„Ich bin eine Gewinnerin, also ja, die Tour und die Weltmeisterschaft sind immer noch in meinem Kopf" - Demi Vollering beendet die Saison 2025 mit unerledigten Aufgaben und einem Punkt, den sie beweisen muss
Radsport
Die Anfang des Monats zur Europameisterin gekrönte Demi Vollering ist mit ihrem ersten Jahr bei FDJ-Suez zufrieden, aber die Niederländerin ist die erste, die zugibt, dass sie noch etwas zu erledigen hat. Der zweite Platz bei der Tour de France Femmes und die taktische Enttäuschung bei den UCI-Straßenweltmeisterschaften sind ihr noch gut in Erinnerung und sorgen für einen neuen Motivationsschub für 2026.
„Ich bin ein Gewinner, es gibt immer etwas zu verbessern", sagte Vollering in Zitaten, die von L'Equipe diese Woche im FDJ-Hauptquartier in Boulogne-Billancourt gesammelt wurden. „Natürlich denke ich immer noch an die Tour und die Weltmeisterschaften. Ich hätte dort gerne Erfolg gehabt. Aber so ist der Sport - das macht ihn umso schöner. Wenn ich es in Zukunft schaffe, wird das diese Momente noch spezieller machen."
Eine Saison der Höhenflüge - und eine entscheidende späte Blütezeit
Vollerings 2025er-Kampagne endete am 4. Oktober mit einer Solo-Attacke über fast 40 Kilometer, mit der sie sich ihren ersten europäischen Titel sicherte. Dieser Triumph war die Krönung einer bereits herausragenden Saison mit Siegen bei Strade Bianche, La Vuelta Femenina, Itzulia Women und Volta a Catalunya Femenina.
„Die jüngsten Erinnerungen sind immer die stärksten, daher wird mir die Europameisterschaft auf jeden Fall in Erinnerung bleiben", sagte sie. „Aber wenn ich an den Beginn des Jahres zurückdenke, habe ich Strade Bianche wirklich geliebt. Das ganze Team ist ein brillantes Rennen gefahren - wahrscheinlich unsere beste kollektive Leistung - also ist das eine besondere Erinnerung. Auch die Vuelta war großartig. Es gab viele gute Momente."
Für Vollering war ihr Formhoch am Ende der Saison kein Zufall. „Kurz vor den Weltmeisterschaften habe ich einen wirklich guten Trainingsblock absolviert, aber während des Rennens selbst fühlte ich mich nicht gut", erklärte sie. „Die Bedingungen waren schwierig, und mein Menstruationszyklus erschwerte die Dinge zu diesem Zeitpunkt... Es war nicht perfekt, aber ich denke, die ganze Arbeit, die ich im Trainingslager in Livigno geleistet habe, hat sich bei den Europameisterschaften ausgezahlt."

Vollering belegte bei der Tour de France hinter Pauline Ferrand-Prevot den 2.
Tour de France und Worlds fahren sie immer noch
Trotz aller Triumphe weiß Vollering ganz genau, wo sie sich verbessern will. Ihr zweiter Platz bei der Tour - hinter einer wiedererstarkten Pauline Ferrand-Prevot - und ihr siebter Platz bei den Weltmeisterschaften stehen ganz oben auf der Agenda.
„Ich denke, auch ohne den Europameistertitel, mit Strade, der Vuelta und all den Podiumsplätzen, die ich erreicht habe, wäre es eine fantastische Saison gewesen", sagte sie. „Aber die Tour und die Weltmeisterschaften sind immer in meinem Kopf. Das sind die Rennen, bei denen ich mein Bestes geben will."
Dieser Ehrgeiz prägt ihren Winter. „In Topform für die Tour zu sein, ist schon jetzt eines der aufregendsten Ziele", fügte sie hinzu. „Ich liebe die Vorbereitung auf die Saison - diese ersten Rennen, bei denen alle so glücklich sind, wieder an Wettkämpfen teilnehmen zu können. Ich freue mich schon jetzt darauf."
Eingewöhnt bei FDJ-Suez, bereit zu wachsen
Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die Vollering aus dem Jahr 2025 mitnimmt, ist das Gefühl der Zugehörigkeit zu ihrem neuen Team, nachdem sie am Ende der letzten Saison vom Team SD Worx-Protime wechselte. Sie glaubt, dass das zweite Jahr noch stärker sein wird.
„Es wird einfacher sein, weil es mein zweites Jahr in diesem Team sein wird", sagte sie. „Es war für alle neu, dass sie mich in diesem Jahr unterstützt haben, aber in der nächsten Saison werden wir uns alle besser kennen, und das wird sehr hilfreich sein. Ich fühle mich hier wirklich zu Hause. Bei den Weltmeisterschaften war ich wirklich aufgeregt, weil ich wusste, dass ich meine Teamkollegen nach langer Zeit wiedersehen würde. Wenn man dieses Gefühl hat, bedeutet das, dass die Dinge gut laufen - und das ist großartig."
Sie begrüßt auch die wachsende Konkurrenz auf der Straße, vor allem durch die Rückkehr von Ferrand-Prevot. „Ehrlich gesagt, treibt mich jeder starke Fahrer dazu an, besser zu werden und mich weiterzuentwickeln. Das kann also nur etwas Gutes sein."
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Ein hungriger Champion
Die Niederländerin nahm sich auch einen Moment Zeit, um den Aufstieg ihrer Teamkollegin Celia Gery zu loben, die Anfang des Monats in Ruanda den U23-Weltmeistertitel holte. „Ich bin noch nie mit ihr gefahren, aber ich hoffe, dass ich das in Zukunft tun werde", sagte Vollering. "Sie ist unglaublich - in dem Moment, in dem sie auf das Rad steigt, ist sie ein Killer. Ich liebe diese Art von Mentalität. Es ist wirklich beeindruckend, sie im Peloton zu beobachten und zu sehen, wie gut sie ein Rennen lesen kann. Sie ist sehr talentiert, und ich hoffe, dass sie sich weiter so entwickelt. Ich bin mir sicher, dass sie das tun wird - denn sie ist eine Gewinnerin.
Vollerings Saison 2025 war geprägt von großen Siegen und einem glanzvollen Finale, aber das Feuer, das für die größten Preise des Sports brennt, ist unübersehbar. Ein europäischer Titel mag das Jahr gekrönt haben - aber es sind die, die ihr entgangen sind, die ihre Zukunft bestimmen.

Franco PerezRedakteur
Franco Perez ist seit 2025 Redakteur bei Radsportaktuell.de und arbeitet von Deutschland aus. Er berichtet über den professionellen Radsport mit Schwerpunkt auf der WorldTour, den großen Klassikern und den Grand Tours – darunter die Tour de France, der Giro d’Italia und La Vuelta a España – sowie über den internationalen Cyclocross-Kalender. Seine Arbeit umfasst Vorberichte und Rennberichte, in denen er Renndynamik, Taktik und Entwicklungen im Peloton klar und nachvollziehbar einordnet.
Neben eigenen Beiträgen unterstützt Franco die Redaktion vor allem redaktionell: Er überarbeitet Texte, strukturiert Inhalte und achtet auf Konsistenz und Qualität, damit Berichte präzise, verständlich und sachlich belastbar bleiben. In seiner redaktionellen Arbeit legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026









