kann sicherlich 5 Dinge aufzählen, die das Problem verbessern könnten. Nächsten Monat habe ich ein Treffen mit der UCI, wo ich meine Ideen besprechen kann. Ich weiß nicht, ob sie etwas unternehmen werden, aber dann habe ich alles selbst gemacht", sagt Vanmarcke.
"Im Auto darf man nicht auf sein Handy schauen, während die Fahrer ständig auf den Bildschirm ihres Fahrrads vor ihnen starren. Man sieht sich die Strecke auf dem Bildschirm an, aber man verpasst das Manöver eines Kollegen. Man stürzt sogar beim Bergauffahren, weil man beim Bergauffahren auf die Wattzahlen und das Display schaut. Dort werden nur Kilometer und Zeit angezeigt", denkt er laut.