„Es ist noch zu früh zu sagen, wann er zurückkehren könnte“ – Weiter kein Zeitplan für Tom Pidcocks Rückkehr, Q36.5-Teamchef gibt Verletzungsupdate

Radsport
Donnerstag, 02 April 2026 um 11:00
Tom Pidcock
Tom Pidcocks dramatischer Sturz in eine Schlucht bei der Katalonien-Rundfahrt hat in den Tagen danach eine neue Dimension bekommen: Sein Team bestätigt, dass es weiterhin keinen klaren Zeitplan für sein Comeback gibt, da das volle Ausmaß der Verletzungen unklar bleibt.
Der Brite hatte sich zunächst als „sehr glücklich“ beschrieben, nachdem er in einer Abfahrt übers Ziel hinausschoss, von der Straße abkam und aus dem Blickfeld verschwand, bevor er zurückkehrte und die Etappe beendete. Damals stand vor allem die Erleichterung im Raum, dass er schwere Verletzungen vermieden hatte. Dieses Bild hat sich seitdem gewandelt.
Zwar konnte Pidcock die 5. Etappe fortsetzen, anschließende Untersuchungen zeigten jedoch eine Schädigung des rechten Knies. Die Genesung steckt noch in den Anfängen, weitere Abklärungen sind nötig, bevor belastbare Schlüsse möglich sind.
Gegenüber Domestique unterstrich Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team-Manager Doug Ryder, wie offen die Lage bleibt. „Es gibt derzeit keine klare Vorstellung oder Einschätzung, wann er wieder auf dem Rad sitzt oder Rennen fahren kann“, sagte Ryder.
Aktuell geht es weniger um ein Rückkehrdatum als darum, die Schwellung zu reduzieren, die eine vollständige Beurteilung bislang verhindert. „Wir versuchen, die Flüssigkeit aus dem Knie zu bekommen und die Schwellung zu senken – all diese Dinge, daher müssen wir abwarten“, erklärte er. „Wenn die Schwellung zurückgeht, können wir die CT-Aufnahmen nutzen, um mehr Details zu verstehen.“

Vom glimpflichen Ausgang zur ungewissen Genesung

Der Kontrast zum unmittelbaren Nachspiel des Sturzes ist deutlich. Pidcock konnte wieder aufsitzen, das Rad wechseln und trotz der Wucht des Abflugs ins Ziel fahren. Er war von der Straße abgekommen und außer Sicht, einzig die Funkverbindung half, sein Team über seinen Standort zu informieren.
Nun rücken die langfristigen Folgen in den Fokus. „Da gab es ein Trauma, aber es hängt alles davon ab, wie der Körper reagiert. Wir müssen abwarten“, ergänzte Ryder. „Wir sind lieber etwas vorsichtiger.“
Diese Vorsicht macht sein kurzfristiges Programm unsicher. Die Ardennen-Klassiker rücken näher, doch es ist offen, ob er rechtzeitig fit wird. „Es ist zu früh für eine Aussage“, sagte Ryder. „Wir haben beide Szenarien vorbereitet, aber es ist zu früh zu sagen, wann er zurück sein könnte.“
Tom Pidcock bei der Katalonien-Rundfahrt 2026
Tom Pidcock bei der Katalonien-Rundfahrt 2026
Über Pidcocks persönlichen Fall hinaus hat der Sturz die Aufmerksamkeit auf die Fahrersicherheit geschärft. Nachdem er von der Straße abgekommen und in eine Schlucht gestürzt war, war er für den Tross nicht sichtbar, das Teamauto lag zu diesem Zeitpunkt mehr als einen Kilometer zurück.
„Unser Teamauto war 1,2 km die Straße runter – das ist ein Hinweis, dass wir alle gemeinsam einen besseren Job machen müssen“, sagte Ryder und verwies auf laufende Diskussionen über den möglichen Einsatz von GPS-Tracking.
Vorerst bleibt die Genesung Priorität. Pidcocks Rückkehrtermin ist weiter offen – nach einem Crash, der zunächst wie ein glücklicher Ausgang wirkte, sich inzwischen aber zu einer ungewissen Situation entwickelt hat.
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