Tadej Pogačar pulverisiert Cipressa-Trainingszeit, während UAE auf den Durchbruch bei Mailand–Sanremo hofft

Radsport
Donnerstag, 05 März 2026 um 10:30
tadejpogacar
Tadej Pogačars Jagd auf Mailand–Sanremo ist eines der faszinierendsten offenen Kapitel des modernen Radsports. Der Slowene hat die Tour de France erobert, bei den Monumenten dominiert und das Regenbogentrikot gewonnen, doch die Classicissima bleibt einer der wenigen großen Titel, die ihm noch fehlen.
Eine neue Entwicklung in dieser Woche deutet darauf hin, dass Pogačar und UAE Team Emirates - XRG erneut planen, das Rennen bis an seine Grenzen zu treiben.
Bei einer Trainingsfahrt an der ligurischen Küste fuhr Pogačar eine neue persönliche Bestzeit an der Cipressa. Laut Strava-Daten der Ausfahrt absolvierte er den 5,6-Kilometer-Anstieg in 8 Minuten und 51 Sekunden und verbesserte seine bisherige Bestmarke um sechs Sekunden.
Die Zahl sticht ins Auge, weil sie einen klaren Referenzpunkt bietet. Im Vorjahr kletterten Pogačar und Mathieu van der Poel denselben Anstieg in 8 Minuten und 57 Sekunden während ihrer entscheidenden Aktion.
Auf dem Papier liegt die Trainingsleistung des Slowenen damit schneller als das Tempo in einem der explosivsten Momente der Ausgabe 2025.
Die Cipressa weist im Schnitt etwas über vier Prozent auf und ist damit einer der ungewöhnlichsten Anstiege, die ein Monument prägen. Lang, schnell und selten allein rennentscheidend, ist sie dennoch zum Brennpunkt der UAE-Versuche geworden, Mailand–Sanremo selektiv genug für Pogačars Angriffsart zu machen.

Die Cipressa bleibt Dreh- und Angelpunkt von Pogačars Sanremo-Ambitionen

In den jüngsten Ausgaben versuchte UAE wiederholt, die Cipressa zum entscheidenden Absprungpunkt zu machen. Mit einem außergewöhnlich hohen Tempo will das Team das Feld ausdünnen, bevor Pogačar vor dem Poggio attackiert.
Im vergangenen Jahr war die Taktik beinahe siegreich. Pogačar beschleunigte am Anstieg, und nur Mathieu van der Poel konnte folgen, bevor der Niederländer schließlich in San Remo gewann.
Pogačars jüngste Trainingsfahrt deutet darauf hin, dass das Tempo diesmal noch weiter nach oben geschraubt werden könnte.
Bei der Einordnung solcher Leistungen gibt es jedoch einen wichtigen Vorbehalt. Trainingseinheiten können mit Führung durch Teamkollegen oder Fahrzeuge erfolgen, und die Bedingungen unterscheiden sich deutlich von einem straff kontrollierten Peloton bei einem Monument.
Dennoch sendet die Ausfahrt ein klares Signal zu Pogačars Absichten.
Mailand–Sanremo hat sich wiederholt als eines der schwersten Rennen für die angriffslustigsten Fahrer erwiesen. Die Anstiege sind kurz, die Steigungen moderat, und das Finale belohnt Geduld ebenso wie Kraft.
Sollte es Pogačar und UAE jedoch gelingen, das Tempo an der Cipressa auf ein noch extremeres Niveau zu heben, könnte das vertraute Sanremo-Drehbuch erneut unter Druck geraten.
Und das Rennen, das sich Pogačar bislang entzogen hat, könnte zu einer der prägenden Auseinandersetzungen der Saison 2026 werden.
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