Tobias Lund Andresen hat die
Cadel Evans Great Ocean Road Race 2026 gewonnen. Der Fahrer von Decathlon CMA CGM überstand die Anstiege des Tages und krönte sich mit einem starken Sieg – vielleicht dem größten seiner Karriere, nachdem er bereits Anfang Januar beim Tour Down Under erfolgreich war.
Drei Fahrer bildeten die Fluchtgruppe des Tages: Vegard Stake Laengen, Oliver Peace und Julian Baudry. Das Trio hatte allerdings wenig Spielraum und wurde bereits 69 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt. Direkt danach folgten mehrere Angriffe, sogar eine Windkante spaltete das Feld über 50 Kilometer vor Schluss.
Auf den dritt- und vorletzten Anstiegen der Challambra Crescent zeigte sich Santiago Buitrago offensiv und versuchte, das Peloton zu zerteilen. Nach der vorletzten Passage griffen Chris Harper und Anders Skaarseth 25 Kilometer vor dem Ziel an und fuhren mit kleinem Vorsprung in die Schlussrunde. Das Tempo zog vor dem letzten Anstieg 9 Kilometer vor Schluss deutlich an, ein Sturz teilte das Feld in zwei Gruppen. Ben O'Connor, dann Luke Plapp führten den finalen Anstieg an; über die Kuppe kamen Mauro Schmid, Laurence Pithie und Plapp an vorderster Position, nachdem sie wenige Kilometer zuvor noch hinten im Feld gefahren waren. Sie setzten sich jedoch nicht ab, vorne blieben rund 20 Fahrer übrig.
Am letzten Hügel 6 Kilometer vor dem Ziel attackierte Santiago Buitrago, Luke Lamperti ging mit.
Matthew Brennan schloss die Lücke, weitere Fahrer konnten ebenfalls nach vorn springen. Schließlich wurde alles wieder neutralisiert. In den folgenden Kilometern gab es weitere Vorstöße, doch sowohl Ausreißer als auch Sprinter witterten ihre Chance, niemand kam entscheidend weg.
Matthew Brennan musste seinen Sprint nach der Konterbewegung von Luke Plapp relativ früh eröffnen. Im Finale zog
Tobias Lund Andresen an ihm vorbei. Brady Gilmore sprintete auf Rang drei.