Vuelta a España 2026 Etappe 21 Vorschau, Profil, Favoriten & Prognose – Explosiver Schlussrundkurs könnte Kampf ums Rote Trikot oder Visma-Sieg bringen
Radsport
Die Vuelta wurde erstmals 1935 ausgetragen und umfasste damals 14 Etappen. Die ersten beiden aufeinanderfolgenden Austragungen gewann der Belgier Gustaaf Deloor, ehe das Rennen für fünf Jahre pausierte. Seit 1955 wird „La Vuelta“ ohne Unterbrechung veranstaltet und bildet gemeinsam mit dem Giro d'Italia und der Tour de France die dritte Grand Tour. Bis heute genießt sie als letzter Grand-Tour-Höhepunkt der Saison hohes Ansehen.
Namen wie Jacques Anquetil, Raymond Poulidor, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Pedro Delgado, Sean Kelly, Tony Rominger und Jan Ullrich prägen die lange Siegerliste des Rennens. Die Rekordsieger sind aktuell Roberto Heras und Primoz Roglic, die sämtliche ihrer Vuelta-Titel im 21. Jahrhundert errungen haben.
Die meisten spanischen Topfahrer der vergangenen Jahrzehnte konnten die Vuelta für sich entscheiden, darunter Alejandro Valverde und Alberto Contador. Letzterer war 2014 der jüngste Heimsieger. Auch Fahrer wie Vincenzo Nibali, Nairo Quintana, Chris Froome und Remco Evenepoel haben die Vuelta als prägende Profis ihrer jeweiligen Generation in ihre Palmarès aufgenommen.
2025 feierte Jonas Vingegaard seinen ersten Gesamtsieg bei der Vuelta und setzte sich vor Joao Almeida und Tom Pidcock durch. 2026 will Tadej Pogacar Geschichte schreiben und die Vuelta gewinnen. Damit würde er sich in den erlesenen Kreis jener Profis einreihen, die alle drei Grand Tours für sich entscheiden konnten.
Vuelta a Espana 2026 Strecke und Etappen
| Etappe | Datum | Start | Ziel | Distanz (km) | Etappentyp |
| 1 | 22.08.2026 | Monaco | Monaco | 9.4 | Einzelzeitfahren |
| 2 | 23.08.2026 | Monaco | Manosque | 214 | Hügelig |
| 3 | 24.08.2026 | Gruissan - Aude | Font Romeu | 174 | Gebirgig |
| 4 | 25.08.2026 | Andorra la Vella | Andorra la Vella | 106 | Gebirgig |
| 5 | 26.08.2026 | Falset | Roquetes | 173 | Hügelig |
| 6 | 27.08.2026 | Alcossebre | Castelló | 177 | Hügelig |
| 7 | 28.08.2026 | Vall d'Alba | Aramón Valdelinares | 149 | Gebirgig |
| 8 | 29.08.2026 | Puçol | Xeraco | 171 | Flach |
| 9 | 30.08.2026 | La Vila Joiosa / Villajoyosa | Alto de Aitana | 188 | Gebirgig |
| 10 | 01.09.2026 | Alcaraz | Elche de la Sierra | 185 | Hügelig |
| 11 | 02.09.2026 | Cartagena | Lorca | 153 | Flach |
| 12 | 03.09.2026 | Vera | Calar Alto | 166 | Gebirgig |
| 13 | 04.09.2026 | Almuñécar | Loja | 192 | Hügelig |
| 14 | 05.09.2026 | Jaén | Sierra de la Pandera | 155 | Gebirgig |
| 15 | 06.09.2026 | Palma del Río | Córdoba | 180 | Hügelig |
| 16 | 08.09.2026 | Cortegana | La Rábida / Palos de la Frontera | 181 | Flach |
| 17 | 09.09.2026 | Dos Hermanas | Sevilla | 185 | Flach |
| 18 | 10.09.2026 | El Puerto de Santa María | Jerez de la Frontera | 32.1 | Einzelzeitfahren |
| 19 | 11.09.2026 | Vélez-Málaga | Peñas Blancas, Estepona | 210 | Gebirgig |
| 20 | 12.09.2026 | La Calahorra | Collado del Alguacil | 187 | Gebirgig |
| 21 | 13.09.2026 | Carrefour Granada | Granada | 112 | Hügelig |
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Vorschau auf die 21. Etappe der Vuelta a España 2026
Die Schlussetappe verspricht eine interessante Renndynamik. Nach einem unglaublich harten Tag und einer insgesamt extrem heißen Rundfahrt macht sich die Müdigkeit im Peloton deutlich bemerkbar. Einige Fahrer beenden die Vuelta in hervorragender Form, während andere sich nur noch bis ins Ziel zu schleppen scheinen.
Visma hat bei dieser Vuelta bereits zahlreiche Siege eingefahren – mehr als genug –, doch auch auf der letzten Etappe hat das Team erneut gute Chancen. Der Anstieg ist explosiv und ich denke, dass Wout Van Aert dort in der Lage sein wird, praktisch jede Attacke mitzugehen. Genau darauf dürfte die Taktik ausgerichtet sein, während Matthew Brennan ebenfalls sehr gut klettert und noch dabei sein sollte, falls das Feld wieder zusammenläuft. Nicht einfach umzusetzen, aber auf dem Papier ein klarer Plan.
Kommt es zu einem Sprint, könnten Fahrer wie Magnus Cort Nielsen, Pau Miquel, Thibau Nys, Alessandro Romele, Bastien Tronchon und vielleicht sogar Bryan Coquard eine wichtige Rolle spielen.
Attacken sind jedoch zu erwarten und auf diesem Parcours praktisch garantiert. Fahrer wie Nys und Miquel könnten selbst die Offensive suchen, doch noch interessanter sind diejenigen, die weiterhin auf einen Etappensieg bei dieser Vuelta warten. Richard Carapaz, Santiago Buitrago oder Tobias Halland Johannessen gehören dabei zu den Namen, die man im Auge behalten sollte. Auf diesem explosiven Finale kann sich schnell ein äußerst offensives Rennen entwickeln.
Prognose für die 21. Etappe der Vuelta a España 2026
*** Matthew Brennan, Wout Van Aert, Magnus Cort Nielsen
** Pau Miquel, Thibau Nys, Alessandro Romele
* Enric Mas, Eddie Dunbar, Axel Laurance, Ramses Debruyne, Tobias Halland Johannessen, Primoz Roglic, Bastien Tronchon, Bryan Coquard, Richard Carapaz, Santiago Buitrago
Tipp: Matthew Brennan
Wie: Sprint aus einem kleinen Hauptfeld.
Profil Etappe 21: Granada - Granada (Alhambra)

Granada - Granada (Alhambra), 112 Kilometer
Nach dem Erfolg der Tour de France mit einem finalen Rundkurs samt Anstieg schlägt die Vuelta a España denselben Weg ein – allerdings mit einer anspruchsvolleren Schlussetappe.
Die Klassementfahrer dürfen sich am letzten Renntag also nicht zu früh in Sicherheit wiegen. Die Vuelta endet in Granada auf einem Rundkurs, der vier Auffahrten zur berühmten Alhambra unmittelbar außerhalb des Stadtzentrums beinhaltet.
Die Etappe ist kurz, verspricht im Finale jedoch ein äußerst explosives Rennen. Der Anstieg auf dem Rundkurs ist 2,1 Kilometer lang und durchschnittlich 6,6 Prozent steil. Seine Kuppe passiert das Peloton 40, 28, 18 und schließlich 8 Kilometer vor dem Ziel.
Dieser Effort kommt vor allem den Klassiker-Spezialisten entgegen, doch auch die Klassementfahrer bleiben im Spiel. Möglich ist sowohl der Sprint einer reduzierten Gruppe als auch ein erfolgreicher Vorstoß einer kleinen Gruppe, die den Etappensieg anschließend auf den Straßen Granadas unter sich ausmacht.
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Vorschau Gesamtwertung Vuelta a Espana 2026
Die Vuelta a España 2026 verspricht einen interessanten Kampf um die Gesamtwertung. Mit Tadej Pogačar steht zwar ein klarer Topfavorit am Start, doch hinter dem Slowenen ist das Rennen völlig offen. Mehrere Fahrer dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf das Podium machen, während die letzte Grand Tour der Saison traditionell auch für Überraschungen gut ist.
Tadej Pogačar – Der Kapitän von UAE Team Emirates-XRG ist selbstverständlich der große Favorit auf den Gesamtsieg. Nach der Tour de France schaltete Pogačar bewusst einen Gang zurück. Er verbrachte weniger Zeit auf dem Rad und nutzte die Gelegenheit, sich sowohl körperlich als auch mental zu erholen. Deshalb wird nicht unbedingt erwartet, dass er bereits in absoluter Topform zur Vuelta kommt. Allerdings dürfte das auch für einige andere Fahrer gelten, die zuvor die Tour bestritten haben.
Auf dem Papier steht der Slowene dennoch eine Stufe über der Konkurrenz. Bleibt er von Stürzen, Krankheiten oder anderen Rückschlägen verschont, ist ein weiterer Grand-Tour-Sieg sehr wahrscheinlich. Mit João Almeida bringt UAE einen weiteren starken Klassementfahrer an den Start, auch wenn nach einem schwierigen Jahr Fragezeichen hinter seiner Form stehen. Die Mannschaft um Pogačar ist weniger dominant besetzt als bei der Tour, sollte aber stark genug sein, um das Rennen für ihren Kapitän zu kontrollieren.
