Lucinda Brand machte ihrem Frust nach Rang drei bei den Niederländischen Meisterschaften in Huijbergen keinen Hehl. Nach einem Winter, in dem sie das Frauenfeld weitgehend dominierte und 17 ihrer 20 Rennen gewann, verließ die Topfavoritin den Parcours ohne das rot-weiß-blaue Trikot und ohne das erhoffte Gefühl.
„Dafür bin ich nicht hergekommen“,
sagte Brand im Gespräch mit Sporza, nachdem sie hinter
Ceylin del Carmen Alvarado und
Puck Pieterse ins Ziel kam und die frühe Zeitverluste nie mehr korrigieren konnte. Für Brand begannen die Probleme bereits vor dem Start.
„Ich weiß nicht, ob es mit dem Sturz in der Kuil von Zonhoven zu tun hatte, aber ich hatte die ganze Woche kein gutes Gefühl“, sagte sie.
Zweifel ab der ersten Runde
Die Hoffnung, dass das Rennen ihr Gefühl wenden könnte, verflog schnell. Brand berichtete, sie habe nahezu sofort mit dem Vertrauen gekämpft. „In der ersten Runde hatte ich auf diesem Kurs kein Vertrauen in meine Reifen“, sagte sie.
Kaltes Wetter spielte ebenfalls eine Rolle, war aus ihrer Sicht aber nicht der Kern des Problems. „Kälte liegt mir nie besonders. Aber mit guten Beinen kann man das ausgleichen. Die hatte ich heute nicht.“
Während Alvarado und Pieterse an der Spitze davonzogen und das Rennen Struktur annahm, kämpfte Brand bereits darum, den Schaden zu begrenzen statt das Geschehen zu prägen. Für eine Fahrerin, die in diesem Winter phasenweise unangreifbar wirkte, stand das im deutlichen Kontrast zu der Kontrolle, die sie zuletzt oft gezeigt hatte.
Blick nach vorn nach einem seltenen Ausreißer nach unten
Selbst an einem Tag, den sie als schlecht beschrieb, richtete Brand den Blick lieber nach vorn als auf die Ursachenanalyse. „Hoffentlich habe ich meinen schlechten Tag jetzt hinter mir“, sagte sie.
Mit dem verpassten niederländischen Titel richtet sich der Fokus nun auf die Weltmeisterschaften und die Chance auf das Regenbogentrikot. Nach einer Saison nahezu ununterbrochener Erfolge stach Huijbergen als seltener Moment hervor, in dem die Beine nicht zu den Erwartungen passten und die Winterdominanz sich nicht in einen nationalen Titel übersetzen ließ.