Ceylin del Carmen Alvarado betrachtete ihren niederländischen Meistertitel nicht als Zielstrich. Für sie fühlte sich der Sieg in Huijbergen eher wie der Beweis an, dass ein langer, harter Weg endlich wieder in die richtige Richtung weist.
Alvarado feiert Comeback-Glanz in Huijbergen und peilt neue Höhen an
Nach dem Erfolg gegen
Puck Pieterse und
Lucinda Brand und der Rückeroberung des Cross-Meistertitels bestätigte Alvarado, was sie in den vergangenen Wochen bereits gespürt hatte. „Ja, das Gefühl kam schon zurück, aber das ist die Bestätigung“,
sagte sie im Gespräch mit Wielerflits.Die Fahrerin von Fenix-Premier Tech reiste mit ansteigender, aber noch unsicherer Form zu den Meisterschaften. Knieprobleme verzögerten ihren Saisonstart, eine Krankheit bremste sie danach erneut aus. „Ich habe noch nicht das Gefühl, dass ich wieder komplett auf meinem Peak bin, aber es geht in die richtige Richtung. Ich glaube, ich bin fast da“, sagte sie.
Ihr Winter lief nie nach Plan. „Das dauerte drei Wochen“, ergänzte sie mit Blick auf die Erkrankung, die auf ihre Knieprobleme folgte.
Hoffnung trotz Rückschlägen
Trotz dieser Unterbrechungen habe sie nie daran gezweifelt, wieder ihr Topniveau zu erreichen. „Am Ende ist es mein Job. Und ich liebe es einfach sehr, was ich tue. Ich habe immer die Hoffnung, dass es wieder gut wird“, sagte sie.
Sie sprach auch darüber, welche Rolle ihr Glaube in den schwierigen Phasen der Saison spielte. „Natürlich schöpfe ich auch viel Hoffnung aus meinem Glauben. Dass Gott mich da durchzieht. Das macht das Rot-Weiß-Blau noch schöner.“
Ihre Vorstellung in Huijbergen zeigte, wie weit sie bereits wieder ist. Nachdem sie zur Rennmitte Pieterse distanziert hatte, fuhr sie solo zu ihrem zweiten Elite-Titel der Niederlande nach 2020.
Auch mit dem Nationaltrikot auf den Schultern betrachtet Alvarado die Arbeit nicht als erledigt. Ihr Fokus liegt nun darauf, bis zum Saisonende die letzten Prozente herauszuquetschen.
„Die kommenden Wochen wird hart trainiert“, sagte sie lachend. „Ein paar Prozent noch. Mehr kann ich nicht tun.“