Die Vuelta a España 2026 hat gerade erst ihre zweite Hälfte erreicht, inklusive mehrerer Schlüsseltage, doch Gerüchte zur darauffolgenden Ausgabe befeuern bereits die Debatte in der Radsportwelt. Und obwohl die diesjährige Ausgabe keineswegs an langen, harten Bergetappen spart, scheinen die Organisatoren für 2027 etwas wahrhaft Besonderes vorzubereiten.
Aufgrund der Nähe zu Frankreich ist es nicht ungewöhnlich, dass die spanische Grand Tour zur Jagd nach Spektakel die Pyrenäengrenze überschreitet. 2026 streifte das Peloton nach dem Start in Monaco nur kurz durch Frankreich, 2027 hingegen soll die Region Hautes-Pyrénées Schauplatz besonders anspruchsvoller Etappen werden.
So steht laut der Regionalzeitung La Nouvelle République des Pyrénées angeblich eine brutale Pyrenäen-Etappe über den Col d’Aubisque und den Col du Tourmalet, unter anderem, auf dem Programm.
Die Etappe würde in Jaca, Spanien, starten und den Col du Pourtalet, den Col d’Aubisque, den Col du Soulor und den Col du Tourmalet bewältigen, mit Zielankunft am Anstieg Val Louron-Azet. Laut der Zeitung ist die 188 Kilometer lange Etappe für Sonntag, den 19.09.2027, angesetzt – die 15. Etappe des Rennens.
Vertraute Route
Interessant ist, dass dieses Design größtenteils eine ähnliche Etappe der Tour de France 1991 aufgreift. Ein besonderer Tag in der Geschichte des spanischen Radsports: Dort eroberte Miguel Indurain erstmals das Gelbe Trikot, das er in den folgenden fünf Ausgaben nur selten aus der Hand gab.
Für die Vuelta wäre es das erste Mal seit vier Jahren, dass sich das Zentrum des Geschehens nach Frankreich verlagert. 2023 hatten die Organisatoren eine kurze, aber dicht gepackte Pyrenäen-Etappe über Aubisque und Spandelles mit Ziel am Col du Tourmalet entworfen. Es wurde zum Tag des großen Jumbo-Visma-Triumphs: Jonas Vingegaard gewann, der im Roten Trikot fahrende Sepp Kuss wurde Zweiter, Primož Roglič Dritter.