Mathieu van der Poel über Pogacar und Sanremo: „Der Wind kann im UAE-Plan an der Cipressa entscheidend sein“

Radsport
durch Nic Gayer
Samstag, 14 März 2026 um 15:00
Jhonatan Narváez und Tadej Pogacar
Tirreno - Adriatico stellt die Fahrer in dieser Woche vor lange Etappen und mehrere Tage mit explosiven, welligen Profilen. Das Rennen gilt damit als ideale Vorbereitung auf Mailand - Sanremo, und zahlreiche Favoriten für das erste Monument der Saison stehen am Start. Mathieu van der Poel blickt bereits voraus und spricht über das italienische Monument, Tadej Pogacar und die Schlüsselstelle an der Cipressa.
„Ich denke, meine Form ist mehr als gut genug. Mit der Vorbereitung bin ich zufrieden. Nächste Woche muss ich es ähnlich machen wie im Vorjahr, mit ein paar Anpassungen. Dann sollte es klappen“, sagte van der Poel am Morgen im Gespräch mit VTM. „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Leistungen in dieser Woche; auch bergauf fühlte ich mich ziemlich gut. Gestern konnte ich, ohne voll ans Limit zu gehen, lange in der ersten Gruppe bleiben.“

Van der Poel blickt auf Pogacar und die Cipressa

Van der Poel hat bei Tirreno - Adriatico bereits zwei Etappen gewonnen. Zunächst setzte er sich an dem Anstieg im sterrato der 2. Etappe durch, wo er seine Stärke eindrucksvoll ausspielte. Wenige Tage später gewann er erneut, diesmal im Sprint nach einem anspruchsvollen Finale mit mehreren explosiven Anstiegen. Für den Niederländer waren diese Tage wichtige Tests auf dem Weg zu den Frühjahrsklassikern, bei denen er erneut Siege bei den ersten drei Monumenten anpeilt.
Mathieu van der Poel präsentiert sich bei Tirreno - Adriatico in starker Form und richtet den Blick bereits auf Mailand - Sanremo und ein mögliches Duell mit Tadej Pogacar an der Cipressa
Mathieu van der Poel präsentiert sich bei Tirreno - Adriatico in starker Form und richtet den Blick bereits auf Mailand - Sanremo und ein mögliches Duell mit Tadej Pogacar an der Cipressa
Auch innerhalb des Teams sieht van der Poel eine starke Ausgangslage. Vor allem die Leistungen von Jasper Philipsen und Tibor del Grosso stimmen ihn optimistisch. „Sie sind auch gut in Form. Bei den Klassikern sind wir oft im richtigen Moment präsent. Das hat in den letzten Jahren funktioniert, also gehe ich davon aus, dass es mit diesen Fahrern auch dieses Jahr klappt“, erklärte der Fahrer von Alpecin - Deceuninck.

Fokus auf Mailand - Sanremo

Auf die Frage, ob er derzeit das beste Niveau seiner Karriere erreicht habe, reagierte der Niederländer zurückhaltend. „Das ist immer schwer zu sagen. Ich denke, ich bin einfach auf einem guten Niveau, aber zu behaupten, es sei meine beste Form überhaupt - ich weiß es nicht. Zufrieden bin ich auf jeden Fall.“ Klar ist jedoch: Seine aktuelle Verfassung könnte ihm in der kommenden Woche die Titelverteidigung bei Mailand - Sanremo ermöglichen.
Dennoch fällt seine Wahl eindeutig aus, wenn er zwischen den beiden großen Frühjahrsklassikern entscheiden müsste. Auf die Frage, ob er lieber Mailand - Sanremo oder die Flandern-Rundfahrt gewinnen würde, nennt er das belgische Monument. „Ich würde wohl lieber zum vierten Mal die Flandern-Rundfahrt gewinnen als Sanremo zum dritten Mal.“
Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf die italienische Klassikerprüfung. Dort erwartet van der Poel eine offensive Strategie von UAE Team Emirates - XRG an der Cipressa. Wahrscheinlich könnten Fahrer wie Jan Christen und Isaac del Toro das Tempo hochhalten, bevor Tadej Pogacar selbst angreift. Der Slowene stellte zuletzt im Training einen neuen Kletterrekord an diesem Anstieg auf.
„Die Beine müssen da sein, aber auch die Wetterbedingungen müssen passen. Nicht unbedingt trocken oder nass, vor allem der Wind. Der kann in UAE Team Emirates - XRGs Plan, mit Tadej an der Cipressa anzugreifen, eine entscheidende Rolle spielen“, erklärte van der Poel.
„Ich denke ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Letztes Jahr kam Tadej sehr nah, aber der Wind muss günstig sein, um es wie im Vorjahr wieder so zu machen.“
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