„Aus medizinischen Gründen“: Julian Alaphilippe verpasst Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026 – schwieriger Frühling für Tudor Pro Cycling Team spitzt sich weiter zu

Radsport
Samstag, 25 April 2026 um 13:00
Julian Alaphilippe
Julian Alaphilippe wird nicht an Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026 teilnehmen, nachdem sein Team Tudor Pro Cycling Team bestätigt hat, dass der Franzose aus nicht näher genannten „medizinischen Gründen“ beim Monument passen muss.
Der Ex-Weltmeister lässt auch das Eschborn-Frankfurt in der kommenden Woche aus. Laut Team erfolgt die Entscheidung, „um seine Gesundheit zu priorisieren und eine vollständige Rückkehr ins Renngeschehen sicherzustellen“.
Sein Ausfall wiegt für Tudor schwer. Alaphilippe hat in Lüttich bereits um den Sieg mitgefahren, 2021 wurde er hinter Tadej Pogacar Zweiter, und er gilt seit Jahren als Fahrer, der die Ardennen-Schlüsselanstiege prägen kann.

Schwieriger Frühling fordert seinen Tribut

Alaphilippes Fehlen ist der jüngste Rückschlag in einem ohnehin beeinträchtigten Frühjahr für den Tudor-Profi. Nach seinem Nichtstart zur Schlussetappe der Baskenland-Rundfahrt musste der 32-Jährige sowohl beim Amstel Gold Race als auch beim Flèche Wallonne aufgeben – klare Zeichen, dass körperlich zuletzt etwas nicht stimmte.
Das Verpassen von Lüttich–Bastogne–Lüttich bestätigt nun, dass das Problem bis zu einem der Schlüsselläufe des Ardennen-Kalenders nicht behoben werden konnte.

Hirschi-Ausfall verschärft Tudors Probleme

Alaphilippes Situation steht nicht für sich. Marc Hirschi, eine weitere wichtige Ardennen-Option von Tudor, musste seinen Frühling nach einem Sturz beim Flèche Wallonne ebenfalls unterbrechen und erlitt einen Schlüsselbeinbruch.
Der Verlust beider Fahrer lässt Tudor an einem neuralgischen Punkt der Saison ohne zwei ihrer wichtigsten Leader zurück – gerade in einem Rennblock, in dem das Team realistische Ambitionen hatte.
Das Gesamtbild zeigt ein klares Muster. Tudor startete mit Schwung und Erwartungen in das Jahr 2026, gestützt durch einen verstärkten Kader und zunehmend häufige Einladungen zu den größten Rennen des Sports.
Stattdessen wurde ihr Frühjahr immer wieder unterbrochen. Stürze, Aufgaben und Verletzungen beeinträchtigen die Konstanz in Führung und Unterstützung, was es dem Team erschwert, Rhythmus aufzubauen oder klare Rennpläne umzusetzen. Mit Alaphilippe nun außer Gefecht und Hirschi in der Genesung hat sich die Ardennen-Kampagne von Chance zu Schadensbegrenzung gewandelt.
Julian Alaphilippe bei der Baskenland-Rundfahrt 2026
Julian Alaphilippe bei der Baskenland-Rundfahrt 2026

Fokus verlagert sich auf Erholung

Für Alaphilippe ist die Priorität nun eindeutig. Mit dem Verzicht auf Lüttich–Bastogne–Lüttich und Eschborn-Frankfurt richtet sich der Blick auf Erholung und eine vollständige Rückkehr zur Form später in der Saison.
Für Tudor bleibt die Hoffnung, dass diese erzwungene Pause ein Jahr neu justiert, das bislang eher von Rückschlägen als von Erfolgen geprägt ist.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading