Streckenprofil & Route Mailand–Sanremo 2026

Radsport
Freitag, 13 März 2026 um 11:15
Profil_MilanoSanremo2026
Die Königin aller Klassiker: Milano–Sanremo. Das italienische Rennen ist das erste der fünf Monumente der Saison und zugleich der längste Wettbewerb im Profi-Straßenkalender. Jahr für Jahr liefert es reichlich Action und gilt als das knappste aller Monumente. Wir blicken auf das Profil. Der Start ist für 10:10 Uhr, der Zieleinlauf für 16:35 Uhr CET erwartet.
Erstmals ausgetragen wurde das Rennen 1907, als der legendäre Lucien Petit-Breton die Premiere gewann. Der Erfolg war von Beginn an programmiert, zahlreiche große Namen prägten seither die Via Roma. Alfredo Binda, Gino Bartali, Fausto Coppi, Rik Van Looy, Raymond Poulidor, Tom Simpson, Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck, Francesco Moser, Laurent Fignon, Claudio Chiappucci, Erik Zabel, Mario Cipollini, Paolo Bettini, Óscar Freire, Filippo Pozzato...
Jede Generation hat in Sanremo ihre Besten gekrönt und so das Prestige des Rennens auf ein Niveau gehoben, das nur wenige erreichen. Der Kurs erlaubt offene Rennen und Sieger aus unterschiedlichen Spezialisten-Lagern. Fast jeder moderne Gewinner gehörte zu den Topfahrern seiner Ära. Fabian Cancellara, Mark Cavendish, Alexander Kristoff, John Degenkolb, Arnaud Démare, Michal Kwiatkowski, Vincenzo Nibali, Julian Alaphilippe, Wout van Aert, Jasper Stuyven, Matej Mohoric, Mathieu van der Poel, Jasper Philipsen...
Es ist tatsächlich ein Rennen wie kein anderes. 2025 gewann Mathieu van der Poel nach einem packenden Duell mit Tadej Pogacar an der Cipressa und am Poggio di Sanremo.

Profil: Pavia - Sanremo

Profil_MilanoSanremo2026
Pavia - Sanremo, 298,2 Kilometer
Der Start erfolgt in diesem Jahr in Pavia, es ist das längste Profirennen im Kalender. 298 Kilometer (plus Neutralisation) werden am Ende in allen Beinen stecken, der Kurs bringt die bekannten Schlüsselstellen. Auf dem traditionellen Weg entlang des Ligurischen Meeres warten die Tre Capi. Hier fallen selten entscheidende Attacken, doch Teams mit Offensivplänen werden das Tempo verschärfen.
Capo Mele – 1,9 km; 4,2 %; 52 km vor dem Ziel
Capo Cervo – 1,9 km; 2,8 %; 47,4 km vor dem Ziel
Capo Berta – 1,8 km; 6,7 %; 39 km vor dem Ziel
Danach geht es rasch zu den entscheidenden Passagen.
Die Cipressa misst 5,6 km bei durchschnittlich 4,1 %. Für sich genommen kein harter Anstieg, doch oben stehen bereits über sechs Rennstunden zu Buche. In den letzten Jahren wurde hier so hart attackiert wie auf kaum einem WorldTour-Berg. Damit haben Kletterer wieder echte Chancen, auch wenn die Positionierung vor und in den Anstieg entscheidend ist und der Anflug heikel bleibt.
Die reinsten Sprinter versuchen sich zu verstecken, bleiben aber vorne platziert. Die Abfahrt der Cipressa ist sehr technisch. Entsprechend tobt nicht nur der Versuch einiger Teams, die Sprinter früh zu ersticken, sondern auch der Kampf um Positionen vor dem Anstieg und über dessen Kuppe. Das macht diese Rennphase extrem nervös und schnell.
Cipressa: 5,6 km; 4 %; 21,6 km vor dem Ziel
Cipressa: 5,6 km; 4 %; 21,6 km vor dem Ziel
Der letzte Anstieg ist der Poggio di Sanremo, der härteste leichte Berg der Welt. Wie alles in diesem Rennen wirkt die Distanz: Am Gipfel sind 292 km absolviert. Meist geht es in leichter Steigung bergauf, es beginnt mit Kehren nahe dem Meer. In den letzten 800 Metern folgt die steilste Rampe mit rund 8 %, kurz, aber häufig der Ort für die finale Attacke.
Poggio di Sanremo: 3,6 km; 3,7 %; 5,5 km vor dem Ziel
Poggio di Sanremo: 3,6 km; 3,7 %; 5,5 km vor dem Ziel
Genauso wichtig wie der Anstieg ist die Abfahrt. Sie ist technisch, erlaubt nach dem Gipfel etwas Erholung und ist eine echte Waffe für Solisten. Unten bleiben nur 2200 Meter bis zum Ziel. Hier setzte Matej Mohoric 2022 seine entscheidende Attacke.
Abfahrt des Poggio di Sanremo
Abfahrt des Poggio di Sanremo
Auf der Via Roma wird der Sieger gekrönt. Der bekannte Schlussakkord: flach und schnurgerade, sodass Anfahrten und Nachführarbeit möglich bleiben – ein Vorteil für die Sprinter, die jedoch Support und kluge Positionierung brauchen. Und nicht vergessen: Ein Sprint nach 7 Stunden ist ein anderer als nach 4 oder 5.
Finale Milano–Sanremo
Finale Milano–Sanremo
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