Der Mittwoch bei La Flèche Wallonne forderte im Peloton einen hohen Tribut, geprägt von mehreren Stürzen, die das Rennen entschieden. Betroffen war auch der Schweizer
Marc Hirschi, früherer Sieger des Klassikers, der schwer stürzte und sich einen Bruch zuzog – sein Frühjahr ist beendet, der Giro d’Italia gestrichen.
Hirschi war bereits bei der Amstel Gold Race gestürzt – offenbar in derselben Kurve, in der auch Kévin Vauquelin und Matteo Jorgenson zu Fall kamen, unmittelbar nachdem sie der Attacke gefolgt waren, die letztlich Remco Evenepoels Sieg einleitete.
Der Vorfall ereignete sich bei über 55 km/h in einem Massensturz, wobei Hirschi als Erster zu Boden ging. Der Aufprall war besonders heftig: Der Schweizer schlug direkt auf der linken Schulter auf, das Schlüsselbein brach unter der Wucht. Mit 27 Jahren wird eine Schlüsselphase seiner Saison abrupt gekappt.
Die sportlichen Folgen sind unmittelbar. Hirschi wird am Sonntag nicht bei Lüttich–Bastogne–Lüttich starten, einem der prestigeträchtigsten Monumente, bei dem er realistische Ambitionen hegte. Sein Ausfall wiegt schwer bei einem Rennen, das er bestens kennt und in dem er bereits sein Niveau gezeigt hat, zumal sein Teamkollege Julian Alaphilippe zuletzt nicht in Form war.
Hirschi wohl auch nicht beim Giro d'Italia
Über den kurzfristigen Blick hinaus gefährdet das Ausmaß der Verletzung auch seine großen Saisonziele. Alles deutet darauf hin, dass er den Giro d’Italia verpasst – einer seiner Hauptschwerpunkte für 2026. Die Genesung nach einem Schlüsselbeinbruch ist im Radsport zwar Routine, der Zeitplan macht einen Start bei der Italien-Rundfahrt in optimaler Verfassung jedoch praktisch unmöglich.
Der Tudor-Profi hat seit seinem Wechsel ins Schweizer Team wenig Fortune, zudem blieb er bisher hinter den Resultaten früherer Jahre zurück. Ein 7. Platz bei der Figueira Champions Classic ragt als Highlight seines Frühjahrs heraus, führte am Ende aber nicht zu großen Ergebnissen bei den Top-Rennen.