Mads Pedersen beendete seine
Dwars door Vlaanderen 2026
mit Platz zehn und durchweg positiven Eindrücken an seinem dritten Renntag nach der Rückkehr. Am Sonntag folgt die
Flandern-Rundfahrt, bei der der
Lidl-Trek-Kapitän den Sieg gegen Tadej Pogacar, Mathieu van der Poel,
Remco Evenepoel und Wout van Aert anpeilt.
Pedersen über Form, Ganna-Sieg und Ziel Flandern-Rundfahrt
Pedersen wertete den Tag als Schritt nach vorn im Aufbau zu den großen Frühjahrszielen. „Es war ein guter Renntag“,
sagte er zu Cycling Pro Net und betonte, dass das Team bewusst ein hartes Szenario gesucht habe, um Rennhärte zu sammeln. „Wir wollten einen langen, harten Tag, und den haben wir bekommen. Am Ende war es solide.“
Zu seiner Form bekannte der Däne, dass er noch nicht auf dem Zenit ist, die Beine sich aber besser anfühlen als erwartet. „Natürlich wäre es schöner, sich wie ein Motorrad ohne Kette zu fühlen“, witzelte er in Anspielung auf das Idealniveau, das er noch nicht erreicht hat. „Aber heute lief es gut.“
Das Finale zeigte sowohl seine Konkurrenzfähigkeit als auch die aktuellen Grenzen. In den Schlusskilometern versuchte das Team, seine Karten auszuspielen, doch am Ende entschied ein sehr harter Sprint. „Uns war klar, dass es ein langer Sprint sein würde, um Wout zu holen“, erklärte er die entscheidende Phase.
Der Sieg ging schließlich an Filippo Ganna, dessen Kaltblütigkeit im Finale Pedersen lobte. „Er hat es perfekt gemacht. Er hat lange genug gewartet und ihn (Van Aert) auf der Linie noch gekriegt“, sagte er.
Pedersen weiß, woran er arbeiten muss
Für sich selbst formulierte der Däne klar, was noch fehlt. „Mir fehlen noch die Beine für einen richtigen Sprint“, gab er zu. „Ich weiß, dass das im Moment Teil dessen ist, was mir noch abgeht.“
Trotzdem fällt die Gesamtbilanz im Kontext seines Comebacks positiv aus. „Es war ein guter Renntag und das war das Wichtigste“, betonte er.
Mit Blick auf die Flandern-Rundfahrt blieb Pedersen vorsichtig, was seine Chancen gegen die großen Favoriten im Feld angeht. „Ziemlich gut“, antwortete er auf die Frage nach seinem generellen Gefühl wenige Tage davor.
Mads Pedersen bei der E3 Saxo Classic am vergangenen Wochenende
Optimistische Prognosen vermied er jedoch. „Ich werde nicht sagen, dass es reicht, ich weiß es nicht“, stellte er klar und betonte, dass er sein wahres Niveau erst im Rennen testen müsse.
„Ich gebe euch eine deutlich bessere Antwort nach Sonntag“, schloss er und ließ offen, welches Potenzial er vor einer der großen Klassiker der Saison abrufen kann.