„Jonas gehört zu den allerbesten Rennfahrern der Welt“ – Fahrer sehen Vingegaards Dominanz bei Paris–Nizza als wenig überraschend

Radsport
durch Nic Gayer
Montag, 16 März 2026 um 11:19
Jonas Vingegaard
Jonas Vingegaards souveräner Gesamtsieg bei Paris–Nizza 2026 überraschte im Peloton kaum jemanden. Der Däne präsentierte sich über die gesamte Woche hinweg immer wieder als stärkster Fahrer im Rennen.
Der Kapitän von Team Visma - Lease a Bike sicherte das Maillot Jaune schließlich in Nizza, nachdem er das Gesamtklassement über weite Strecken kontrolliert und auch auf der Schlussetappe in den Hügeln oberhalb der Côte d’Azur die entscheidenden Rennmomente geprägt hatte.

Anerkennung aus dem Peloton für Vingegaards Niveau

In von TV2 wiedergegebenen Aussagen deutete Kasper Asgreen an, dass das Ergebnis vor allem das konstante Niveau widerspiegelt, das Vingegaard seit Jahren an der Spitze des Sports zeigt.
„Es klingt fast frech, das zu sagen, aber es war wie erwartet“, sagte Asgreen. „Jonas gehört zu den allerbesten Radfahrern der Welt. Er ist unglaublich stark.“
Im Lager des Gelben Trikots verfolgten Vingegaards Teamkollegen auf der letzten Etappe eine klare Priorität: das Rennen kontrollieren und das Gesamtklassement sichern, statt unnötige Risiken für einen weiteren Etappensieg einzugehen.
„Das Hauptziel war, sicher durchzukommen, keine Risiken einzugehen und das Trikot zu verteidigen“, sagte Victor Campenaerts nach dem Ziel gegenüber TV2. „Wir waren auch nah am Etappensieg, aber Martinez ist stark gefahren. Wir sind wirklich glücklich, das Trikot verteidigt zu haben.“

Ein forderndes Finale in Nizza

Auch auf der Schlussetappe rund um Nizza entwickelte sich das Rennen vom ersten Kilometer an mit hohem Tempo. Mehrere Teams kämpften vor den entscheidenden Anstiegen um die Kontrolle über das Feld.
„Es war intensiv, und vor allem INEOS wollte das Zepter übernehmen“, erklärte Campenaerts. „Aber wir haben als Team auch gezeigt, dass wir das Rennen kontrollieren wollten. Für die Moral ist es richtig gut, dass wir das Trikot verteidigen konnten.“
Auch wenn Vingegaard im Etappenfinale hinter Lenny Martinez mit Rang zwei vorliebnehmen musste, stand der Gesamtsieg bereits lange vor dem Sprint in Nizza fest.
Für Asgreen, der das Rennen erstmals in seiner Karriere beendete, brachte der Finaltag dennoch ein persönliches Erfolgserlebnis. „Ich habe Paris–Nizza zum ersten Mal überhaupt geschafft!“, sagte er mit einem Lächeln.
Gleichzeitig verwies der Däne auf eine weitere Geschichte innerhalb des Rennens: Georg Steinhauser sicherte sich einen Platz auf dem Gesamtpodium. „Das war wahrscheinlich noch ein bisschen wichtiger“, sagte Asgreen. „Es war ein harter Kampf, aber Georg ist wirklich stark gefahren. Er ist superstark, und ich hatte schon eine Weile das Gefühl, dass es irgendwann so weit ist.“

Bestätigung eines bekannten Kräfteverhältnisses

Im gesamten Peloton wurde Vingegaards Triumph bei Paris–Nizza weniger als Überraschung, sondern vielmehr als Bestätigung seines außergewöhnlichen Niveaus gewertet.
Von seinen Teamkollegen bis zu den Rivalen im Feld war die Einschätzung nach acht intensiven Tagen in Frankreich eindeutig: Wenn der Däne in Topform antritt, überrascht das Ergebnis nur noch wenige.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading