Vom 4. bis 8. Februar nimmt das WorldTour-Peloton die Volta a Comunitat Valenciana in Angriff. Mit einer Startliste über dem Niveau vieler WorldTour-Rennen nutzen hier jedes Jahr zahlreiche Stars gutes Wetter und vertraute Straßen für den Saisonauftakt. Wir blicken auf Etappe 5, deren Start und Ziel für 14:48 bzw. 17:00 CET veranschlagt sind.
Die
Volta a la Comunitat Valenciana gehört zu den beliebtesten Frühjahrs-Rundfahrten in Europa. Seit der Premiere 1929 hat sie sich über fast ein Jahrhundert zu einem zentralen Vorbereitungstermin für Gesamtwertungsfahrer und ambitionierte Klassikerjäger entwickelt. Unter früheren Namen wie Vuelta a Levante und Vuelta a Valencia bekannt, erlebte das Rennen Unterbrechungen – darunter eine lange Pause nach 2008 und die erfolgreiche Wiederbelebung 2016 –, doch sein Ruf blieb überragend, nicht zuletzt weil die Teams auf jenen Straßen fahren, auf denen sie den ganzen Winter trainieren.
Im 20. Jahrhundert prägten viele Spanier die Siegerliste. In den 1950ern gewann das Rennen jedoch auch international an Strahlkraft – besonders mit Rik van Looy 1959: dem zweiten nicht-spanischen Sieg und der einzigen Podiums-Ausnahme ohne Spanier bis 1990.
In den 1980ern stieg die Qualität der Sieger rasant mit Bernard Hinault und Stephen Roche. Später trugen sich Größen wie Alex Zülle, Laurent Jalabert, Alexandre Vinokourov, Abraham Olano, Alejandro Valverde und Alessandro Petacchi ein. Seit der „modernen“ Rückkehr 2016 bleibt die Liste hochkarätig, mit Nairo Quintana und Tadej Pogacar unter den Triumphatoren. Im Vorjahr gewann Santiago Buitrago die Gesamtwertung.
Profil: Bétera - Valencia
Das Rennen endet in Valencia, doch es ist keine reine Sprinteretappe. Nur 94 Kilometer stehen an, die jedoch reichlich Spannung versprechen. Mit 44 Kilometern bis ins Ziel wartet der Port del Garbi, dessen Schlüsselpassage 2,2 Kilometer mit 11% aufweist.
Mit Bonifikationen am Gipfel und weiteren Sekunden direkt vor der Einfahrt nach Valencia gibt es starke Anreize für Attacken, die die Etappe auf den Kopf stellen können. Das Finale ist komplett flach in die Stadt hinein, wodurch mehrere Rennszenarien zum Erfolg führen können.
Zu erwarten ist, dass UAE Druck auf BORA und Evenepoel macht, mit möglichen Attacken von João Almeida und Brandon McNulty am und direkt nach dem Hauptanstieg. Gleichzeitig dürften Teams taktisch starke Fahrer in die Gruppe des Tages schicken. Die Etappe dürfte am Berg explodieren. Kann Red Bull - BORA - hansgrohe jedoch kontrollieren – was wahrscheinlich ist, mit Evenepoel als stärkstem Kletterer und Giulio Pellizzari dahinter –, spricht vieles für einen Sprint der nach dem Anstieg zusammenlaufenden Gruppen.
Prognose Volta a Comunitat Valenciana 2026 Etappe 5
***
Ben Turner, Mathias Vacek
**
Remco Evenepoel, Magnus Cort Nielsen
* Giulio Pellizzari, Brandon McNulty, Marc Soler, Magnus Sheffield, Iván Romeo, Biniam Girmay, Riley Sheehan
Wie: Sprint eines kleinen Pelotons.