Florian Lipowitz startete in die
Tour de France 2026 mit dem Ziel, seinen Podestplatz aus dem Vorjahr zu wiederholen, doch ein Sturz im Schlussteil des Einzelzeitfahrens der 16. Etappe beendete seine Gesamtklassement-Hoffnungen, während er auf Rang fünf lag.
In einer engen Kurve, in der mehrere Fahrer Probleme hatten,
rutschte Lipowitz weg und prallte gegen die Absperrung. Für den 25-Jährigen war das Rennen sofort vorbei, er musste mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben.
„Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Die Operation ist gut verlaufen, ich bin bereits wieder zu Hause und konzentriere mich auf die Genesung“, erklärte der Red Bull - BORA - hansgrohe-Profi in der ARD.
Lipowitz räumt ein, dass er eine Woche nach dem Sturz noch nicht komplett schmerzfrei ist: „Ich habe noch ein bisschen mit dem Rücken und der Atmung zu kämpfen.“
Noch kein Rückkehrdatum
Der 25-Jährige nannte keinen konkreten Zeitplan für sein Comeback. Zugleich bedankte er sich für die zahlreichen aufmunternden Nachrichten nach seinem Sturz.
„Es ist natürlich schön zu sehen, dass alle Fans und viele andere mich ermutigen. Das gibt mir definitiv Motivation, so schnell wie möglich wieder aufs Rad zu steigen“, betonte Lipowitz.
Am Ende stand Red Bull - BORA - hansgrohe auch ohne Lipowitz auf dem Schlusspodium – dank Neuzugang 2026 Remco Evenepoel, der nach dem Ausstieg von Jonas Vingegaard der beste der Verfolger war.
Lipowitz hatte daran seinen Anteil, auch wenn er die Schlusswoche nur von außen verfolgen konnte: „Ich habe zwei Wochen lang mit ihnen gekämpft, und natürlich freue ich mich, dass sie das bis nach Paris durchgezogen haben“, sagte er.
„Am Ende steht ein Fahrer auf dem Podium, aber dahinter steckt natürlich ein riesiges Team. Darauf können alle stolz sein, und ich hoffe, sie feiern heute in Paris richtig“, so Lipowitz.
„Es ist schade, Florian nicht dabei zu haben“
Teammanager
Ralph Denk bedauerte das Fehlen von Lipowitz bei den Feierlichkeiten in Paris. „Es tut ein bisschen weh. Mir hat der Florian gefehlt. Ich hätte ihn gern hier gehabt. Ich glaube, Florian hätte am letzten Wochenende eine große Rolle gespielt“, sagte Denk der ARD.
Denk attestierte Lipowitz „einen fantastischen Job“: „Er ist hier in überragender Form angekommen. Es tut mir immer noch leid für ihn, dass er so nach Hause musste. Aber er weiß, wie es sich anfühlt, hier auf dem Podium zu stehen. Ich würde es ihm von Herzen gönnen, wenn er irgendwann wieder hier auf dem Podium stehen würde.“