Felix Gall – Der Österreicher von Decathlon gehört zu den wichtigsten Herausforderern Pogačars. Gall wurde Zweiter beim Giro d'Italia und musste sich auf den Bergetappen jeweils nur Jonas Vingegaard geschlagen geben. Genau diese Kombination aus Kletterstärke und Konstanz benötigt ein Fahrer, der drei Wochen lang um den Sieg bei einer Grand Tour kämpfen möchte.
Dass Gall Pogačar unter normalen Umständen schlagen kann, ist nicht unbedingt zu erwarten. Sollte der Slowene jedoch einen schlechten Tag erwischen oder mit größeren Problemen zu kämpfen haben, könnte Gall einer der ersten Fahrer sein, die davon profitieren. Der Österreicher hat seine Vorbereitung vollständig auf die Vuelta ausgerichtet und seine starke Form mit dem Gesamtsieg bei der Vuelta a Burgos unterstrichen. Zudem beinhaltet die diesjährige Strecke einige extrem schwere Bergetappen, die ihm hervorragend liegen sollten. Mit einer starken Klettermannschaft an seiner Seite verfügt Gall außerdem über die nötige Unterstützung, um seine direkten Konkurrenten im Kampf um das Podium unter Druck zu setzen.
Oscar Onley – INEOS Grenadiers hatte Onley ursprünglich als Kapitän für die Tour de France vorgesehen, doch ein Sturz im Vorfeld verhinderte seinen Start. Bei der Vuelta a Burgos zeigte der Brite anschließend, dass seine Form wieder auf dem gewünschten Niveau ist.
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Onley verfügt über eine interessante Mischung aus Explosivität und Kletterstärke. Er kann auf kurzen und steilen Anstiegen glänzen, hält sich aber gleichzeitig auch im Hochgebirge hervorragend. Damit gehört er zu den ernsthaften Anwärtern auf das Podium. INEOS dürfte darüber hinaus verstärkt auf Etappensiege setzen, nachdem die Mannschaft die Tour de France ohne Tageserfolg beendet hatte.
Mattias Skjelmose – Die Saison des Dänen verlief anders als ursprünglich geplant. Lidl-Trek hatte Skjelmose zunächst die Kapitänsrolle beim Giro d'Italia zugesichert, letztlich wurde er dort jedoch nicht eingesetzt. Anschließend sollte er bei der Tour de France als Co-Kapitän oder wichtiger Helfer für Juan Ayuso fungieren. Skjelmose fuhr allerdings selbst die beste Grand Tour seiner Karriere und belegte einen starken sechsten Gesamtrang.
Diese Leistung brachte ihm die verdiente Kapitänsrolle bei der Vuelta ein. Seine Form stimmt und mit Mads Pedersen verfügt Lidl-Trek über eine Mannschaft, die besonders auf hügeligen und explosiven Etappen gefährlich werden kann. Auffällig ist allerdings, dass Carlos Verona kurzfristig aus dem Aufgebot genommen wurde, um bei einem anderen Rennen zu starten. Der Spanier hätte normalerweise als einer der wichtigsten Helfer Skjelmoses in den Bergen fungieren können. Diese Entscheidung wirft daher gewisse Fragen hinsichtlich der Prioritäten von Lidl-Trek bei dieser Vuelta auf.
Primož Roglič – Der viermalige Vuelta-Sieger bleibt ein schwer einzuschätzender Faktor. Roglič hat 2026 bislang nicht das Niveau gezeigt, das nötig scheint, um erneut ernsthaft um den Gesamtsieg zu kämpfen. Hinzu kommt ein kürzlicher Sturz, der weitere Fragezeichen hinter seiner Form hinterlassen hat.
Dennoch sollte man Roglič bei der Vuelta niemals vollständig abschreiben. Das typische Profil der spanischen Rundfahrt mit vielen kurzen, explosiven Anstiegen und Zielankünften, bei denen Bonussekunden zu holen sind, lag ihm in der Vergangenheit nahezu perfekt. Das erklärt auch, warum er das Rennen bereits viermal gewinnen konnte. Ein Podiumsplatz und ein Etappensieg erscheinen diesmal realistischer als das Rote Trikot, doch selbst dafür muss der Kapitän von Red Bull-BORA-hansgrohe sein bestes Niveau erreichen. Da seine Unterstützung im Hochgebirge nicht zu den stärksten im Feld gehört, wird Roglič zudem vieles selbst lösen müssen.
Richard Carapaz – Der Ecuadorianer beendete die Tour de France in beeindruckender Verfassung. In der letzten Woche gewann Carapaz zwei Etappen und sicherte sich zudem das Bergtrikot. Damit zeigte er, dass er sich hervorragend an die aggressive Fahrweise des modernen Profiradsports angepasst hat.
Sein starkes Tour-Finale macht ihn automatisch zu einem interessanten Kandidaten für die Vuelta. Der explosive Charakter vieler spanischer Etappen kommt Carapaz traditionell entgegen und diesmal konzentriert er sich vollständig auf die Gesamtwertung. EF Education-EasyPost hat möglichst viele starke Kletterer um seinen Kapitän versammelt, auch wenn die Unterstützung auf dem Papier etwas schwächer erscheint als bei einigen direkten Konkurrenten.
Visma | Lease a Bike geht mit einem sehr vielseitigen Aufgebot an den Start. Die Mannschaft hat sowohl Sprints als auch Etappensiege im Blick, verfügt gleichzeitig aber über mehrere Fahrer, die sich in der Gesamtwertung zeigen können.
Vuelta-Sieger von 2023 Sepp Kuss nimmt bereits seine dritte Grand Tour der Saison in Angriff. Das klingt nach einer enormen Belastung, doch der Amerikaner hat sich bewusst dafür entschieden. Er ist motiviert und beendete die Tour de France zudem mit hervorragenden Beinen. Kann er dieses Niveau konservieren, gehört Kuss zu den stärkeren Kletterern dieser Vuelta.
Darüber hinaus dürften auch Jørgen Nordhagen und vor allem Ben Tulett Freiheiten erhalten. Tulett zeigte bereits im vergangenen Jahr, dass ihm die spanische Grand Tour hervorragend liegt. Visma trägt zudem nicht die Verantwortung, das Rennen kontrollieren zu müssen. Dadurch kann die Mannschaft offensiv fahren, Fahrer in Ausreißergruppen platzieren und diese später als taktische Helfer für ihre Klassementfahrer nutzen.
Movistar bringt ein starkes Aufgebot an den Start und wird gezielt nach Etappensiegen suchen, verfügt gleichzeitig aber über zwei interessante Optionen für die Gesamtwertung.
Enric Mas hat in dieser Saison noch nicht das Niveau erreicht, das er sich erhofft hatte. Auch beim Giro d'Italia hatte der Spanier mit Problemen zu kämpfen. Die Vuelta ist jedoch traditionell die Grand Tour, bei der Mas seine besten Leistungen zeigt. Bei der Vuelta a Burgos präsentierte er sich zuletzt zudem in guter Verfassung. Ein Platz unter den besten Zehn scheint deshalb durchaus möglich.
Auch Cian Uijtdebroeks erhält eine neue Chance. Der Belgier musste die Tour de France krankheitsbedingt aufgeben und kann in Spanien nun einen zweiten Versuch unternehmen, seine Ambitionen in der Gesamtwertung zu verwirklichen.
Hinter Pogačar ist der Kampf um die Gesamtwertung ausgesprochen offen. Bei einigen Fahrern ist sogar denkbar, dass sie ihre Klassementambitionen bereits nach wenigen Tagen aufgeben. Sollte Pogačar früh einen großen Vorsprung herausfahren und der Gesamtsieg außer Reichweite geraten, könnten einige Außenseiter ihren Fokus stattdessen vollständig auf Etappensiege verlagern.
Hinzu kommt, dass die Vuelta die letzte Grand Tour des Jahres ist. Die Vorbereitung unterscheidet sich deshalb stark von Fahrer zu Fahrer. Einige kommen direkt aus der Tour de France, andere hatten eine längere Trainingsphase. Manche absolvierten ein Höhentrainingslager, andere konzentrierten sich vor allem auf die Regeneration. Dadurch können die Kräfteverhältnisse stärker vom üblichen Leistungsniveau abweichen als bei anderen Rennen.
Santiago Buitrago, Tobias Halland Johannessen und Valentin Paret-Peintre sind drei Fahrer, die in Bestform sogar in Richtung Top fünf schauen können. Alle drei haben in diesem Jahr bereits starke Leistungen in den Bergen gezeigt. Die entscheidende Frage ist, ob sie dieses Niveau über drei Wochen hinweg konstant abrufen können. Gleichzeitig besteht bei allen die Möglichkeit, den Fokus auf Etappensiege zu verlagern, sollte die Gesamtwertung früh außer Reichweite geraten.
Soudal Quick-Step hat außerdem Mikel Landa im Aufgebot. Nach seinem Beckenbruch im April hat der erfahrene Baske allerdings noch nicht wieder das Niveau erreicht, das nötig wäre, um ernsthaft um die Spitzenplätze der Gesamtwertung zu kämpfen.
Pinarello verfügt mit David de la Cruz über einen möglichen Kandidaten für die Top zehn, sofern er erneut die Beine zeigt, die er bereits beim Giro d'Italia hatte. Astana konzentriert sich in erster Linie auf Etappensiege, bringt mit Lorenzo Fortunato, Harold Tejada und Cristián Rodríguez aber gleich drei Fahrer mit, die ebenfalls auf die Gesamtwertung fahren könnten. Die Chancen stehen gut, dass sich mindestens einer von ihnen im Laufe der drei Wochen im Kampf um die vorderen Plätze festsetzen kann.
