„Der Plan war, ein paar Sprinter wehzutun“: Mathieu van der Poel zerlegt das Peloton bei Tirreno–Adriatico zur Vorbereitung auf Mailand–Sanremo

Radsport
Montag, 16 März 2026 um 9:00
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Die Schlussetappe von Tirreno–Adriatico bot vom Start bis ins Ziel packende Action. Während Jonathan Milan letztlich den Massensprint gewann und Isaac del Toro souverän den Gesamtsieg absicherte, prägten vor allem eine wuchtige 30-Kilometer-Offensive von Mathieu van der Poel und ein später Sturz seines Sprintkapitäns Jasper Philipsen den Tag.
Im Anlauf zum Finale zündete Mathieu van der Poel die Show. Am Anstieg nach Ripatransone setzte sich der Niederländer an die Spitze des Feldes und sprengte das Rennen im Alleingang. Über beeindruckende 30 Kilometer hielt er ein gnadenlos hohes Tempo – eine massive Belastungseinheit mit Blick auf Mailand–Sanremo.
Der Schaden dahinter war erheblich: Fahrer wie Arnaud De Lie (mit schleichendem Plattfuß) und sogar sein eigener Alpecin-Deceuninck-Teamkollege Jasper Philipsen fielen zwischenzeitlich zurück, während Wout van Aert noch dranhängen konnte. Für die Klassementfahrer wurde es kurz heikel, ehe sich das Peloton für den finalen Sprint wieder sammelte.
„Der Plan war, einigen Sprintern weh zu tun. Als Team haben wir unseren kleinen Plan gut umgesetzt“, sagte Van der Poel in einem Interview nach dem Rennen und bestätigte, dass die Beine heute – wie so oft – hervorragend waren.
Mathieu van der Poel jubelt über seinen Sieg auf Etappe 4 von Tirreno–Adriatico 2026
Mathieu van der Poel celebrating his win at stage 4 of the 2026 Tirreno-Adriatico

Spätes Pech für Philipsen

Nach der Regruppierung richteten sich alle Blicke auf den Massensprint. Doch das Finale wurde von einem schweren Sturz in den letzten drei Kilometern überschattet, in den Philipsen und Paul Magnier verwickelt waren. Glücklicherweise kamen beide ohne gravierende Verletzungen davon: Philipsen erlitt Schürfwunden, Magnier zog sich eine Beinblessur zu.
Alpecin-Deceuninck-Sportdirektor Christoph Roodhooft nahm rasch die Sorge um seinen Top-Sprinter. „Es ist schade, aber ansonsten scheint nichts Schlimmes zu sein. Mit Jasper ist alles in Ordnung“, erklärte Roodhooft. Nach dem Gespräch mit seinem Fahrer ergänzte er: „Ich war nicht dabei, aber Jasper sagt, dass Magnier eigentlich zu spät kam. Die Lenker verhakten sich. Besonders bitter ist, dass es drei Kilometer vor dem Ziel passiert.“
Auch Van der Poel äußerte sich zum unglücklichen Ende seines Teamkollegen: „Der Sturz von Jasper sah nicht allzu schlimm aus, aber es ist natürlich schade. Für ihn ist das eine verpasste Chance.“
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