„Es ging nicht ohne Kampf“ – Tibor Del Grossos Niederlande-Meistertitel wird zum Tag des Chaos und der Aufholjagd

Cyclocross
Sonntag, 11 Januar 2026 um 19:00
Tibor del Grosso nach einem Cyclocross-Rennen in der Saison 2025–2026
Tibor Del Grosso’s zweiter niederländischer Querfeldein-Titel in Serie in Huijbergen war alles andere als glatt. Was aus der Distanz kontrolliert wirkte, wurde zu einem Rennen voller Probleme, Druck und spätem Zweifel.
Nachdem er in der Mittelphase Pim Ronhaar in Schach gehalten und anschließend einen späten, starken Angriff von Lars van der Haar überstanden hatte, gab Del Grosso zu, dass der Tag deutlich mehr abverlangte als erwartet. „Ganz und gar nicht“, sagte er im Gespräch mit Wielerflits auf die Frage, ob es ihm leichtgefallen sei.

Vom Kontrollmodus zur Komplikation

Del Grosso war als klarer Favorit gestartet, doch das Rennen weigerte sich, einem einfachen Drehbuch zu folgen. Nach frühen Akzenten wurde Pim Ronhaar zum Hauptgegner und drückte ihn durch den Mittelteil des Rennens.
„Zuerst war ich mit Pim unterwegs. Ich schien ihn endlich abgehängt zu haben, aber dann kam Lars am Ende mit ein paar sehr starken Runden“, sagte Del Grosso. „Leicht war es sicher nicht.“
Kaum schien die Gefahr gebannt, änderte sich das Rennen erneut.

Stürze, Ketten und Zurückkommen

Der Druck kam nicht nur von den Rivalen. Del Grosso musste auch eigene Rückschläge wegstecken. „Ich bin auch einmal gestürzt. Das war nicht ideal. Und dann ist mir noch die Kette runtergesprungen“, sagte er. „Es ging nicht ohne Gegenwehr, aber ich hatte das Gefühl, es war für alle ein schweres, unterschätztes Rennen.“
Den Sturz erklärte er knapp. „Ich bin einfach weggerutscht. Ich wollte eine Rille queren, aber es war zu rutschig, also bin ich weggeschlittert.“
Jede Panne zwang Del Grosso zum erneuten Antritt, während er wusste, dass Van der Haar in den Schlussrunden näher kam.

Respekt vor und nach dem Start

Del Grosso sagte, er habe den Titel nie als selbstverständlich betrachtet, nicht einmal vor dem Start. „Ich wusste, dass ich niemanden unterschätzen durfte“, sagte der 22-Jährige, der im Vorfeld der Meisterschaften zudem mit einer Erkältung zu tun hatte.
Dieses Gefühl blieb bis zum Schluss, als Van der Haars späte Attacke den Zweifel im Rennen zurückbrachte.

Ein Trikot mit besonderer Bedeutung

Der erneute Sieg bedeutete für Del Grosso mehr als nur ein weiteres Resultat. „Das bedeutet viel. Es ist etwas Besonderes, in so einem besonderen Trikot, auf einem besonderen Rad zu fahren“, sagte er.
Nach einem Rennen, das von Stürzen, Kettenproblemen und spätem Druck zweier der stärksten Fahrer des Landes geprägt war, stand Del Grossos zweiter niederländischer Titel nicht für Dominanz. Er stand dafür, alles Misslungene zu managen und dennoch einen Weg zum Comeback zu finden.
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