Soren Waerenskjold fährt im chaotischen Finale aufs Podium bei Dwars door Vlaanderen

Radsport
Mittwoch, 01 April 2026 um 22:30
sorenwaerenskjold
Das Finale von Dwars door Vlaanderen 2026 war spektakulär. Inmitten des ständigen Attackierens schien Soren Waerenskjold fast wie im Vorjahr bei der Omloop Het Nieuwsblad zum Sieg zu steigen. Diesmal aber musste der Uno-X Mobility-Sprinter den Angreifern Filippo Ganna und Wout Van Aert den Vortritt lassen – Platz drei war das Maximum.
„Ich bin wirklich zufrieden“, sagte Waerenskjold nach dem Rennen gegenüber Cycling Pro Net. „Ich bin hinten im Feld ein bisschen mein eigenes Rennen gefahren, war also nicht mit den Jungs vorne. Auf den flachen Abschnitten fühlten sich die Beine gut an, aber nicht an den Anstiegen… Als Wout am Eikenberg ging, habe ich etwas rausgenommen. Dann habe ich einfach versucht, mein eigenes Tempo zu fahren und so viel wie möglich für den Sprint zu sparen.“
Topfavorit Wout Van Aert lieferte eine enorme Schlussoffensive, nachdem er 40 Kilometer vor dem Ziel attackiert hatte, und hielt das Feld tatsächlich auf Distanz – doch Filippo Gannas Beschleunigung im letzten Kilometer war für den Belgier zu viel. Glaubte Waerenskjold angesichts dieser Konstellation dennoch an einen Sprint um den Sieg?
„Ich dachte, es würde so kommen, aber im Peloton fehlten vielleicht ein, zwei Fahrer, die stark genug waren, alles zusammenzuführen. Ehrlich gesagt habe ich aber nicht groß darauf geachtet, was passiert. Ich habe mich auf mich konzentriert, wollte vor der letzten Kurve okay positioniert sein. Vielleicht war ich etwas zu weit hinten, aber zum Glück spielte das am Ende keine Rolle.“

Arbeit bleibt

Es ist nicht der erhoffte Sieg, aber das Podium ist ein klarer Sprung nach vorn gegenüber Rang 45 bei Middelkerke–Wevelgem und Platz 65 bei der Omloop. Eine Woche vor Paris–Roubaix ist die Form noch nicht da, wo Waerenskjold sie haben möchte, doch der Motor läuft sich warm.
„Ich hätte gerne etwas bessere Kletterbeine, denn wenn die Beine zumachen, kribbelt es in Armen und Beinen und überall. Ich hoffe, noch ein bisschen in Form zu kommen, aber ich kann mich nicht beklagen. Ich habe heute das Maximum aus dem rausgeholt, was ich hatte, und darüber bin ich froh“, schloss der Norweger.
Sein nächster Start ist die Flandern-Rundfahrt, doch der Fokus des 26-Jährigen liegt klar auf der Hölle des Nordens eine Woche später.
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