Der UCI-Cyclocross-Weltcup kehrt in diesem Winter erstmals seit über einem Jahrzehnt nach Großbritannien zurück, nachdem die Organisatoren bestätigt haben, dass Glasgow im Dezember eine Runde der Serie ausrichten wird.
Das Rennen ist für den 13.12.2026 im Kelvingrove Park angesetzt und bildet den dritten Stopp der Weltcup-Saison 2026–2027.
Die britische Runde liegt zwischen dem tschechischen Doppelauftakt zum Saisonbeginn und den traditionellen Rennen im belgischen Kernland später im Dezember.
Es ist der erste Besuch der Serie im Vereinigten Königreich seit der Runde in Milton Keynes 2014 und beendet eine 12-jährige Lücke, die britische Cross-Fans lange frustrierte.
Ein Heim-Weltcup für Cameron Mason
Die Glasgow-Runde schafft zudem eine seltene Heimchance für die britischen Spitzenfahrer, allen voran Nationalmeister
Cameron Mason, der weniger als eine Stunde von der Stadt entfernt aufgewachsen ist.
Mason nannte das Event einen prägenden Moment seiner Karriere und sagte, es werde ein besonderes Erlebnis, im Trikot des britischen Meisters vor Heimpublikum an der Startlinie zu stehen.
Die Präsenz einer britischen Weltcup-Runde könnte dem Sport im Land zusätzlich Auftrieb geben, da Elite-Cyclocross im Winterkalender weitgehend in Belgien und den Niederlanden konzentriert ist.
Das Event umfasst Elite-Rennen der Männer und Frauen und gibt damit auch Schottlands amtierender Frauen-Nationalmeisterin Anna Flynn die Gelegenheit, auf heimischem Terrain zu starten.
Eine wachsende Ära großer Radsport-Events in Großbritannien
Die Rückkehr des Cyclocross-Weltcups ist Teil einer breiteren Strategie von British Cycling, große internationale Rennen wieder ins Vereinigte Königreich zu holen.
Glasgow hat seine Fähigkeit zur Ausrichtung großer Radsportveranstaltungen bereits bewiesen und 2023 die multidisziplinären UCI Radsport-Weltmeisterschaften ausgetragen, die mehrere WM-Wettkämpfe zu einem globalen Festival des Radsports bündelten.
Noch größere Ereignisse zeichnen sich ab. Großbritannien bereitet sich zudem darauf vor, 2027 sowohl den Start der Männer- als auch der Frauen-Tour de France auszurichten – ein beispielloses doppeltes Grand Départ, das das größte Rennen des Sports zurück auf britische Straßen bringt.
Vor diesem Hintergrund ist die Ankunft des Weltcups in Glasgow ein weiterer Schritt, das Land wieder enger mit dem höchsten Niveau des internationalen Radsports zu verbinden.
Stars des Sports könnten in Glasgow am Start stehen
Die Startliste wird erst näher am Event bestätigt, doch die Organisatoren hoffen, dass die schottische Runde viele der ganz großen Namen anzieht.
Dazu könnten Fahrer wie
Mathieu van der Poel zählen, der sich Anfang des Jahres ein historisches achtes Cross-Regenbogentrikot sicherte, ebenso wie Olympiasieger im Mountainbike
Tom Pidcock und die amtierende Frauen-Weltmeisterin Lucinda Brand.
Für britische Fans bietet das Dezember-Rennen in Glasgow etwas, das im Kalender seit mehr als einem Jahrzehnt fehlte: die Chance, die besten Cyclocrosser der Welt auf heimischem Boden zu erleben.