Das Team Visma | Lease a Bike setzte bei Dwars door Vlaanderen voll auf Wout van Aert. Sie dominierten das Rennen und entschieden sich für ein hohes Risiko, indem sie auf einen Massensprint mit Van Aert setzten. Trotz eines 3 zu 1 Vorteils unterlagen sie jedoch Neilson Powless.
Der Rennbeginn war zügig, und es dauerte eine Weile, bis sich eine Ausreißergruppe absetzen konnte, während zahlreiche Fahrer bereits vor den herausfordernden Passagen ausstiegen. Joshua Giddings, Rasmus Sojberg Pedersen, Fabio Christen, Lewis Askey, Petr Kelemen, Ceriel Desal, Mikkel Bjerg und Taco van der Hoorn setzten sich schließlich ab.
Die entscheidende Phase des Rennens begann über 90 Kilometer vor dem Ziel, als Wout van Aert und das Team Visma in die Führung gingen und das Peloton in mehrere Gruppen teilten. Trotz starker Konkurrenz gelang es dem niederländischen Team, sich heute besser zu positionieren – ein Aspekt, der im Frühjahr noch als Schwachpunkt galt.
Bjerg und Pedersen hielten sich an der Spitze, begleitet von Neilson Powless, Joshua Tarling und Fabio van den Bossche. Zu dieser Fünfergruppe stießen bald die Visma-Fahrer Wout van Aert, Matteo Jorgenson und Tiesj Benoot hinzu. Visma sprengte das Peloton regelrecht vor und während des Anstiegs zum Berg ten Houte und schloss zur Spitzengruppe auf. Auf dem nächsten Anstieg setzte sich das Trio mit Neilson Powless ab.
Mads Pedersen und Magnus Sheffield waren die Hauptakteure, die versuchten, den Anschluss zu finden, allerdings ohne Erfolg. Während hinten der Kampf um die Top-5-Plätze sehr taktisch geführt wurde, entschied sich das Rennen vorne zwischen vier Fahrern in einem Finale, das an den Omloop Het Nieuwsblad 2015 erinnerte, als Sky's Ian Stannard von drei Quick-Step-Fahrern begleitet wurde.
Dieses Mal verzichteten die Visma-Fahrer jedoch auf Attacken. Es war eine riskante Strategie, doch es schien, dass das Team auf einen Sprinterfolg von Wout van Aert setzte, der auf dem Papier der stärkste Sprinter war. Jorgenson und Benoot griffen nicht an, sondern bereiteten Van Aert den Sprint vor. Doch in den letzten Metern trat das befürchtete Szenario ein: Der Amerikaner Powless überholte Van Aert im Endspurt und sicherte sich den größten Sieg seiner Karriere.
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