Isaac del Toros dominanter
Gesamtsieg bei Tirreno-Adriatico hat bei seinem neuen Teamkollegen
Benoît Cosnefroy Eindruck hinterlassen. Der Franzose räumte ein, dass ihn die Führungsstärke des Mexikaners bei ihrem ersten gemeinsamen Einsatz für UAE Team Emirates überrascht hat.
Der junge Gesamtsieger hatte das Rennen bereits früh in der Woche unter Kontrolle gebracht und kam zur Schlussetappe mit dem Klassement fest im Griff.
Der finale Tag entlang der Adria endete wie erwartet im Sprint in San Benedetto del Tronto. Del Toro und seine Teamkollegen brachten den Leader sicher ins Ziel und machten den Gesamterfolg perfekt.
Im Anschluss erklärte er im Gespräch mit Cyclism'Actu, wie sehr ihn Del Toros Auftritt über die Woche und die Ruhe in den entscheidenden Rennmomenten beeindruckt habe.
Benoît Cosnefroy lobt die Führungsqualitäten von Isaac del Toro
Für Cosnefroy bot
Tirreno-Adriatico einen ersten Nahblick auf jene Führungsstärke, mit der Del Toro das Rennen über die Woche kontrollierte. „Man hofft immer darauf, aber man rechnet nie wirklich damit, so viele Rennen zu gewinnen, auch wenn das bei UAE in den letzten Jahren fast zur Gewohnheit geworden ist“, sagte Cosnefroy. „Im Radsport ist das Ziel immer, Rennen zu gewinnen. Zu sehen, welche Arbeit Isaac gestern im Finale erneut abgeliefert hat, war unglaublich.“
Der Franzose hob zudem die Ruhe und Fokussierung hervor, die Del Toro ins Team bringt, besonders in Schlüsselmomenten wie Team-Besprechungen. „Er ist ein starker Fahrer“, sagte Cosnefroy mit einem Lächeln. „Er ist sehr ruhig und sehr fokussiert. Ein Leader, der in der Teamansprache das Wort ergreifen und die ganze Gruppe auf den Sieg einschwören kann.“
Trotz der hohen Rennintensität gestand Cosnefroy, dass das gemeinsame Erlebnis mit dem Gesamtleader und sein Beitrag zum Sieg die fordernde Woche lohnend gemacht haben.
„Unermüdlich würde ich nicht sagen“, antwortete Cosnefroy auf die Frage nach der Rennhärte. „Nach dieser Woche ist die Müdigkeit groß. Aber es ist auch große Freude da, hier mit Isaac zu sein, mit dem Leader des Rennens – vor allem nach dem großen Sieg gestern. Es ist eine enorme Freude, Teil dieses Teams zu sein.“
Isaac del Toro posiert mit der Tirreno-Adriatico-Trophäe
Blick richtet sich auf die Klassiker
Nach einer harten Woche mit langen Etappen und konstantem Druck bei Tirreno-Adriatico steht für Cosnefroy nun zuerst die Regeneration im Fokus, bevor der Blick auf die nächste Saisonphase geht.
„Ich hoffe, dieses Rennen gibt mir Rückenwind für den weiteren Saisonverlauf“, sagte er. „Zuerst muss ich mich erholen. Nach dieser Woche ist die Müdigkeit groß. Die Etappen sind sehr lang, die Stunden auf dem Rad zahlreich. Es ist ein sehr forderndes Rennen.“
Cosnefroy bestätigte, dass sein nächster Start voraussichtlich bei Milano–Torino erfolgt, bevor er zu Hause kurz durchschnauft und in die Klassiker-Kampagne einsteigt. „Ich fahre am Mittwoch Milano–Torino, dann folgt eine kurze Pause zu Hause zur Erholung vor den Klassikern.“
Nach einer Woche an der Seite von
Isaac del Toro nimmt Cosnefroy Tirreno-Adriatico nicht nur mit schweren Beinen mit, sondern auch mit einem klaren Eindruck von der Führungskultur bei UAE Team Emirates.