Es ist der 01.01., und Fahrer, die im Transfersommer wechselten, dürfen endlich ihre neuen Trikots präsentieren. Besonders im Fokus: Juan Ayuso in Lidl-Trek-Farben nach seinem Abschied von UAE sowie Remco Evenepoel bei Red Bull - BORA - hansgrohe nach dem Wechsel von Soudal Quick-Step. Für Fans ist es ein spannender Tag, an dem neue Material- und Farb-Kombinationen erstmals sichtbar werden – und die nächsten 12 Monate das Bild des Pelotons prägen werden.
Ayuso bei Lidl-Trek
Juan Ayuso hat bis 2030 bei Lidl-Trek unterschrieben und damit seinen frühen Abschied von UAE Team Emirates - XRG nach internen Spannungen und einer unklaren Rolle besiegelt. Der Wechsel unterstreicht die Wette des US-Teams auf eines der größten Talente im Peloton und öffnet ihm die Tür zur Tour-de-France-Kapitänsrolle. In seiner neuen Mannschaft übernimmt Ayuso zentrale Verantwortung in Grand Tours und Rundfahrten, mit hohen Leistungszielen und einer Schlüsselrolle im mittel- und langfristigen Projekt des Teams. Das US-Team hat seinen Neuzugang bereits präsentiert.
Evenepoel in Red Bull
Remco Evenepoel, zweifacher Olympiasieger und einer der größten Namen des Sports, hat Soudal - Quick-Step verlassen und sich Red Bull - BORA - hansgrohe angeschlossen. Nach monatelangen Spekulationen bestätigt, markiert der Transfer eine klare Weichenstellung seiner Karriere mit stärkerem Fokus auf Grand Tours, insbesondere die Tour de France.
Seine Ankunft formt auch das deutsche Team neu, das bereits Fahrer wie Florian Lipowitz, Jai Hindley und Primoz Roglic umfasst, und verlangt eine neue Führungsbalance. Gleichzeitig stärkt es die Ambitionen, in den Grand Tours auf Augenhöhe um den Sieg zu fahren. Endlich zeigt er sich in seinen neuen Farben:
INEOS Grenadiers
Auch die INEOS Grenadiers, ebenfalls mit neuen Gesichtern, haben ihr Trikot präsentiert: Neuzugänge Oscar Onley und Kevin Vauquelin zeigen Gobiks neues Design, das den traditionellen Rotton hinter sich lässt und auf eine markantere Mischung aus Orange und Weiß setzt.
Wir werfen zudem einen Blick auf weitere Fahrer, die nun in ihren neuen Farben zu sehen sind:
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.