Isaac Del Toro nach hartem Tirreno-Tag: „Es war ein mörderischer Tag für alle“

Radsport
durch Nic Gayer
Freitag, 13 März 2026 um 19:30
TirrenoAdriatico2026_IsaacDeLToro
Der vorletzte Klettertag bei Tirreno–Adriatico entwickelte sich trotz des Achterbahn-Profils mit unzähligen Anstiegen zu einer extrem anspruchsvollen Etappe. Das hohe Tempo im Feld forderte die Fahrer von Beginn an. Isaac Del Toro ließ sein Team UAE Team Emirates - XRG das Rennen kontrollieren und bereitete geduldig seinen entscheidenden Angriff vor.
Der Plan ging am Ende auf, doch der Mexikaner erklärte nach der Etappe, dass nicht alles so reibungslos verlief wie erwartet. Besonders das komplizierte Finale mit der technischen Abfahrt nach Mombaroccio stellte die Fahrer vor große Herausforderungen.

Del Toro setzt entscheidende Attacke

„Es war ein mörderischer Tag für alle. Ich glaube, sowohl vorne als auch hinten im Peloton haben alle gelitten, das wird man am Samstag spüren. Zum Glück hatte ich noch dieses Quäntchen mehr“, sagte Del Toro im Ziel.
In den Schlusskilometern arbeiteten Benoit Cosnefroy und Kevin Vermaerke an der Spitze des Feldes, während Jan Christen in den entscheidenden Momenten fehlte. Der Schweizer hatte zuvor in dieser Woche einen Sturz erlitten. Dadurch stand Del Toro mit einer ungewohnt kleinen Helfergruppe da. Trotzdem änderte sich am Rennverlauf wenig, auch wenn das UAE Team Emirates - XRG über weite Strecken die Tempoarbeit übernahm.
In den letzten Kilometern erhöhte Del Toro das Tempo am Anstieg zum Santuario del Beato Sante. Der Anstieg enthielt zwei steile Abschnitte von jeweils rund einem Kilometer mit etwa neun Prozent Steigung. Auf dem ersten Teilstück brachte er Giulio Pellizzari bereits in Schwierigkeiten.
Zwischen den beiden Rampen musste der Mexikaner jedoch selbst die Führung in der Gruppe der Favoriten übernehmen. Er wollte das Tempo hochhalten, hatte in diesem Moment aber keinen Teamkollegen mehr an seiner Seite. Vielleicht erklärte genau das seine leichte Enttäuschung nach dem Rennen.
„Um ehrlich zu sein, lief heute nicht alles nach Plan“, gab Del Toro offen zu.
Trotzdem zeigte er im Finale seine Klasse. Auf der letzten Rampe setzte er erneut eine Attacke, schüttelte Giulio Pellizzari endgültig ab und nahm 19 Sekunden Vorsprung sowie weitere Bonifikationen mit ins Ziel. Nur der Etappensieg blieb ihm verwehrt.
„Vielleicht lag es an der Härte des Kurses? Es war auf jeden Fall schwer, und es fiel mir wirklich schwer, Giulio abzuschütteln, aber wie auch immer, ich habe das Führungstrikot wieder.“
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