„Ich fühle mich immer weniger als Crossfahrer …“: U23-Cross-Weltmeister bereitet den Wechsel auf die Straße vor

Cyclocross
Sonntag, 01 Februar 2026 um 11:00
AaronDockx
Es wäre übertrieben, Aaron Dockx’ WM-Titel als „völlige Sensation“ zu bezeichnen, doch der 21-jährige Belgier von Alpecin - Premier Tech gehörte vor dem U23-Rennen am Samstag sicher nicht zu den meistgenannten Favoriten. Schließlich war Dockx in diesem Winter kaum auffällig, mit nur einem Podestplatz in Benidorm (U23).
In Hulst jedoch widerlegte der junge Belgier, der später in diesem Jahr sein WorldTour-Debüt geben wird, alle Prognosen und setzte sich klar gegen seine Rivalen durch, darunter das französische Talent Aubin Sparfel und den Niederländer Keije Solen, die das Podium komplettierten.
„Ich bin tatsächlich mit einer offenen Einstellung in diese Weltmeisterschaft gegangen. Ich habe dieses Jahr nicht viel Cross gefahren und nur in Benidorm das Podium erreicht, deshalb ist es fantastisch, das hier so abzuschließen. Die WM war aber ein Ziel; es war ein bisschen alles oder nichts, weil es meine letzte als U23 war“, sagte der frisch gekürte Weltmeister gegenüber WielerFlits.
„So richtig glauben konnte ich erst auf der vorletzten Runde, als ich zehn bis fünfzehn Sekunden vorne war. Ich hatte das Gefühl, etwas zu stagnieren und dass die anderen wieder heranfahren, aber dann machte Sparfel einen Fehler und ich ging von neun wieder auf vierzehn Sekunden Vorsprung.“

Hattrick für Alpecin

Dockx vollendete damit den Hattrick für Alpecin nach zwei Siegen seines ein Jahr älteren Teamkollegen Tibor del Grosso. Während der Niederländer schnell in die Elite aufstieg und dort am Sonntag mit Medaillenambitionen startet, sieht Dockx seine eigene Karriere eher auf der Straße als im Querfeldein:
„Ich bin in die WorldTour gewechselt, daher verlagert sich mein Fokus immer mehr auf die Straße. Eigentlich fühle ich mich immer weniger wie ein Crossfahrer“, sagt er.
Der Belgier legt nun eine ruhige Woche ein und arbeitet dann auf Paris–Nizza hin – sein WorldTour-Debüt. Ist er nervös? „Ja, auf jeden Fall. In der WorldTour muss man schließlich auch liefern“, sagt er lächelnd.
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