Prognose Gesamtwertung Vuelta a Espana 2026
*** Tadej Pogacar
** Felix Gall, Oscar Onley, Mattias Skjelmose, Primoz Roglic, Richard Carapaz
* João Almeida, Sepp Kuss, Jorgen Nordhagen, Ben Tulett, Enric Mas, Cian Uijtdebroeks, Santiago Buitrago, Tobias Johannessen, Cristián Rodríguez, Valentin Paret-Peintre
Pick: Tadej Pogacar
Siegerliste Vuelta a Espana
| Jahr | 1. | 2. | 3. |
| 2025 | Jonas Vingegaard | João Almeida | Tom Pidcock |
| 2024 | Primož Roglič | Ben O'Connor | Enric Mas |
| 2023 | Sepp Kuss | Jonas Vingegaard | Primož Roglič |
| 2022 | Remco Evenepoel | Enric Mas | Juan Ayuso |
| 2021 | Primož Roglič | Enric Mas | Jack Haig |
| 2020 | Primož Roglič | Richard Carapaz | Hugh Carthy |
| 2019 | Primož Roglič | Alejandro Valverde | Tadej Pogačar |
| 2018 | Simon Yates | Enric Mas | Miguel Ángel López |
| 2017 | Chris Froome | Vincenzo Nibali | Ilnur Zakarin |
| 2016 | Nairo Quintana | Chris Froome | Esteban Chaves |
| 2015 | Fabio Aru | Joaquim Rodríguez | Rafał Majka |
| 2014 | Alberto Contador | Chris Froome | Alejandro Valverde |
| 2013 | Chris Horner | Vincenzo Nibali | Alejandro Valverde |
| 2012 | Alberto Contador | Alejandro Valverde | Joaquim Rodríguez |
| 2011 | Chris Froome | Bradley Wiggins | Bauke Mollema |
| 2010 | Vincenzo Nibali | Peter Velits | Joaquim Rodríguez |
| 2009 | Alejandro Valverde | Samuel Sánchez | Cadel Evans |
| 2008 | Alberto Contador | Levi Leipheimer | Carlos Sastre |
| 2007 | Denis Menchov | Carlos Sastre | Samuel Sánchez |
| 2006 | Alexandr Vinokourov | Alejandro Valverde | Andrey Kashechkin |
| 2005 | Roberto Heras | Denis Menchov | Carlos Sastre |
| 2004 | Roberto Heras | Santiago Pérez | Francisco Mancebo |
| 2003 | Roberto Heras | Isidro Nozal | Alejandro Valverde |
| 2002 | Aitor González | Roberto Heras | Joseba Beloki |
| 2001 | Ángel Luis Casero | Óscar Sevilla | Levi Leipheimer |
| 2000 | Roberto Heras | Ángel Luis Casero | Pavel Tonkov |
| 1999 | Jan Ullrich | Igor González de Galdeano | Roberto Heras |
| 1998 | Abraham Olano | Fernando Escartín | José María Jiménez |
| 1997 | Alex Zülle | Fernando Escartín | Laurent Dufaux |
| 1996 | Alex Zülle | Laurent Dufaux | Tony Rominger |
| 1995 | Laurent Jalabert | Abraham Olano | Johan Bruyneel |
| 1994 | Tony Rominger | Mikel Zarrabeitia | Pedro Delgado |
| 1993 | Tony Rominger | Alex Zülle | Laudelino Cubino |
| 1992 | Tony Rominger | Jesús Montoya | Pedro Delgado |
| 1991 | Melchor Mauri | Miguel Induráin | Marino Lejarreta |
| 1990 | Marco Giovannetti | Pedro Delgado | Anselmo Fuerte |
| 1989 | Pedro Delgado | Fabio Enrique Parra | Óscar de Jesús Vargas |
| 1988 | Sean Kelly | Reimund Dietzen | Anselmo Fuerte |
| 1987 | Luis Alberto Herrera | Reimund Dietzen | Laurent Fignon |
| 1986 | Álvaro Pino | Robert Millar | Sean Kelly |
| 1985 | Pedro Delgado | Robert Millar | José Francisco Rodríguez |
| 1984 | Éric Caritoux | Alberto Fernández | Reimund Dietzen |
| 1983 | Bernard Hinault | Marino Lejarreta | Alberto Fernández |
| 1982 | Marino Lejarreta | Michel Pollentier | Sven-Åke Nilsson |
| 1981 | Giovanni Battaglin | Pedro Muñoz | Vicente Belda |
| 1980 | Faustino Rupérez | Pedro Torres | Claude Criquielion |
| 1979 | Joop Zoetemelk | Francisco Galdós | Michel Pollentier |
| 1978 | Bernard Hinault | José Pesarrodona | Jean-René Bernaudeau |
| 1977 | Freddy Maertens | Miguel María Lasa | Klaus-Peter Thaler |
| 1976 | José Pesarrodona | Luis Ocaña | José Nazábal |
| 1975 | Agustín Tamames | Domingo Perurena | Miguel María Lasa |
| 1974 | José Manuel Fuente | Joaquim Agostinho | Miguel María Lasa |
| 1973 | Eddy Merckx | Luis Ocaña | Bernard Thévenet |
| 1972 | José Manuel Fuente | Miguel María Lasa | Agustín Tamames |
| 1971 | Ferdinand Bracke | Wilfried David | Luis Ocaña |
| 1970 | Luis Ocaña | Agustín Tamames | Herman Van Springel |
| 1969 | Roger Pingeon | Luis Ocaña | Rini Wagtmans |
| 1968 | Felice Gimondi | José Pérez Francés | Eusebio Vélez |
| 1967 | Jan Janssen | Jean-Pierre Ducasse | Aurelio González |
| 1966 | Francisco Gabica | Eusebio Vélez | Carlos Echeverría |
| 1965 | Rolf Wolfshohl | Raymond Poulidor | Rik Van Looy |
| 1964 | Raymond Poulidor | Luis Otaño | José Pérez Francés |
| 1963 | Jacques Anquetil | José Martín Colmenarejo | Miguel Pacheco |
| 1962 | Rudi Altig | José Pérez Francés | Seamus Elliott |
| 1961 | Angelino Soler | François Mahé | José Pérez Francés |
| 1960 | Frans De Mulder | Armand Desmet | Miguel Pacheco |
| 1959 | Antonio Suárez | José Segú | Rik Van Looy |
| 1958 | Jean Stablinski | Pasquale Fornara | Fernando Manzaneque |
| 1957 | Jesús Loroño | Federico Bahamontes | Bernardo Ruiz |
| 1956 | Angelo Conterno | Jesús Loroño | Raymond Impanis |
| 1955 | Jean Dotto | Antonio Jiménez | Raphaël Géminiani |
| 1950 | Emilio Rodríguez | Manuel Rodríguez | José Serra |
| 1948 | Bernardo Ruiz | Emilio Rodríguez | Bernardo Capó |
| 1947 | Edward Van Dijck | Manuel Costa | Delio Rodríguez |
| 1946 | Dalmacio Langarica | Julián Berrendero | Jan Lambrichs |
| 1945 | Delio Rodríguez | Julián Berrendero | Juan Gimeno |
| 1942 | Julián Berrendero | Diego Cháfer | Francisco Antonio Andrés |
| 1941 | Julián Berrendero | Fermín Trueba | José Jabardo |
| 1936 | Gustaaf Deloor | Alfons Deloor | Antonio Bertola |
| 1935 | Gustaaf Deloor | Mariano Cañardo | Antoon Dignef |
Vorschau Vuelta a España 2026, 10. Etappe
Im Grunde ist ein ähnlicher Ausgang wie auf der 2. Etappe zu erwarten. Es handelt sich um eine Etappe für die Sprinter, doch das anspruchsvolle Profil macht das Finale so kompliziert, dass einige der schnellen Männer nicht mehr die nötigen Beine haben dürften, um um den Sieg mitzusprinten. Dieses Mal geht Visma allerdings bereits mit zwei Etappensiegen im Gepäck in den Tag. Matthew Brennan ist natürlich der Topfavorit auf den Sieg, doch das niederländische Team könnte auch nach einer Möglichkeit suchen, Wout van Aert zu einem Etappenerfolg zu verhelfen – und dieser Tag könnte sich dafür anbieten. Eine Ausreißergruppe hätte durchaus Chancen, doch für eine Mannschaft, die derart klar favorisiert ist, wäre es wohl ein zu großes Risiko, ihr zu viel Vorsprung zu gewähren.
Es ist nicht zu erwarten, dass Brennan als Anfahrer eingesetzt wird. Van Aert könnte stattdessen im Finale erneut attackieren – und dieses Mal ist kein Tadej Pogacar mehr im Rennen, der ihm hinterherfahren kann. Ein Sprint jener Fahrer, die das anspruchsvolle Finale überstehen, ist das wahrscheinlichste Szenario, auch wenn ein Sieg aus der Ausreißergruppe nicht ausgeschlossen werden kann. Auf dem Papier wäre Mads Pedersen eigentlich der Mann, den es zu schlagen gilt, doch in der vergangenen Woche konnte er bislang nicht seine beste Form zeigen.
Auch Kaden Groves und Magnus Cort Nielsen wären normalerweise hervorragende Kandidaten für eine solche Etappe, doch auch bei ihnen scheint die Form derzeit nicht optimal zu sein. Ben Turner, Axel Laurance, Orluis Aular, Bryan Coquard und Hugo Hofstetter gehören ebenfalls zu den schnellen Männern, die man im Kampf um den Etappensieg berücksichtigen muss.
