Tom Pidcock hat
Milano - Torino 2026 mit einer eindrucksvollen Attacke im letzten Kilometer gewonnen. Auf den steilen Hängen der Superga traf der Brite im entscheidenden Moment die perfekte Wahl und setzte sich aus einer stark reduzierten Spitzengruppe ab.
Rund 600 Meter vor dem Ziel griff Pidcock an, riss sofort eine Lücke und ließ seinen Konkurrenten keine Chance mehr zur Reaktion. Tobias Halland Johannessen erwies sich als stärkster Verfolger und belegte Rang zwei, während
Primoz Roglic nach viel Führungsarbeit mit Platz drei zufrieden sein musste.
Frühe Aggression ebnet den Weg zum Superga-Showdown
Das Rennen nahm schon lange vor der entscheidenden Attacke an Intensität auf. Eine sechsköpfige Ausreißergruppe prägte die Anfangsphase, wurde jedoch nach und nach vom Zusammenspiel von Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team, Red Bull - BORA - hansgrohe und UAE Team Emirates - XRG gestellt.
Mit dem ersten Anstieg zur Superga verschärfte sich das Tempo deutlich. Roglic forcierte das Rennen auf den steilsten Rampen, sorgte für eine erste Selektion und reduzierte das Feld früh auf eine Gruppe von Favoriten.
Noch vor dem finalen Anstieg blieb das Rennen offensiv. Pidcock und Cian Uijtdebroeks setzten in der Übergangsphase gezielte Attacken, um einen kontrollierten Rennverlauf zu verhindern.
Boichis-Angriff und Gegenattacken ziehen das Rennen in die Länge
Die Angriffe hielten weiter an. Adrien Boichis setzte sich ab und verschaffte Red Bull - BORA - hansgrohe zwischenzeitlich eine taktisch komfortable Situation, während Roglic in der Verfolgung zunächst abwartete.
Im Feld dahinter blieb die Situation offen. Immer wieder folgten Gegenattacken, bei denen erneut Pidcock und Uijtdebroeks zu den aktivsten Fahrern gehörten, als sie versuchten, die Lücke zu schließen.
Kurz vor dem finalen Anstieg wurde Boichis gestellt, doch das Rennen war längst zersplittert. Nur noch eine kleine Gruppe von Favoriten blieb übrig - unter konstantem Druck und ohne echte Erholungsphase.
Elitegruppe formiert sich unter hohem Tempo
Am Schlussanstieg sorgten weitere Tempoverschärfungen für eine erneute Selektion. Roglic griff mehrfach an und testete die Konkurrenz, während Movistar zwischenzeitlich das Tempo für Uijtdebroeks stabilisierte.
Innerhalb der letzten zwei Kilometer kristallisierte sich eine exklusive Spitzengruppe heraus: Pidcock, Roglic, Johannessen und Uijtdebroeks bestimmten das Rennen, während Fahrer wie Giulio Pellizzari dem hohen Tempo nicht mehr folgen konnten.
Perfektes Timing entscheidet das Rennen
Bei hohem Grundtempo und kleiner Gruppe fiel die Entscheidung erst spät. Roglic erhöhte im Schlusskilometer noch einmal den Druck, Uijtdebroeks reagierte mit einer weiteren Attacke - doch keiner konnte sich entscheidend absetzen.
Pidcock wartete auf genau diesen Moment.
Rund 600 Meter vor dem Ziel setzte er seine Attacke auf dem steilsten Abschnitt, riss sofort eine Lücke und fuhr souverän dem Sieg entgegen. Johannessen begrenzte den Abstand und sicherte sich Platz zwei, während Roglic, der das Rennen lange geprägt hatte, auf die entscheidende Beschleunigung nicht mehr reagieren konnte und Dritter wurde.