„Sollte Remco Evenepoel bei Paris–Roubaix fahren? Dieses Rennen könnte ihm noch besser liegen“ – Flandern-Debüt entfacht neue Debatte über die Zukunft des Belgiers

Radsport
Donnerstag, 02 April 2026 um 10:30
Remco Evenepoel
Remco Evenepoel ist die Flandern-Rundfahrt noch nicht gefahren, doch im belgischen Fernsehen wurde bereits gefragt, ob seine Zukunft auf dem Kopfsteinpflaster noch weiter reichen könnte.
Im Nachgang von Dwars door Vlaanderen, wo Red Bull - BORA - hansgrohe in einem hektischen Finale, das schließlich Filippo Ganna gewann, durchgehend prägend auftrat, nutzte Karl Vannieuwkerke Evenepoels nun bestätigtes Flandern-Debüt, um das Gespräch über den Sonntag hinaus zu weiten. „Sollte Evenepoel eigentlich nach Roubaix? Dieses Rennen könnte ihm noch besser liegen“, fragte er in der Sporza-Nachbesprechung.
Das ergab sich direkt aus dem Gesehenen. Red Bull agierte über das gesamte Rennen aktiv, mit mehreren Fahrern in den entscheidenden Phasen.
„Was wird Remco Evenepoel beim Zuschauen gedacht haben? Dass man die Flandern-Rundfahrt mit einem besseren Team kaum bestreiten kann?“, fragte Vannieuwkerke. „Ich denke schon“, erwiderte Jose De Cauwer.

Stärkere Unterstützung als erwartet

De Cauwer verwies auf das, was ihm bei Dwars door Vlaanderen am meisten auffiel, und hob das Niveau innerhalb der Mannschaft hervor. „Ich habe heute Dinge von Gianni Vermeersch gesehen, die ich so noch nie von ihm gesehen habe“, sagte er. „Er fährt stark und, wie immer, liest er das Rennen sehr aufmerksam. Das ist eine starke Mannschaft, auch mit den Van-Dijke-Brüdern.“
Evenepoels Vorstoß in die Kopfsteinpflaster-Monumente hat Fragen nach der Unterstützung um ihn herum aufgeworfen – in Rennen, die von Positionierung und Kollektivstärke geprägt sind. Der Auftritt am Mittwoch lieferte eine klare Hinweis darauf, was ihm in Flandern zur Verfügung stehen wird.
Zugleich gab es einen Seitenblick darauf, wie unwahrscheinlich das Ganze von außen nach Monaten der Dementis gewirkt hatte. „Ich glaube, es laufen Wetten um Sekt von Leuten, die denken, Evenepoels Pläne seien ein Aprilscherz, aber jemand wird zahlen müssen“, ergänzte De Cauwer.

Von Flandern zur größeren Kopfsteinpflaster-Frage

Die Roubaix-Frage wurde nicht als fester Plan formuliert, spiegelt aber wider, wie schnell sich die Debatte verschiebt, sobald Evenepoel in diesem Umfeld verortet ist. Wenn Red Bull Dwars door Vlaanderen mit dieser Präsenz bestreiten kann und wenn Evenepoel mit dieser Rückendeckung zur Flandern-Rundfahrt anreist, richtet sich der Fokus nicht mehr nur auf sein Debüt. Das Gespräch dreht sich bereits darum, was folgen könnte.
De Cauwer schloss, indem er den Blick zurück auf den Sonntag lenkte. „Es lebe die Flandern-Rundfahrt.“
Das bleibt der unmittelbare Test. Doch dass Roubaix überhaupt ins Spiel gebracht wurde, unterstreicht, wie schnell die Erwartungen an Evenepoels Rolle auf dem Pflaster wachsen.
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