Auch einige Puncheure und Klassementfahrer könnten im Finale eine Rolle spielen. Auf der 2. Etappe verlor Felix Gall auf der Straße Zeit – eine klare Warnung für alle Anwärter auf das Gesamtklassement. Sie müssen sich vorne positionieren, um Zeitverluste zu vermeiden, möglicherweise von Lücken im Feld zu profitieren und vielleicht sogar Bonussekunden mitzunehmen. Fahrer wie Oscar Onley oder Primoz Roglic verfügen definitiv über die nötige Explosivität, um sich Bonussekunden zu sichern, sollte das Finale entsprechend hart gefahren werden.
Gleichzeitig bietet die Etappe auch Puncheuren beziehungsweise kletterstarken Fahrern wie Finn Fisher-Black, Pau Miquel, Bastien Tronchon, Alessandro Romele, Vincenzo Albanese, Jarno Widar und Tobias Johannessen eine gute Gelegenheit, im Finale zuzuschlagen.
Prognose Vuelta a España 2026, 10. Etappe
*** Matthew Brennan, Wout van Aert
** Orluis Aular, Mads Pedersen, Bryan Coquard
- Ben Turner, Axel Laurance, Kaden Groves, Hugo Hofstetter, Pau Miquel, Finn Fisher-Black, Alessandro Romele, Jarno Widar, Oscar Onley
Tipp: Matthew Brennan
Wie: Sprint aus einem reduzierten Feld.
Profil Etappe 10: Alcaraz - Elche de la Sierra

Alcaraz - Elche de la Sierra, 185 Kilometer
Die zweite Woche beginnt mit einer hügeligen Etappe, auf der sowohl der Sprint eines reduzierten Feldes als auch ein erfolgreicher Ausreißercoup möglich erscheint. Mit 2600 Höhenmetern, einem kniffligen Auftakt und unzähligen kurzen Anstiegen wartet ein klassischer „rompe-piernas“-Tag.
21 Kilometer vor dem Ziel wird die Kuppe des Puerto de Socovos erreicht. Er ist einer von zahlreichen Anstiegen des Tages, deren durchschnittliche Steigung zwar moderat ausfällt, die jedoch einige harte Rampen beinhalten.
Ähnlich gestaltet sich das Finale in Elche de la Sierra, das von einer Abfolge kleiner Wellen geprägt ist. Auch die letzten vier Kilometer ziehen an. Dieses falsche Flach bietet noch einmal die Möglichkeit, das Rennen zu entzünden.
Vorschau Vuelta a España 2026, 11. Etappe
Die entscheidende Frage lautet, ob Visma das Rennen kontrollieren will oder nicht. Matthew Brennan kann diese Etappe gewinnen, wenn die Mannschaft voll auf ihn setzt. Doch genau hier liegt die Ungewissheit. Das niederländische Team wurde in der Punktewertung bislang von niemandem ernsthaft unter Druck gesetzt, und seit Tadej Pogacar die Vuelta verlassen hat, scheint Wout van Aert das Grüne Trikot praktisch sicher zu haben.
Brennan hat allerdings bereits zwei Etappen gewonnen, während Visma nun auch Van Aert zu einem Tagessieg verhelfen möchte. Auf dieser Etappe dürfte eine Ausreißergruppe dafür die beste Möglichkeit bieten. Deshalb ist zu erwarten, dass Van Aert bereits an den ersten beiden Anstiegen versuchen wird, den Sprung in eine gefährliche Gruppe zu schaffen. Eigentlich wäre Visma die logische Mannschaft, um das Rennen zu kontrollieren, doch auf den vergangenen beiden Sprintetappen investierte das Team viel Arbeit, ohne dafür belohnt zu werden.
Bryan Coquard hat bereits einen Etappensieg eingefahren. Daher könnte vor allem Red Bull - BORA - hansgrohe für Jordi Meeus ein echtes Interesse daran haben, konsequent auf einen Sprint hinzuarbeiten. Zwar verfügt das Team nicht über einen klassischen Sprintzug für den Belgier, gleichzeitig stehen aber auch nicht besonders viele Kletterer im Aufgebot, die Primoz Roglic im Hochgebirge unterstützen können. Die vorhandenen Fahrer müssen also anderweitig eingesetzt werden. Orluis Aular und Magnus Cort Nielsen könnten ebenfalls gute Chancen haben, falls es doch zu einem Sprint kommt. Bei Mads Pedersen fehlt hingegen derzeit schlicht die Form, weshalb nur schwer einzuschätzen ist, was von ihm zu erwarten ist.
Fahrer wie der heutige Etappensieger Bastien Tronchon, Alessandro Romele oder Finn Fisher-Black sind dagegen Puncheure, die angesichts eines überschaubaren Sprinterfeldes eine große Chance wittern dürften. Für sie bietet diese Etappe eine hervorragende Gelegenheit, mit einer offensiven Fahrweise um den Sieg zu kämpfen.
Die größte Gefahr für die Sprinter ist jedoch eine erfolgreiche Ausreißergruppe. Gefragt sind Fahrer, die gut genug klettern, um sich zunächst in der Spitzengruppe festzusetzen, anschließend aber auch nicht an den Anstiegen abgehängt werden. Gleichzeitig können auf diesem Terrain pure Leistung, die Fähigkeit zu starken Solo-Attacken und ein guter Sprint entscheidende Faktoren sein, sollte die Fluchtgruppe tatsächlich um den Etappensieg kämpfen.
Auch UAE dürfte großes Interesse an einem offensiven Rennen haben. Kevin Vermaerke und Ivo Oliveira sind dabei zwei besonders gefährliche Kandidaten. Darüber hinaus gehören Walter Calzoni, Xabier Mikel Azparren, Axel Laurance, Pau Miquel, Andreas Leknessund, Andreas Kron, Stefan Küng und Marco Brenner zu einer starken Gruppe potenzieller Ausreißer, deren Fähigkeiten sehr gut zu einer Etappe wie dieser passen.
Prognose Vuelta a España 2026, 11. Etappe
*** Matthew Brennan
** Wout van Aert, Xabier Mikel Azparren, Kevin Vermaerke
- Jordi Meeus, Bryan Coquard, Magnus Cort Nielsen, Mads Pedersen, Bastien Tronchon, Alessandro Romele, Ivo Oliveira, Pau Miquel, Andreas Leknessund, Andreas Kron, Stefan Küng
Tipp: Wout van Aert
Wie: Sieg aus einer Ausreißergruppe im Sprint einer kleinen Gruppe.
Profil Etappe 11: Cartagena - Lorca

Cartagena - Lorca, 153 Kilometer
Die 11. Etappe beginnt mit zwei kurzen Anstiegen. Die insgesamt 153 Kilometer von Cartagena nach Lorca zählen zu den besten Chancen für die Sprinter innerhalb der ersten beiden Wochen dieser Vuelta.
Der Großteil der Strecke ist flach und hält keine größeren Fallen bereit. Die einzige echte Hürde des Tages ist der Alto del Morrion de Totana: 7,8 Kilometer bei durchschnittlich 4,5 Prozent. Extrem steil wird es zwar nie, in seiner Schwierigkeit ist der Anstieg jedoch mit zwei Auffahrten zum Poggio di Sanremo vergleichbar.
Bei moderatem Tempo dürften die meisten Sprinter den Kontakt zum Feld halten. Wird das Tempo allerdings deutlich verschärft, könnten einige von ihnen zurückfallen. Auf den Anstieg folgt keine längere Abfahrt, vielmehr verliert die Strecke bis in die Schlusskilometer leicht an Höhe. Anschließend geht es nach Lorca hinein, wo ein Massensprint erwartet wird.
Vorschau Vuelta a España 2026, 12. Etappe
Enric Mas wird an einem Tag, der ihm nicht unbedingt entgegenkommt, gezwungen sein, seine Führung zu verteidigen. Denn auf dieser Etappe könnte Movistar von seinen Rivalen unter Druck gesetzt werden. Es hat sich bereits gezeigt, dass die Mannschaft nicht über die kollektive Stärke verfügt, um die Angriffe der Konkurrenz zu neutralisieren. Während Decathlon seine Fahrer bislang jedoch nicht konsequent in Ausreißergruppen geschickt und taktisch eingesetzt hat, dürfte sich das nach dem erfolglosen Vorgehen auf der 9. Etappe ändern.
Decathlon ist im Hochgebirge die stärkste Mannschaft und dürfte versuchen, mehrere Fahrer in der Ausreißergruppe zu platzieren. Am Velefique und im ersten Teil des Calar Alto bieten sich Möglichkeiten für Attacken und Zeitabstände. Mas verfügt nicht über die Mannschaft, um das Peloton frühzeitig stark auszudünnen, könnte deshalb aber selbst bereits früh am Schlussanstieg attackieren. Die letzten Kilometer beinhalten nämlich einige flachere Passagen. Schon der Schlussanstieg nach Aitana entwickelte sich zu einem taktischen Spiel, und am Calar Alto könnte es ähnlich laufen – mit dem Unterschied, dass Mas auf den flacheren Abschnitten Zeit verlieren könnte, da er dort nicht für seine Rivalen die Tempoarbeit übernehmen kann.
