Der niederländische Elitekader für den Cyclocross-World Cup in Benidorm steht, doch der größte Name auf der Liste trägt noch ein Sternchen.
Mathieu van der Poel ist vorläufig für das Rennen in Spanien am Wochenende nominiert, seine tatsächliche Teilnahme ist jedoch offen. Da die Meldefrist endet, bevor seine endgültige Entscheidung fällt, hat der niederländische Verband ihn vorsorglich gemeldet.
Bondscoach Gerben de Knegt skizzierte die Lage in der
Pressemitteilung des niederländischen Teams. „Mathieu entscheidet später in dieser Woche, ob er tatsächlich startet“, sagte er. „Die offizielle Meldung für diesen World Cup schließt heute Nachmittag. Wenn du dann nicht auf der Liste stehst, ist eine Nachmeldung nicht mehr möglich. Darum haben wir uns in Absprache entschieden, es so zu handhaben.“
Damit steht Benidorm zwischen zwei Versionen desselben Rennens. Startet Van der Poel, setzt er den Referenzpunkt. Startet er nicht, tragen die niederländischen Männer die Verantwortung ohne ihren größten Namen.
Warum Benidorm das Rennen verändert
Benidorm ist schnell zum Fahrerliebling geworden, begünstigt durch den Wintertermin und den Standort in Spanien. De Knegt sagte, die Meldeliste spiegele das wider. „Die Beteiligung am World Cup in Benidorm ist wirklich stark für ein so ‚fernes‘ Rennen. Viele Fahrer sind ohnehin in der Nähe, weil sie zu dieser Jahreszeit dort trainieren, und dann passt ein Rennen wie dieses natürlich ideal ins Programm.“
Der Kurs selbst ist für Cross untypisch, er verläuft über lange Schotterpassagen in einem Stadtpark. De Knegt warnte, dass das sowohl Spektakel als auch Risiko bringt. „Der Schotter erhöht das Sturzrisiko, daher siehst du mit Blick auf die Weltmeisterschaften manchmal mehr Zurückhaltung“, sagte er. „In so einem Rennen sind eine gute Ausgangsposition ab dem Start und volle Konzentration über das ganze Rennen noch wichtiger als sonst. Stets schauen, was in der Gruppe passiert und ob du reagieren kannst. Das macht Benidorm zu einem wirklich guten Rennen zum Zuschauen.“
Elite Männer: gelistet, aber mit Sternchen
Nominiert für die niederländischen Elite-Männer sind:
| Fahrer | |
| Mathieu van der Poel | Teilnahme noch offen |
| Joris Nieuwenhuis | |
| Tibor Del Grosso | |
| Mees Hendrikx | |
| Pim Ronhaar | |
| Ryan Kamp | |
Ob es ein Van-der-Poel-Rennen oder ein offener Schlagabtausch wird, entscheidet sich erst mit seinem Anruf.
Elite Frauen: Pieterse fehlt, Breite bleibt
Puck Pieterse steht in Benidorm nicht im Plan. Sie stürzte jüngst bei den niederländischen Meisterschaften schwer, allerdings war dieses Rennen ohnehin nicht in ihrem Kalender vorgesehen, sie setzt stattdessen auf Trainingsblöcke in Spanien.
Nominiert für die niederländischen Elite-Frauen sind:
| Fahrerin |
| Lucinda Brand |
| Inge van der Heijden |
| Aniek van Alphen |
| Manon Bakker |
| Ceylin Alvarado |
| Leonie Bentveld |
| Denise Betsema |
| Shirin van Anrooij |
| Lauren Molengraaf |
| Annemarie Worst |
| Mae Cabaca |
| Bloeme Kalis |
| Puck Langenbarg |
Brand, Alvarado und Van Anrooij geben die Achse vor, während das Profil Fahrerinnen entgegenkommt, die in schnellen, taktischen Rennen wach und präzise bleiben.
Vorerst deutet die niederländische Auswahl in eine Richtung. In Benidorm beginnt alles mit einer Frage. Taucht Van der Poel auf, oder nicht?