Die 6. Etappe von Paris–Nizza bot erneut ein kurzes und explosives Finale. Obwohl die Sprinter auf ihre Chance hofften, entschied ein später Angriff von
Harold Tejada das Rennen. Der Profi des
XDS Astana Team nutzte den richtigen Moment und setzte sich in den Schlusskilometern entscheidend ab.
Mit seiner opportunistischen Attacke überraschte der Kolumbianer die Konkurrenz und fuhr einen starken Solosieg heraus.
Tejada nutzt Moment und vollendet Solovorstoß
Die Gruppe des Tages bestand aus Arthur Kluckers, Joshua Tarling, Igor Arrieta und Steff Cras. Das Quartett erarbeitete sich jedoch nie einen großen Vorsprung, auch weil im Peloton lange die Konsequenz fehlte. Cofidis übernahm zwar viel Arbeit und versuchte, das Rennen zu kontrollieren, doch über weite Strecken beteiligten sich nur wenige weitere Teams aktiv an der Nachführarbeit.
Lidl - Trek versuchte spät am Tag auf dem vorletzten Anstieg sowie in der anschließenden Abfahrt, das Feld auseinanderzuziehen. Der Versuch brachte jedoch keinen entscheidenden Effekt. Die Etappe blieb damit offen für einen möglichen Sprint oder einen späten Angriff und entwickelte sich zu einem Rennen mit hohem, gleichmäßigem Tempo - sowohl an der Spitze als auch im Hauptfeld.
Das Peloton begann den Schlussanstieg mit rund 30 Sekunden Rückstand. Die Lücke schmolz zunächst kaum, weil Igor Arrieta und Joshua Tarling bereits am Fuß des Anstiegs beschleunigten und im Feld zunächst niemand das Tempo von Victor Campenaerts übernahm. Fünf Kilometer vor dem Ziel griff Lenny Martinez auf der finalen Rampe mit sieben Prozent Steigung an, stellte Tarling und Arrieta und erhielt Begleitung von Jonas Vingegaard sowie weiteren Klassementfahrern.
Über die Kuppe setzte schließlich Harold Tejada die entscheidende Attacke. Der Kolumbianer rettete seinen Vorsprung in die schnelle Abfahrt und verteidigte ihn bis in den letzten Kilometer. Tejada brachte den Etappensieg souverän ins Ziel, während Dorian Godon für INEOS Grenadiers im Sprint dahinter Rang zwei belegte.