Fahrer in der Ausreißergruppe zu haben, zu denen die Klassementfahrer im Finale aufschließen können, könnte von enormer Bedeutung sein und einen entscheidenden Unterschied machen. Im Grunde sollte jedes Team mit Ambitionen auf die Gesamtwertung versuchen, einen Helfer in der Fluchtgruppe zu platzieren. Mas muss versuchen, bereits vorher den Unterschied zu machen, damit er auf den flacheren Passagen nicht attackiert wird. Felix Gall wiederum dürfte versuchen, früh eine Lücke zu reißen, um anschließend zu vorausfahrenden Teamkollegen aufzuschließen.
Primoz Roglic, Oscar Onley, Richard Carapaz, Mattias Skjelmose und Harold Tejada werden zunächst vor allem darauf bedacht sein, den Attacken zu folgen, bevor sie auf den welligen Abschnitten des Schlussanstiegs selbst angreifen können. Mit perfekt getimten Attacken könnten sie dort erheblich Zeit gutmachen. Gleichzeitig könnten sich auch einige Außenseiter im Kampf um die Gesamtwertung in eine günstige taktische Position bringen.
Der Etappensieg könnte allerdings unter den Fahrern der Ausreißergruppe entschieden werden. Die Etappe dürfte nur schwer zu kontrollieren sein und zahlreiche starke Kletterer werden Freiheiten erhalten. Juan Felipe Rodríguez, Ramses Debruyne, Filippo Zana, Finlay Pickering, Tobias Johannessen, Santiago Buitrago, Pavel Sivakov, Valentin Paret-Peintre, Mikel Landa, Eddie Dunbar, Iván Sosa und Marco Brenner gehören an diesem Tag für die Kletterer zu den gefährlichsten Kandidaten.
Prognose Vuelta a España 2026, 12. Etappe
*** Tobias Johannessen, Santiago Buitrago
** Pavel Sivakov, Eddie Dunbar
* Enric Mas, Felix Gall, Primoz Roglic, Oscar Onley, Richard Carapaz, Ramses Debruyne, Juan Felipe Rodríguez, Finlay Pickering, Filippo Zana, Valentin Paret-Peintre
Profil Etappe 12: Vera - Calar Alto

Vera - Calar Alto, 167 Kilometer
Am zwölften Renntag kehrt die Vuelta ins Hochgebirge zurück. Insgesamt stehen 4500 Höhenmeter auf dem Programm. Nach dem Start in Vera prägen auf den ersten 120 Kilometern zahlreiche Wellen und kurze Anstiege das Profil.
Richtig ernst wird es am Alto del Velefique: Der Anstieg ist 13,1 Kilometer lang und durchschnittlich 7,2 Prozent steil. Auf der Kuppe, die 31 Kilometer vor dem Ziel erreicht wird, gibt es zudem Bonussekunden. Angesichts des schweren Finales könnte es hier unter den Favoriten zwar noch ruhig bleiben, brutal ist der Anstieg dennoch. Zahlreiche Kehren prägen die Auffahrt, die ersten vier Kilometer liegen bei annähernd 9 Prozent.
Anschließend folgen die Abfahrt und der Schlussanstieg hinauf nach Calar Alto. Die Auffahrt ist schwer einzuteilen und damit auch taktisch anspruchsvoll. Gleich die ersten 6,6 Kilometer weisen durchschnittlich 9 Prozent auf – die härteste Passage des Tages, in der die größten Abstände entstehen können.
Insgesamt ist der Schlussanstieg 17 Kilometer lang und durchschnittlich 5,6 Prozent steil. Nach dem steilen Auftakt wechseln sich weitere Rampen mit flacheren Passagen ab. Zwischen drei und zwei Kilometern vor dem Ziel zieht die Straße noch einmal deutlich an – ein punchiges Finale auf 2150 Metern Höhe.
Vorschau Vuelta a España 2026, 13. Etappe
Ein Tag für die Ausreißer. Man könnte zwar argumentieren, dass einige Sprinter auf einer Etappe wie dieser um ein gutes Ergebnis kämpfen können, doch ihre Teams werden kaum versuchen, das Rennen für einen Massensprint zu kontrollieren. Und selbst wenn sie es tun, dürften die Erfolgsaussichten gering sein. Die Anstiege zu Beginn der Etappe sind ziemlich anspruchsvoll und in einem solchen Terrain ist es äußerst schwierig, eine organisierte Verfolgungsarbeit aufzuziehen.
Doch auch für die Ausreißer ist die richtige Mischung gefragt. Zunächst einmal muss man ein guter Kletterer sein, denn die Fluchtgruppe dürfte sich an einem schwierigen Anstieg bilden. Zudem wartet gegen Ende des Tages noch eine weitere durchaus anspruchsvolle Steigung.
Gleichzeitig braucht es entweder einen guten Sprint oder die Fähigkeit, auf flachen Straßen viel Leistung zu bringen. Genau das fehlt vielen reinen Kletterern. Für einige von ihnen dürfte es deshalb nahezu unmöglich sein, die Etappe zu gewinnen, selbst wenn sie an den schwierigsten Anstiegen auf dem Papier einen Unterschied machen könnten.
Auch taktisches Geschick wird entscheidend sein. Das Finale könnte sich zu einem echten Taktikspiel entwickeln, da einige Fahrer versuchen dürften, bereits vor dem letzten Anstieg zu attackieren. Sollte eine Gruppe gemeinsam über die letzte Steigung kommen, könnten zudem schon vor dem eigentlichen Finale weitere Angriffe folgen. Das verspricht einen interessanten, aber wohl auch chaotischen Renntag.
Fahrer mit einem starken Sprint könnten in einem solchen Szenario besonders gute Karten haben. Dazu zählen Wout van Aert, Magnus Cort Nielsen und Alessandro Romele. Selbst Matthew Brennan sollte man nicht ausschließen. Visma dürfte kaum Interesse daran haben, das Rennen im Peloton zu kontrollieren, weshalb Brennan durchaus selbst versuchen könnte, in die Ausreißergruppe zu gelangen.
Auch Bastien Tronchon, Pau Miquel und Finn Fisher-Black können in einem solchen Rennverlauf sehr gefährlich werden. Santiago Buitrago, Eddie Dunbar und Tobias Johannessen gehören hingegen zu den Fahrern, die am ehesten in der Lage sein dürften, an den Anstiegen den entscheidenden Unterschied zu machen.
Prognose Vuelta a España 2026, 13. Etappe
*** Wout van Aert, Magnus Cort Nielsen, Alessandro Romele
** Kevin Vermaerke, Eddie Dunbar, Santiago Buitrago
* Finn Fisher-Black, Matthew Brennan, Bruno Armirail, Léo Bisiaux, Bastien Tronchon, Pello Bilbao, Ramses Debruyne, Alexey Lutsenko, Pau Miquel, Tobias Johannessen, Andreas Leknessund, Andreas Kron, Stefan Küng, Jarno Widar, Urko Berrade
Tipp: Magnus Cort Nielsen
Wie: Sprint aus einer kleinen Gruppe.
Profil Etappe 13: Almuñecar - Loja

Almuñecar - Loja, 183 Kilometer
Etappe 13 ist ein klassischer Tag für die Ausreißer – angesichts dieses anspruchsvollen und schwer zu kontrollierenden Profils lässt sich daran kaum zweifeln. Nach dem Start in Almunecar beginnen die Straßen bereits nach 15 Kilometern anzusteigen.
Insgesamt sind rund 3300 Höhenmeter zu bewältigen, was für die meisten Sprinter zu viel sein dürfte. Zumal bereits der erste kategorisierte Anstieg 14 Kilometer lang und durchschnittlich 5 Prozent steil ist. Danach folgen weitere Berge, zwischen denen jeweils nur Abfahrten liegen.
Vor allem die ersten 80 Kilometer sind äußerst anspruchsvoll. Unter diesen Voraussetzungen dürfte es nahezu unmöglich sein, die Bildung einer starken Ausreißergruppe zu verhindern. Doch auch im weiteren Verlauf wird die Etappe keineswegs gemütlich.
Mit dem Puerto de Granada folgt anschließend ein weiterer wesentlicher Anstieg. Er ist 6,5 Kilometer lang und durchschnittlich 6,2 Prozent steil, seine Kuppe wird 28 Kilometer vor dem Ziel erreicht. Von dort führt eine schnelle, tendenziell abfallende Strecke in Richtung Loja.
Doch auch im Zielort selbst ist das Finale nicht einfach. Die letzten 1,5 Kilometer steigen mit knapp 4 Prozent an – kein echter Berg, aber durchaus ein Faktor, sollte die Entscheidung im Sprint fallen.
Vorschau Vuelta a España 2026, 14. Etappe
Eine der mit größter Spannung erwarteten Etappen der Vuelta a España 2026 steht bevor. Die 14. Etappe führt tief ins Hochgebirge, wobei sich alle Blicke auf den legendären Schlussanstieg zur La Pandera richten (11,8 km bei 7,5 %). Damit ist klar, dass der Kampf um die Gesamtwertung erneut voll entbrennen dürfte – und Movistar sowie der Gesamtführende Enric Mas stehen dabei besonders im Fokus.
Der Mallorquiner steht vor einer großen Herausforderung, will er seinem Gesamtsieg einen weiteren Schritt näherkommen. Auf der vergangenen Bergetappe nahm er Primoz Roglic und Felix Gall weitere 27 Sekunden ab und zeigte am Calar Alto erneut stärkere Beine als seine beiden Rivalen. Für Samstag werden hohe Temperaturen erwartet, was dem Movistar-Kapitän theoretisch entgegenkommen dürfte. Gleichzeitig weiß Mas, dass seine Konkurrenten zum Angriff gezwungen sind, wenn sie noch Zeit aufholen wollen.
