Valenciana-Verletzung bremst Cian Uijtdebroeks weiter – könnte Paris–Nizza in der Vorbereitung auf die Tour de France verpassen

Radsport
Mittwoch, 04 März 2026 um 8:00
CianUijtdebroeks 3
Cian Uijtdebroeks sollte in diesem Frühjahr bei Paris–Nice debütieren, doch sein Start beim französischen Etappenrennen ist nach seiner Verletzung im Februar fraglich. Der junge Belgier, ein prominenter Movistar-Team-Zugang für 2026, musste die Volta a la Comunitat Valenciana nach einem Sturz auf der 3. Etappe mit einer Verletzung am linken Ellenbogen aufgeben.
Seitdem absolvierte er nur wenige Ausfahrten im Freien, während die Genesung andauert. Das Team will daher noch einige Tage abwarten, bevor entschieden wird, ob er am „Rennen zur Sonne“ teilnehmen kann, das am 08.02. startet.
Laut mehreren Berichten haben medizinische Untersuchungen bei Uijtdebroeks eine Fissur am Radiuskopf des linken Arms bestätigt, die eine Phase aktiver Ruhe erfordert. Zwar galt die Verletzung zunächst nicht als schwere Fraktur, doch spätere Befunde zeigten ein komplexeres Bild als gedacht – ein Szenario, das ihn aus Paris–Nice herausnehmen könnte.
Dieser Einsatz wäre der erste wichtige Formtest des Belgiers im neuen spanischen Team gewesen. Die Saison 2026 war für Uijtdebroeks nach seiner Unterschrift bei Movistar Team besonders mit Spannung erwartet worden. Er band sich bis 2029 mit dem Ziel, bei Grand Tours als Kapitän oder Co-Kapitän anzutreten.

Chance zur Rückkehr

Der 23-Jährige kam vom starken Visma | Lease a Bike, nachdem er 2025 die Tour de l’Ain gewonnen und sein Potenzial in Rundfahrten unterstrichen hatte. Vor seinem Wechsel zu Movistar Team überzeugte Uijtdebroeks zudem bei der Vuelta a España, wo er 2023 Rang acht belegte – ein Ergebnis, das seine Klassement-Ambitionen bei Grand Tours untermauerte.
Sein Abschied von Visma galt als Chance, ein Umfeld zu finden, das besser zu seinem Anspruch passt, in dreiwöchigen Rundfahrten die Führungsrolle zu übernehmen – eine Position, die im früheren Team wegen interner Konkurrenz schwer zu sichern war. Dennoch verlief auch die vergangene Saison nicht störungsfrei, mit krankheitsbedingten Ausstiegen und Problemen im Jahr 2024, die Teile seines Programms beeinflussten.

Paris–Nice, Katalonien oder die Tour de France

Movistar hatte Paris–Nice als ersten großen Prüfstein für Uijtdebroeks vorgesehen – eingebettet in ein Programm mit der Volta a Catalunya, den Ardennen-Klassikern und vor allem der Tour de France. Für die Grande Boucle war der Belgier als einer der Anführer eingeplant, zumal das spanische Team nach einer Neuordnung Enric Mas auf den Giro d’Italia und die Vuelta a España fokussiert.
Sollte Paris–Nice angesichts seines Zustands zu früh kommen, könnte die zwei Wochen später startende Volta a Catalunya die nächste Gelegenheit sein, Wettkampfrhythmus zu finden und Ziele anzugehen, die besser zu seiner physischen Verfassung passen.
Die Verpflichtung von Uijtdebroeks war einer der auffälligsten Coups des vergangenen WorldTour-Transferfensters. Seine Ankunft bei Movistar Team weckte große Aufmerksamkeit bei Fans und Analysten, zumal er als kompletter Fahrer gilt, der um Gesamtwertungen bei Grand Tours kämpfen kann.
Auch wenn die Verletzung seinen Saisonauftakt überschattet, hofft das Team weiterhin, dass der Belgier bald ins Renngeschehen zurückkehrt und die für 2026 gesteckten Ziele erreicht. Sein Fortschritt in den kommenden Wochen wird entscheiden, ob er in Paris–Nice startet oder sein Comeback auf spätere Höhepunkte wie die Katalonien-Rundfahrt oder die Tour de France verschiebt.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading