Das wellige Profil der 10. Etappe der Vuelta a España 2026 versprach einen spannenden Renntag. Und obwohl das Finale diesem Anspruch gerecht wurde, wurde der Großteil des Tages in hohem Tempo, aber ohne große Aktionen gefahren. Diese Entwicklung überraschte den
Bergwertungsführenden Santiago Buitrago nicht.
Die Gruppe des Tages setzte sich kurz nach dem Start in Alcaraz ab. Eine Siebenergruppe formierte sich, baute jedoch nie einen nennenswerten Vorsprung auf das Peloton auf, das ihren Ausflug 5 Kilometer vor dem Ziel beendete und so den Sprint um den Sieg vorbereitete. Das wäre beinahe gescheitert, als Yevgeniy Fedorov und Xabier Azparren attackierten, doch am Ende war es
Bastien Tronchon, der jubelte – sein erster Grand-Tour-Etappensieg.
„Wir dachten, es würde schwer für die Ausreißer werden; am Ende ging die Gruppe zwar schnell weg, aber sofort machten das Team Visma - Lease a Bike und Cofidis so viel Tempo, dass es dem Peloton alles andere als angenehm war“, erklärte der
Bahrain - Victorious-Profi anschließend.
Harter Wiedereinstieg
Eine Etappe mit knapp 2.700 Höhenmetern bei einem Schnitt von fast 45 km/h zu beenden – das ist nicht gerade der warme Empfang, den sich die meisten Fahrer für die erste Etappe nach dem Ruhetag vorgestellt hatten.
„Das war eine Etappe, die uns die Beine schmerzen lässt – ein guter Wiedereinstieg in die Vuelta. Manchmal ist es schwer, wieder in den Tritt zu kommen, aber mit so einem Tag wie heute bist du schnell wieder drin.“
Was Buitragos Position im gepunkteten Trikot angeht, gehörte der heutige Tag zu den ruhigeren mit wenigen Punkten im Angebot, und auch die
anstehende 11. Etappe wird diesbezüglich kaum anders. Der Kolumbianer kann daher Kräfte für den Donnerstag sparen, wenn zwei Bergwertungen der 1. Kategorie warten.