Felix Gall hat nach dem Sturz von Gregor Mühlberger auf der 13. Etappe zudem seinen bislang wichtigsten Helfer verloren. Das Decathlon CMA CGM Team verfügt mit Matthew Riccitello und weiteren Fahrern zwar weiterhin über genügend Qualität, um das Rennen schwer zu machen, doch der Verlust des Österreichers dürfte spürbar sein. Primoz Roglic hat sich bislang auffällig zurückgehalten und seine Kräfte gut eingeteilt. Eine Attacke aus großer Distanz wäre dennoch überraschend, da auch er bisher nicht gezeigt hat, dass er seinen Konkurrenten klar überlegen ist.
Ein Fahrer, von dem hingegen durchaus eine frühe Attacke zu erwarten ist, ist Richard Carapaz. Der Ecuadorianer hat im Laufe seiner Karriere immer wieder mit offensiver Fahrweise aus der Distanz für Gefahr gesorgt. Movistar darf in einem solchen Szenario nicht in Panik geraten. Die Strategie dürfte ähnlich aussehen wie auf der 12. Etappe, als Ivan Romeo Carapaz erfolgreich neutralisieren konnte.
All das öffnet die Tür für einen Etappensieg aus der Ausreißergruppe weiter denn je. Auf einem Tag, der wie geschaffen für reine Kletterer ist, dürften Fahrer wie Valentin Paret-Peintre, Santiago Buitrago, Léo Bisiaux, Jarno Widar, Lorenzo Fortunato, Pello Bilbao, Urko Berrade, Eddie Dunbar und Tobias Johannessen erneut um den Sieg mitmischen. Auch Sepp Kuss und Mattias Skjelmose könnten Kandidaten für die Fluchtgruppe sein, da ihr Rückstand auf das Rote Trikot mittlerweile groß genug ist, um ihnen möglicherweise Freiheiten zu gewähren.
Prognose Vuelta a España 2026, 14. Etappe
*** Sepp Kuss, Valentin Paret-Peintre, Tobias Johannessen
** Enric Mas, Primoz Roglic, Felix Gall, Richard Carapaz, Santiago Buitrago
* Léo Bisiaux, Jarno Widar, Lorenzo Fortunato, Pello Bilbao, Urko Berrade, Eddie Dunbar, Mattias Skjelmose
Tipp: Sepp Kuss
Wie: Sieg aus der Ausreißergruppe.
Profil Etappe 14: Jaén - Sierra de la Pandera

Jaén - Sierra de la Pandera, 155 Kilometer
Zurück in die Berge – und das mit einer markanten Bergankunft. Erneut müssen zahlreiche Höhenmeter bewältigt werden, doch diesmal gibt es einen klaren Schlüsselmoment, der über den Ausgang der Etappe entscheiden dürfte.
Nach dem Start in Jaen warten auf 155 Kilometern insgesamt 4100 Höhenmeter. Dabei stehen lediglich drei kategorisierte Anstiege auf dem Programm: zwei Bergwertungen der 2. Kategorie sowie zum Abschluss die Sierra de la Pandera.
Der Schlussanstieg ist 11,8 Kilometer lang und durchschnittlich 7,5 Prozent steil, weist allerdings einen sehr ungleichmäßigen Verlauf auf. Die Steigungsprozente variieren erheblich, während die letzten Meter vergleichsweise flach ausfallen.
Ein kompletter Kilometer steigt sogar mit durchschnittlich 13 Prozent an. Das ist Terrain für die reinen Kletterer – zumal sich zu diesem Zeitpunkt der Rundfahrt auch die zunehmende Rennmüdigkeit bemerkbar machen dürfte.
Vorschau Vuelta a España 2026, 15. Etappe
Nach dem Schlagabtausch der Klassementfahrer auf der Sierra de la Pandera endet die zweite Woche der Vuelta a España 2026 am Sonntag mit der 15. Etappe. Auf dem mittelschweren Profil dürfte sich entweder eine Fluchtgruppe durchsetzen oder eine größere Gruppe um den Tagessieg sprinten.
Aufgrund der extremen Temperaturen in Andalusien wurde die Etappe allerdings drastisch verkürzt. Statt der ursprünglich geplanten 189,7 Kilometer müssen die Fahrer lediglich 110,2 Kilometer zurücklegen. Dadurch könnte sich vom Start weg ein besonders hektisches und offensives Rennen entwickeln.
Im Mittelpunkt steht zwangsläufig das starke Duo von Team Visma | Lease a Bike. Matthew Brennan hat bei dieser Vuelta bereits drei Etappen gewonnen, während Wout van Aert auf der 13. Etappe seinen ersten Tagessieg feierte.
Sollten Brennan und Van Aert den Sprung in die Fluchtgruppe schaffen, gehören beide automatisch zu den Topfavoriten auf den Sieg. Verpassen sie den entscheidenden Ausreißversuch, könnte Visma | Lease a Bike dagegen gezwungen sein, im Peloton die Verantwortung zu übernehmen, den Abstand zur Spitze zu kontrollieren und auf einen Sprint zu setzen.
Die Liste der möglichen Konkurrenten ist allerdings lang. Kevin Vermaerke, Xabier Mikel Azparren, Magnus Cort, Ivo Oliveira, Pau Miquel, Andreas Leknessund, Andreas Kron, Stefan Küng, Finn Fisher-Black und Jarno Widar zählen ebenfalls zu den Fahrern, die auf diesem Terrain eine wichtige Rolle spielen könnten. Das Movistar Team kann derweil erneut auf Orluis Aular als mögliche Option für den Tagessieg setzen.
Prognose Vuelta a España 2026, 15. Etappe
*** Wout van Aert, Matthew Brennan
** Kevin Vermaerke, Magnus Cort, Andreas Kron, Stefan Kung
* Orluis Aular, Xabier Mikel Azparren, Ivo Oliveira, Pau Miquel, Andreas Leknessund, Finn Fisher-Black, Jarno Widar
Pick: Wout van Aert
Profil Etappe 15: Palma del Rio - Córdoba

Palma del Rio - Córdoba, 181 Kilometer
Das zweite Rennwochenende endet mit einer Etappe, die wie gemacht für Ausreißer mit ausgeprägten Allround-Qualitäten erscheint. Wiederholte Antritte, kurze Anstiege und flache Passagen prägen das Profil – entsprechend entscheidend dürften das richtige Timing und die passende Taktik sein.
Nach dem Start in Palma del Rio verlaufen die ersten 25 Kilometer flach. Anschließend beginnt jedoch ein völlig anderes Rennen: Einen einzelnen Scharfrichter gibt es nicht, stattdessen folgen über Stunden hinweg zahlreiche Wellen und Anstiege.
Die drei kategorisierten Berge markieren dabei die Schlüsselstellen. Der erste Anstieg ist 7,5 Kilometer lang und im Schnitt mehr als 4 Prozent steil – hier könnte sich die entscheidende Ausreißergruppe formieren. Der zweite misst 8,4 Kilometer bei durchschnittlich 3,5 Prozent und endet 54 Kilometer vor dem Ziel. In einer schnellen Rennphase bietet er damit ideales Terrain für Rouleure.
Der letzte Anstieg des Tages ist 5,9 Kilometer lang und durchschnittlich 5,6 Prozent steil. Hier können durchaus entscheidende Abstände entstehen. Die Kuppe liegt nur 23 Kilometer vor dem Ziel, anschließend führt die finale Annäherung nach Cordoba überwiegend bergab.
Vorschau Vuelta a España 2026, 16. Etappe
Die 16. Etappe bietet den Sprintern eine der letzten Chancen, bevor die Vuelta in ihre entscheidende Schlussphase geht. Die erste Hälfte der Strecke ist deutlich anspruchsvoller als die Anfahrt zum Ziel. In der Sierra de Aracena warten wellige Straßen und ständige Rhythmuswechsel. Dieses Terrain dürfte zahlreiche Attacken provozieren und einer starken Ausreißergruppe die Möglichkeit bieten, die Entschlossenheit der Sprinterteams auf die Probe zu stellen.
Im weiteren Verlauf wird die Strecke zunehmend einfacher, bevor es in Küstennähe in ein deutlich flacheres Finale geht. Die letzten Kilometer sollten den endschnellen Fahrern entgegenkommen, allerdings könnte auf den exponierten Straßen der Wind eine wichtige Rolle spielen. Sollte kräftiger Seitenwind aufkommen, wird die Positionierung entscheidend und auch die Gefahr von Windstaffeln sollte nicht unterschätzt werden.
Ein Massensprint bleibt das wahrscheinlichste Szenario, doch die Sprinterteams werden dafür arbeiten müssen. Zunächst gilt es, die zahlreichen Attacken im anspruchsvolleren ersten Teil der Etappe zu kontrollieren, bevor die Kapitäne auf dem Weg nach Puerto de Palos möglichst gut geschützt werden müssen.
Kann das Peloton die Ausreißer wieder einholen und das windanfällige Finale ohne größere Teilungen überstehen, dürften die Sprinter den Etappensieg unter sich ausmachen. Da in der letzten Woche noch das Zeitfahren und weitere Bergetappen warten, werden die Chancen für die schnellen Männer allmählich knapp.
