Ergebnisse Tirreno–Adriatico 2026, Etappe 7 | Isaac del Toro macht den Gesamtsieg perfekt – Jonathan Milan gewinnt Sprint von San Benedetto

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 15 März 2026 um 15:54
milan
Jonathan Milan hat die Schlussetappe der Tirreno–Adriatico 2026 im Massensprint in San Benedetto del Tronto gewonnen, während Isaac del Toro den Gesamtsieg nach einem kontrollierten Finale souverän absicherte.
Der Mexikaner vom UAE Team Emirates - XRG rollte beim traditionellen Finale an der Adria sicher im Feld über die Ziellinie und bestätigte damit seinen Gesamterfolg. Den Grundstein hatte er bereits mit seinem Sieg auf der 6. Etappe nach Camerino gelegt, der den Triumph praktisch entschieden hatte.

Frühe Flucht und Van der Poels Antritt beleben die Etappe

Die Schlussetappe folgte zunächst dem erwarteten Drehbuch, bekam jedoch spät noch zusätzliche Spannung durch eine Soloattacke von Jonas Abrahamsen, die den Massensprint kurzzeitig in Frage stellte.
Direkt nach dem Start griff Dries De Bondt an, wenig später schlossen Xabier Mikel Azparren und Roberto Carlos Gonzalez zu ihm auf. Das Trio erarbeitete sich mehrere Minuten Vorsprung, bevor die Teams der Sprinter die Verfolgung strukturierten.
Alpecin-Deceuninck arbeitete für Jasper Philipsen, Lidl-Trek kontrollierte das Tempo für Jonathan Milan, UAE Team Emirates - XRG schützte Gesamtleader Del Toro, und Picnic-PostNL übernahm Verantwortung für Pavel Bittner.
Am Anstieg nach Ripatransone brachte Mathieu van der Poel das Rennen kurzzeitig zum Explodieren. Der Niederländer verschärfte das Tempo im Feld massiv, sprengte die Gruppe und distanzierte mehrere Sprinter. Auf der Abfahrt Richtung Adria-Küste fand das Feld jedoch wieder zusammen.
Van der Poel hielt den Druck auch nach dem Einholen der Ausreißer noch fast dreißig Kilometer lang hoch, zog das Feld in die Länge und sorgte für ein nervöses Finale. Erst auf den Zielrunden in San Benedetto del Tronto beruhigte sich das Geschehen wieder.

Visma mischt das Podium am Zwischensprint neu auf

Auch wenn der Etappensieg im Mittelpunkt stand, entfachte der Zwischensprint auf dem Rundkurs kurzzeitig den Kampf um die verbliebenen Podiumsplätze der Gesamtwertung.
Team Visma - Lease a Bike setzte eine präzise Aktion für Matteo Jorgenson. Wout van Aert und Filippo Fiorelli brachten ihren Teamkollegen perfekt an die Spitze des Feldes.
Jorgenson sicherte sich die vollen Bonussekunden und schob sich damit in der Gesamtwertung vor Giulio Pellizzari auf Rang zwei hinter Del Toro.

Abrahamsens späte Attacke bringt den Sprint ins Wanken

Die erwartete Sprintentscheidung geriet in der Schlussphase noch einmal ins Wanken, als Uno-X in den letzten Kilometern eine offensive Aktion startete.
Jonas Abrahamsen griff rund sieben Kilometer vor dem Ziel an und riss schnell eine kleine Lücke. Die Sprintteams mussten sofort reagieren und organisierten eine koordinierte Verfolgung.
Bei noch fünf verbleibenden Kilometern hielt der Norweger rund zehn Sekunden Vorsprung und kämpfte weiter gegen das heranrasende Feld, während sich hinter ihm die Sprintzüge formierten.
Erst im letzten Kilometer schloss das Feld die Lücke. Ein kraftvoller Zug von Filippo Ganna führte die Verfolgung an und beendete schließlich Abrahamsens mutigen Vorstoß.
Zuvor hatte ein Sturz in einer der letzten Kurven bereits zwei Anwärter aus dem Sprint genommen. Paul Magnier ging zu Boden, und auch Jasper Philipsen stürzte, konnte jedoch schnell wieder auf sein Rad steigen.

Milan macht den Sack in San Benedetto del Tronto zu

Nachdem Abrahamsen gestellt war und sich die Sprintzüge sortiert hatten, fiel die Entscheidung auf der langen, geraden Zielgeraden entlang der Promenade von San Benedetto del Tronto.
Milan eröffnete seinen Sprint im perfekten Moment, setzte sich klar gegen die heranstürmenden Konkurrenten durch und holte den Etappensieg. Damit endete die Tirreno–Adriatico 2026 traditionell mit einer Massenankunft.
Während Milan den Tagessieg feierte, gingen die Gesamt-Ehren an Del Toro. Seine dominante Vorstellung auf der Bergetappe nach Camerino hatte letztlich den Grundstein für den Titelgewinn bei der Tirreno–Adriatico 2026 gelegt.

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