Schon wieder auf dem Rad: Wout van Aert trainiert wieder im Freien nach schwerer Sprunggelenksverletzung

Cyclocross
Montag, 12 Januar 2026 um 20:00
Wout van Aert und Mathieu van der Poel laufen bei der Exact Cross Mol 2026 mit den Rädern
Nur zehn Tage nachdem sein heftiger Sturz in Mol seinen Cross-Winter abrupt beendet hatte, sitzt Wout van Aert bereits wieder draußen auf dem Rad.
Der Fahrer von Team Visma | Lease a Bike teilte am Montag eine lockere einstündige Runde ab Herentals – seine erste Ausfahrt im Freien seit der Operation am gebrochenen Sprunggelenk.
Die Einheit war sichtbar kontrolliert und vorsichtig: flaches Terrain, niedrige Intensität. Ihre Bedeutung ist dennoch klar. Allein wieder auf dem Rad zu sitzen markiert die nächste Phase seiner Genesung.
Auf seinem Strava-Profil betitelte Van Aert die Fahrt mit „Gewonnen maandag“, eine Anspielung auf die belgische Tradition des „Verloren Maandag“. Im Sinne von „Gewonnener Montag“ ist es eine augenzwinkernde Wendung des „Verlorenen Montags“ – und eine subtile Rahmung des Tages als kleinen, aber bedeutenden Erfolg.

Genesung in aller Öffentlichkeit

Parallel zu diesem hoffnungsvollen Update hat Van Aert auf Instagram eine Reihe ungeschönter Bilder der vergangenen Reha-Woche veröffentlicht. Die Fotos zeigen die Realität seiner Verletzung: starke Hämatome rund um den Knöchel, deutliche Schwellung, stabilisierende Schiene und erste Reha-Übungen.
Sie nehmen jede Illusion einer reibungslosen Rückkehr. Während die Montagsfahrt Fortschritt signalisiert, machen die Bilder die Schwere des Schadens und die frühe Phase des Prozesses sichtbar.
Der Kontrast zwischen beiden Plattformen erzählt die ganze Geschichte. Auf Strava ist die Bewegung zurück. Auf Instagram steht der Preis dieser Bewegung weiterhin deutlich an seinem Knöchel geschrieben.

Vom Sturz in Mol zur Operation

Van Aerts Genesung begann auf die denkbar härteste Art: mit einem bitteren Ende einer seiner stärksten Cross-Leistungen dieses Winters.
Beim Exact Cross in Mol, ausgetragen unter brutalen Schneebedingungen, lieferte er sich ein Duell auf höchstem Niveau mit Mathieu van der Poel, als er in einer schlüpfrigen Kurve schwer stürzte. Er stieg kurz wieder auf, kämpfte sichtbar, gab schließlich auf und humpelte unter deutlichen Schmerzen davon.
Ärztliche Untersuchungen bestätigten eine Bänderverletzung am Sprunggelenk in Kombination mit einem Bruch, woraufhin die sofortige Operation beschlossen wurde. Der Eingriff erfolgte am Folgetag, seine Cross-Saison war offiziell beendet – inklusive Starts in Zonhoven und den belgischen Meisterschaften.
Sein Team bestätigte damals eine erfolgreiche Operation. Der Fokus liege nun komplett auf der Genesung und der Vorbereitung auf die Straßensaison.

Erste Schritte eines langen Wiederaufbaus

Die Bilder der vergangenen Woche zeigen diese Frühphase im Detail: Schwellungsmanagement, stabilisierende Unterstützung, eingeschränkte Mobilität und vorsichtige erste Übungen. Bis Montag beschränkte sich das Training auf die Rolle.
Die Ausfahrt im Freien ist damit ein klares Etappenziel, aber keine Abkürzung zum Rennbetrieb. Es gibt weiterhin keinen öffentlichen Zeitplan für die vollständige Rückkehr ins Training, geschweige denn in den Wettkampf. Über sein frühes Straßensaison-Programm wird je nach Reaktion des Sprunggelenks in den kommenden Wochen entschieden.
Visma versammelt sich in dieser Woche in Spanien zum jährlichen Medientag, und Van Aert wird trotz früher Reha-Phase im Aufgebot erwartet.
Nach einem weiteren Winter mit Verletzungsunterbrechung zählt es bereits als Fortschritt, die Pedale draußen wieder drehen zu können. Die Bilder zeigen zugleich, wie weit der Weg noch ist.
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