Prognose Vuelta a España 2026, 16. Etappe
*** Matthew Brennan
** Wout van Aert, Jordi Meeus, Bryan Coquard, Orluis Aular
* Steffen De Schuyteneer, Magnus Cort, Hugo Hofstetter, Bastien Tronchon, Alessandro Romele, Ivo Oliveira, Pau Miquel, Andreas Leknessund, Andreas Kron, Marc Brustenga
Tipp: Wout van Aert
Wie: Massensprint
Profil Etappe 16: Cortegana - La Rábida

Cortegana - La Rábida, 181 Kilometer
Die Schlusswoche beginnt in Cortegana überraschend flach. Die erste Hälfte der Etappe ist zwar keineswegs einfach und von zahlreichen kleinen Wellen geprägt, für die Sprinter wartet dort jedoch keine echte Schwierigkeit.
Eine starke Ausreißergruppe könnte sich dennoch absetzen. Allerdings verlaufen die letzten 95 Kilometer nahezu vollständig flach – damit bleiben dem Peloton rund zwei Stunden auf schnellen Straßen, um die Fluchtgruppe wieder einzuholen.
Im Finale nahe der Küste bei La Rabida könnten vor allem Hitze und Wind eine Rolle spielen. Der Schlussabschnitt in der Nähe von Huelva ist dagegen technisch wenig anspruchsvoll.
Vorschau auf die 17. Etappe der Vuelta a Espana 2026
Ein weiterer heißer und flacher Tag, an dem nicht allzu viel Action zu erwarten ist. Für die Teams dürfte die Etappe leicht zu kontrollieren sein, wobei vor allem Visma - Lease a Bike allen Grund dazu hat, das Rennen unter Kontrolle zu halten: Matthew Brennan ist mit Abstand der große Favorit. Der Brite hat hier schlicht keinen Konkurrenten auf seinem Niveau. Und obwohl sein Sprintzug einen Rückschlag hinnehmen musste, sorgt die Anwesenheit von Wout van Aert dafür, dass Visma - Lease a Bike als einziges Team über einen qualitativ hochwertigen Leadout verfügt.
Daher ist es nur schwer vorstellbar, dass sich eine Wiederholung des heutigen Szenarios verhindern lässt. Eigentlich dürfte Brennan nur dann zu schlagen sein, wenn es zu einem chaotischen Finale kommt – und solche Situationen hat es bei dieser Rundfahrt bereits gegeben. Bryan Coquard ist zwar kein reiner Sprinter, hat sich aber dennoch konstant in der besten Position hinter Brennan wiedergefunden. Damit könnte er die beste Alternative zum Briten sein.
Jordi Meeus ist auf dem Papier der andere klassische Sprinter, dem diese flachen Finals besonders liegen sollten. Fahrer wie Hugo Hofstetter, Magnus Cort Nielsen und Vito Braet werden ebenfalls darauf hoffen, Visma - Lease a Bike herauszufordern und im entscheidenden Moment an der richtigen Stelle zu sein.
Vuelta a Espana 2026, Prognose für Etappe 17
*** Matthew Brennan
** Bryan Coquard
* Jordi Meeus, Wout Van Aert, Vito Braet, Magnus Cort Nielsen, Hugo Hofstetter
Unser Tipp: Matthew Brennan
Wie?: Massensprint.
Profil Etappe 17: Dos Hermanas - Sevilla

Dos Hermanas - Sevilla, 185 Kilometer
Die 17. Etappe führt durch eine Region, in der zu dieser Jahreszeit häufig extreme Hitze herrscht. Gleichzeitig wartet die flachste Etappe der gesamten Vuelta: Rund um Sevilla stehen 185 vollständig flache Kilometer auf dem Programm.
Das Ziel befindet sich in der andalusischen Metropole, wo ein komplett flaches Finale im Stadtzentrum wartet. Hohe Geschwindigkeiten sind damit praktisch garantiert – und die verbliebenen Topsprinter sollten für ihr Durchhaltevermögen belohnt werden.
Vorschau auf die 18. Etappe der Vuelta a Espana 2026
Der Kampf um den Etappensieg dürfte vor allem zwischen Ethan Hayter und Stefan Küng ausgetragen werden. Hayter überzeugte bereits mit Rang zwei im Auftaktzeitfahren, während Küng bei dieser Vuelta bislang eher unauffällig geblieben ist, obwohl er mit starker Form in die Rundfahrt gestartet war. Das komplett flache Zeitfahren kommt den Spezialisten entgegen – und davon befinden sich nur noch wenige im Rennen. Für Hayter und Küng bietet sich daher eine große Gelegenheit, ihrer Saison einen weiteren Höhepunkt hinzuzufügen.
Auch Wout van Aert sollte nicht unterschätzt werden. Der Belgier befindet sich in hervorragender Form und gehört auf einem solchen Parcours grundsätzlich zu den Siegkandidaten. Mit einem Erfolg könnte er seinen dritten Etappensieg bei dieser Vuelta feiern. Bruno Armirail, Iván Romeo und Ivo Oliveira zählen ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis.
Im Gesamtklassement dreht sich dagegen alles um die Frage, ob Primoz Roglic Enric Mas noch das Rote Trikot entreißen kann. Der Rückstand des Slowenen beträgt 2:10 Minuten und ist damit beträchtlich. Über 32 flache Kilometer können allerdings große Zeitabstände entstehen.
Es ist durchaus realistisch, dass Roglic zumindest einen erheblichen Teil seines Rückstands auf Mas aufholt. Den Spanier komplett aus dem Roten Trikot zu fahren, dürfte jedoch eine deutlich schwierigere Aufgabe werden. Felix Gall muss derweil damit rechnen, gegenüber beiden Konkurrenten Zeit einzubüßen.
Auch hinter dem Spitzentrio könnte das Zeitfahren für größere Verschiebungen sorgen. Mattias Skjelmose sollte auf dem flachen Kurs gegenüber vielen seiner direkten Konkurrenten im Vorteil sein. Besonders zwischen den Plätzen fünf und elf liegen die Abstände eng beieinander. Auf einem 32 Kilometer langen Einzelzeitfahren können sich die Kräfteverhältnisse dort noch einmal deutlich verändern – zumal einige der beteiligten Fahrer nur selten in einer Situation sind, in der ein Zeitfahren für ihre Position im Gesamtklassement eine derart große Bedeutung hat.
Vuelta a Espana 2026, Prognose für Etappe 18
*** Ethan Hayter, Stefan Küng
** Iván Romeo, Wout Van Aert
* Primoz Roglic, Mattias Skjelmose, Bruno Armirail, Ivo Oliveira, Oscar Chamberlain, Xabier Mikel Azparren
Pick: Ethan Hayter
Profil Etappe 18 (EZF): El Puerto de Santa María - Jerez de la Frontera

El Puerto de Santa María - Jerez de la Frontera, 32 Kilometer
Im Schlussdrittel der Vuelta steht das zweite Einzelzeitfahren auf dem Programm. Mit seiner Distanz ist es zwar nicht außergewöhnlich lang, aber keineswegs kurz.
Auf den 32 Kilometern von El Puerto de Santa Maria nach Jerez de la Frontera erwartet die Fahrer ein flacher Kampf gegen die Uhr. Die Strecke ist technisch wenig anspruchsvoll und bietet damit eine ideale Bühne für die Zeitfahr-Spezialisten.
Bevor die letzten beiden Bergetappen folgen, steht damit noch einmal ein wichtiger Tag im Kampf um die Gesamtwertung bevor.
Vorschau auf Etappe 19 der Vuelta a España 2026
Die 19. Etappe der Vuelta a España 2026 stellt eine der letzten großen Herausforderungen im Kampf um die Gesamtwertung dar. Nach dem Zeitfahren hat sich das Duell an der Spitze weitgehend auf zwei Fahrer zugespitzt: Enric Mas und Primoz Roglic. Felix Gall war im Kampf der drei Gesamtbesten der große Verlierer und liegt nun drei Minuten hinter dem Spanier. Noch ist für den Österreicher alles möglich, doch Mas wird seinen Blick vor allem auf Roglic richten, der nur 1:37 Minuten zurückliegt.
Die Etappe führt ins Hochgebirge und endet mit einer Bergankunft. Der Schlussanstieg nach Peñas Blancas (18,8 km bei 6,5 %) wird zu einer echten Bewährungsprobe für die Anwärter auf das Rote Trikot. Auch Richard Carapaz, Oscar Onley und Jakob Omrzel dürften ihre Chance suchen und versuchen, die Fahrer vor ihnen unter Druck zu setzen.
Im Kampf um das Podium steht vor allem Gall unter Zugzwang. Der Österreicher muss seinen dritten Platz gegen die genannten Konkurrenten verteidigen. Auch von Mattias Skjelmose, Clément Berthet und Cristián Rodríguez sind Attacken zu erwarten. Harold Tejada komplettiert derzeit die Top 10 und muss seinerseits Sepp Kuss hinter sich halten.
Geht es um den Etappensieg, könnte die Ausreißergruppe beste Chancen haben – vorausgesetzt, Movistar, Red Bull und Decathlon lassen sie gewähren. Das bringt Fahrer wie Valentin Paret-Peintre, Mikel Landa, Urko Berrade, Pello Bilbao, Léo Bisiaux, Matthew Riccitello und Santiago Buitrago ins Spiel. Für viele von ihnen ist es eine der letzten Möglichkeiten, diese Vuelta noch mit einem Etappensieg zu krönen. Selbst Sepp Kuss könnte den Sprung in die Fluchtgruppe wagen, da sein Rückstand auf das Rote Trikot mittlerweile groß genug ist.
