Jonas Vingegaard gewann die beiden vorherigen Etappen bei Paris–Nizza und musste am Freitagnachmittag auf der hügeligen Ankunft in Apt vor allem seine Führung verteidigen. Der Kapitän des Team
Visma - Lease a Bike reagierte auf die späte Attacke von Lenny Martinez, hielt sich ansonsten jedoch den gesamten Tag im Windschatten seiner Teamkollegen und vermied im gefährlichen Finale jedes unnötige Risiko.
Das Team Visma - Lease a Bike kontrollierte die Etappe zunächst mit Blick auf Axel Zingle, doch der Franzose bekam am letzten Anstieg Probleme und spielte im Finale keine Rolle mehr.
Vingegaard kontert Martinez und vermeidet jedes Risiko
Victor Campenaerts blieb bis in die Schlusskilometer an der Seite von Jonas Vingegaard, während Lidl - Trek versuchte, das Feld zu spalten. Kurz darauf griff Lenny Martinez am letzten Anstieg des Tages an. Bei noch fünf Kilometern bis zum Ziel wollte der Franzose seine Begleiter abschütteln und den Unterschied machen.
Vingegaard reagierte sofort auf die Attacke, übernahm danach jedoch bewusst nicht die Führung. „Ich habe nicht wirklich an den Etappensieg gedacht. Mir liegen Etappen, die nach einer Abfahrt enden, nicht besonders, und diese war ziemlich gefährlich. Ich wollte einfach sicher ins Ziel kommen“, erklärte er nach dem Rennen.
Der Tag diente vor allem dem Verwalten des Vorsprungs - einer der letzten Schritte auf dem Weg zu einem möglichen Gesamtsieg beim französischen Etappenrennen. In diesem Sinne verlief die Etappe für den Dänen erfolgreich.
„Aber einfach war es trotzdem nicht. Der ganze Tag war ziemlich hart, deshalb bin ich zufrieden, dass wir ins Ziel gekommen sind“, sagte Vingegaard.
Während der Däne seinen entscheidenden Vorsprung bereits herausgefahren hat, wartet auf das Peloton auf dem Papier noch eine schwere Bergetappe nach Auron am Samstag. Sie gilt als letzte große Herausforderung der Woche für die Kletterer. Allerdings könnten schwierige Wetterbedingungen den Verlauf verändern - ein Szenario, das bei Paris–Nizza zu dieser Jahreszeit häufig vorkommt.
„Wir müssen abwarten, was passiert. Man sagt, es soll stark schneien, ich bin gespannt“, sagte Vingegaard abschließend.