TRANSFERMARKT: Visma bestätigt endlich die Verpflichtung des jungen französischen Talents – „Die Geschichte des Teams und seine Pläne haben mich wirklich überzeugt“
Transfermarkt. Es ist ein Deal, der seit Monaten vorbereitet wurde, aber offenbar erst zum Jahresbeginn 2026 öffentlich gemacht werden durfte. Zum Start des Jahres heißt Team Visma | Lease a BikeLouis Barré von Intermarché - Wanty offiziell willkommen im Team.
Louis Barré wechselt zu Team Visma | Lease a Bike: Deal für 2026 fix
Der Wechsel war seit Längerem erwartet worden: Der Franzose wurde seit dem tiefen Winter mit der niederländischen Mannschaft in Verbindung gebracht, nachdem die Lotto-Intermarché-Fusion die Verträge bei Intermarché faktisch entwertet hatte. Er trainierte zudem in Spanien mit dem niederländischen Team, was die enge Verbindung schon früh bestätigte.
„Louis ist uns in den härteren Eintagesrennen aufgefallen. Dort hat er starke Resultate eingefahren und sich auch im Dauphiné gezeigt“, sagte Sportdirektor Grischa Niermann in einer Pressemitteilung. „Er ist noch relativ jung und hat großes Entwicklungspotenzial. Wir glauben, dass er sich in unserem Team weiter steigern kann und sehen ihn als starke Verstärkung für unser Aufgebot bei den anspruchsvollen Hügelflams.“
Der 25-Jährige erlebte 2025 sein bislang bestes Jahr: Platz sechs beim Amstel Gold Race und beim GP de Montréal, dazu mehrere starke Auftritte auf WorldTour-Niveau und darunter. Ähnlich wie Axel Zingle und einige weitere jüngere Visma-Zugänge ist er ein Fahrer mit nachweislichem Erfolg, dessen volles Potenzial die Mannschaft nun ausschöpfen will.
„Die Geschichte des Teams und die Pläne haben mich wirklich überzeugt“, erklärte der ehemalige Intermarché - Wanty-Profi. „Team Visma | Lease a Bike gehört zu den besten Teams der Welt, und ich bin überzeugt, dass ich mit der Unterstützung und Struktur hier große Fortschritte machen kann. Das Team ist in allen Bereichen innovativ: Ernährung, Material, Trainingslager und mehr. Ich will mich fordern, und ich denke, hier kann ich die beste Version meiner selbst werden.“
Seine Rolle wird im Laufe der Saison variieren und hängt auch davon ab, wie er sich als Fahrer entwickelt. Die Klassiker bleiben jedoch sein natürliches Terrain. „Ich möchte mich weiter auf die hügeligen Klassiker konzentrieren, weil ich dort am stärksten bin. Aber ich freue mich auch darauf, mich in einwöchigen Rundfahrten zu verbessern und die besten Gesamtklassmentfahrer der Welt zu unterstützen, wenn sie um den Sieg kämpfen.“
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.