Prognose für Etappe 19 der Vuelta a España 2026
*** Valentin Paret-Peintre, Santiago Buitrago, Sepp Kuss
** Enric Mas, Primoz Roglic, Richard Carapaz, Felix Gall
- Oscar Onley, Jakob Omrzel, Mikel Landa, Urko Berrade, Pello Bilbao, Léo Bisiaux, Matthew Riccitello
Tipp: Valentin Paret-Peintre
Wie: Sieg aus der Ausreißergruppe
Profil Etappe 19: Vélez-Málaga - Peñas Blancas, Estepona

Vélez-Málaga - Peñas Blancas, Estepona, 210 Kilometer
Die 19. Etappe bietet eine der härtesten Bergankünfte dieser Vuelta. Mit 210 Kilometern und 4000 Höhenmetern wartet ein langer Tag im Hochgebirge, wobei die entscheidende Rolle ganz klar dem Schlussanstieg zukommen dürfte.
Die ersten 50 Kilometer verlaufen nahezu vollständig flach. Anschließend folgen zwei kategorisierte Berge, eingerahmt von weiteren Wellen, die zusätzliche Kräfte kosten werden. Danach führt die Strecke zurück auf Meereshöhe nach Estepona, wo der Schlussanstieg beginnt.
Mit Penas Blancas wartet im Finale ein echter Vuelta-Klassiker. In einem einzigen langen Anstieg geht es auf dramatische Weise von Meereshöhe bis auf 1274 Meter hinauf. Die Auffahrt ist 18,8 Kilometer lang und durchschnittlich 6,5 Prozent steil. Das sehr konstante Profil bietet ideale Voraussetzungen, um ernsthafte Abstände zwischen den Klassementfahrern zu erzeugen.
Vorschau auf Etappe 20 der Vuelta a España 2026
Eine Fluchtgruppe besitzt durchaus Chancen auf den Etappensieg, benötigt dafür allerdings nicht nur außergewöhnlich starke Beine, sondern auch das nötige Rennglück. Die zweite Hälfte dieser Etappe gehört zu den härtesten, die der moderne Radsport zu bieten hat. Zwischen Fahrern mit einem guten und einem schlechten Tag können schnell Minuten liegen. Für einen Fahrer, der nicht zur absoluten Kletterelite gehört, dürfte ein Sieg auf diesem Terrain nahezu ausgeschlossen sein.
Santiago Buitrago hat sich die Bergwertung praktisch bereits gesichert – ein großer Erfolg für den Kolumbianer. Doch damit dürfte er sich noch nicht zufriedengeben. Buitrago will auch einen Etappensieg, und Bahrain Victorious hat dieses Ziel klar im Visier. Das Profil mit seinen zahlreichen Anstiegen kommt ihm entgegen. Seine Anstrengungen im Kampf um das Bergtrikot könnten zwar bereits einige Kräfte gekostet haben, doch bislang hat Buitrago ein gutes Gespür dafür bewiesen, in die entscheidenden Fluchtgruppen zu gelangen. Auf der letzten Bergetappe könnte sich diese Hartnäckigkeit auszahlen.
Auch der heutige Sieger Eddie Dunbar zählt wieder zu den Kandidaten, ebenso wie sein Teamkollege Tom Gloag. João Almeida scheint im Verlauf der Rundfahrt immer besser in Form zu kommen und sollte ebenfalls berücksichtigt werden. Fahrer wie Sepp Kuss, Urko Berrade und Valentin Paret-Peintre dürften wiederum versuchen, über die Fluchtgruppe um den Tagessieg zu kämpfen.
Im Kampf um das Rote Trikot gilt weiterhin: Entschieden ist die Vuelta erst, wenn die letzte große Prüfung überstanden ist. Enric Mas besitzt zwar ein komfortables Polster und machte am Freitag den Eindruck, jederzeit innerhalb seiner eigenen Grenzen zu fahren. Der Spanier verteidigte seine Führung und schien gleichzeitig noch Reserven für die Königsetappe aufzusparen.
Nachdem Mas in den vergangenen Wochen der stärkste Kletterer im Rennen war, besitzt er nun die große Gelegenheit, den Gesamtsieg praktisch perfekt zu machen. Doch seine Konkurrenten werden ihm das Rote Trikot nicht kampflos überlassen.
Primoz Roglic präsentierte sich zuletzt stark und griff am Freitag erstmals ernsthaft an. Felix Gall bleibt vor allem auf einer derart brutalen Bergetappe eine Gefahr, während von Richard Carapaz ein offensiver Rennstil zu erwarten ist. Der Ecuadorianer könnte bereits früh versuchen, das Rennen aufzubrechen und von einem chaotischen Rennverlauf zu profitieren.
Mas kann sich dabei allerdings auf seinen komfortablen Vorsprung verlassen. Auf Carapaz besitzt er mehr als fünf Minuten Polster, sodass er dem Ecuadorianer unter Umständen etwas Spielraum geben kann. Entscheidend wird für den Spanier vor allem sein, Roglic und Gall unter Kontrolle zu halten. Gleichzeitig könnte Movistar versuchen, Fahrer in der Fluchtgruppe zu platzieren, um Mas später im Rennen zusätzliche Unterstützung zu bieten.
Auch Oscar Onley könnte bereit sein, alles auf eine Karte zu setzen. Der Brite darf noch vom Podium träumen und könnte deshalb selbst offensiv werden. Gleichzeitig muss er jedoch den Kampf um das Weiße Trikot im Auge behalten.
Jakob Omrzel hat sich im Laufe dieser Vuelta immer stärker präsentiert und könnte Onley auf der letzten schweren Bergetappe noch einmal ernsthaft unter Druck setzen. Für den Briten stellt sich daher die Frage, ob er das Risiko im Kampf um einen Platz auf dem Gesamtpodium eingeht oder sich in erster Linie darauf konzentriert, seine Führung in der Nachwuchswertung zu verteidigen.
Prognose für Etappe 20 der Vuelta a España 2026
*** Enric Mas, Santiago Buitrago
** Felix Gall, Primoz Roglic, Joao Almeida, Eddie Dunbar
* Richard Carapaz, Oscar Onley, Jakob Omrzel, Clément Berthet, Urko Berrade, Tom Gloag, Tobias Johannessen, Sepp Kuss, Valentin Paret-Peintre, Ramses Debruyne,
Pick: Enric Mas
Profil Etappe 20: La Calahorra - Collado del Alguacil

La Calahorra - Collado del Aguacil, 187 Kilometer
Die Königsetappe ist zugleich der letzte Tag im Hochgebirge. Rund um Granada warten unzählige Berge auf das Peloton, allen voran die Sierra Nevada. Dabei führt die Strecke nicht hinauf zur Skistation, sondern über die steilen Straßen zwischen Granada und dem legendären Gebirgsmassiv.
Insgesamt stehen 4850 Höhenmeter auf dem Programm. Die Strecke wurde zuletzt aufgrund schlechter Straßenverhältnisse am Alto de Hazallanas angepasst. Gestartet wird in La Calahorra, wobei die ersten 80 Kilometer noch vergleichsweise moderat ausfallen.
Die folgenden 110 Kilometer sind dagegen brutal. Zunächst wartet der Alto de El Purche mit 8,2 Kilometern bei durchschnittlich 8,1 Prozent, wobei gegen Ende eine Abfahrt in den Anstieg eingebettet ist. Ein echtes Brett, das bereits häufig bei der Vuelta und der Vuelta a Andalucia befahren wurde. Diesmal steht der Anstieg gleich zweimal auf dem Programm, die jeweiligen Kuppen liegen 92 beziehungsweise 65 Kilometer vor dem Ziel.
Anschließend führt die Strecke über den ungleichmäßigen Anstieg nach Guejar Sierra. Statt an der klassischen Abzweigung zum Alto de Hazallanas weiterzufahren, geht es hinunter zum Rio Genil, den die Strecke an einer anderen Stelle überquert.
Die anschließende Auffahrt ähnelt in ihrem letzten Teil stark der ursprünglichen Streckenführung und endet am selben Punkt. Statt des Alto de Hazallanas wartet jedoch der Puerto del Duque: 7,4 Kilometer bei durchschnittlich 8,2 Prozent. Allein die ersten 2,3 Kilometer weisen im Schnitt 10 Prozent auf, hinzu kommen zahlreiche Kehren.
Spätestens hier könnte der Kampf um die Gesamtwertung vollständig explodieren. Die Kuppe wird 31 Kilometer vor dem Ziel erreicht, anschließend wartet eine sehr steile und technisch anspruchsvolle Abfahrt – eine weitere große Herausforderung an diesem ohnehin extrem schweren Tag.
Danach geht es erneut hinauf nach Guejar Sierra, ehe offiziell der Schlussanstieg der Etappe beginnt.
Der Collado del Alguacil ist furchteinflößend – erst recht am Ende eines solchen Tages. Auf 8,4 Kilometern steigt die Straße mit durchschnittlich 10 Prozent an. Damit wartet der wohl steilste Berg dieser Vuelta und ein gewaltiger Kraftakt zum Abschluss. Auf dieser unbarmherzigen Rampe gibt es kein Versteckspiel mehr – sie bildet den Abschluss des härtesten Renntages der Rundfahrt.

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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- Ich bon etwas verwirrt, das ganze Jahr hieß es "Ineos hat mit Netcompany nen 100 Millionen Euro Fisch an Land gezogen. Plus das Total Enerfie Geld sollte doch genug vorhanden sein. Oder hat ne absurde Ablöse für Onley alles verbraucht? Dann sollte dwe Verantwortliche evtl gehangen werden ;)Wurm25-10-2026
- Hoffe sie setzen sich durch, ist überfällig und so kann's ja echt nicht weitergehen.Bonos10-10-2026
- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026














